09.06.2020

Vertrag von Cheftrainer Mike Taylor wird nicht verlängert

Vertrag von Cheftrainer Mike Taylor wird nicht verlängert

Nach zwei überwiegend erfolgreichen Jahren werden sich die Wege der Hamburg Towers und ihres Cheftrainers Mike Taylor wieder trennen. Der Ende Juli auslaufende Vertrag des US-Amerikaners wird nicht verlängert. Seit 2018 ist der 47-Jährige in Wilhelmsburg beschäftigt gewesen, größter Erfolg in dieser Zeit ist zweifellos der Aufstieg in die easyCredit Basketball Bundesliga.

Doch Freud und Leid liegen im Profisport mitunter eng beieinander. Nach dem Höhenflug inklusive Titelgewinn in der 2. Basketball-Bundesliga ProA und dem angesprochenen Aufstieg im Mai 2019 durchlebten die Hamburger im Oberhaus eine schwierige Premierensaison. In 20 Spielen gelangen dem Neuling drei Siege – alle auswärts. Da die Towers zu den sieben Mannschaften zählen, die nach der Corona-Unterbrechung nicht wieder beim Finalturnier ins Spielgeschehen eingestiegen sind, wurden sie der Chance beraubt, das Mindestziel Klassenerhalt in zwölf verbleibenden regulären Partien aus eigener Kraft sportlich zu erreichen. Dies ist nun zumindest am grünen Tisch geglückt.

„Wir danken Mike aus tiefstem Herzen. Mit seiner Persönlichkeit und seinem Geschick war er maßgeblich dafür verantwortlich, dass uns der riesige Erfolg des Aufstiegs gelungen ist. Wie er selbst gesagt hat, kann niemand einen Aufstieg garantieren, er und wir haben aber alles dafür gegeben, weswegen wir ihm ewig in Dankbarkeit verbunden sind. Mike hat mit seiner Art und seinen Werten den Verein entwickelt und uns weitergebracht, auch mit allem, was er abseits des Basketballfelds für uns gegeben hat. Dieses Jahr in der Bundesliga war eine gewaltige Aufgabe für uns, wir sind nächstes Jahr weiter in der BBL dabei und sehr glücklich darüber. Auch für seinen Anteil daran sind wir ihm, und dies ist keine Floskel, wirklich dankbar. Mike wird für uns immer ein Tower sein“, betont Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby.

In seiner Amtszeit an der Elbe begeisterte Taylor mit seiner einnehmenden und nahezu durchweg positiven Art. Beliebt bei Spielern, Partnern, Medien und vor allem Fans, arbeitete der zweifache Vater stets unter dem Motto „Spaß mit Disziplin“. Das führte ihn nach spektakulären Zweitliga-Playoffs zum zweiten Erstliga-Aufstieg seiner Karriere. Darüber hinaus machte der polnische Nationaltrainer seinem Ruf als Talentförderer alle Ehre, unter anderem blühte Justus Hollatz unter seiner Führung auf.

„Es steht außer Frage, dass ich enttäuscht darüber bin, dass die Towers und ich keine Einigung erzielt haben. Ich habe mein Herz in dieses Team gesteckt, es positiv beeinflusst und das Level des ganzen Klubs angehoben. Ich möchte den Spielern, Trainer und fantastischen Towers-Fans, die den Aufstieg mit uns gefeiert, an uns geglaubt und nie die Unterstützung versagt haben, von Herzen danken“, erklärt Taylor zum Abschied aus Hamburg.

Mike Taylor über die Entscheidung

„It goes without question that I am disappointed today that the Towers and I were unable to agree on a contract extension.  I put my heart into this team, made a positive impact and raised the profile and the level of the entire organization.  

Signing in Hamburg in 2018, our common goal was to move the team up with a two year plan for the ‘Aufstieg’ and prepare for the Bundesliga in season three.  From experience doing it twice before in my career, “You Can’t Guarantee an Aufstieg”, but we did it together in the first season and moved the Towers up well ahead of our schedule.  We embraced the high expectations and delivered.  It was the best season in Towers history and to this point the organizations greatest success.  

Anyone with experience and a realistic approach as an “Aufsteiger” understands that development does not happen over-night.  Building a winning culture and successful Bundesliga organization takes time, along with hard work and complete dedication on all fronts.  It is important to build the team the right way and set appropriate expectations.  Only six years old, Towers is a young organization which has developed fast and our success on the floor winning the Pro A in my first season opened the next level for the team to grow. 

This season was the expected challenging one for a rookie organization in the Bundesliga.  As our team worked to find the Bundesliga level, I stayed positive giving the players every opportunity to establish themselves, cooperated with management, integrated several new players into our system, took ownership and made no excuses. While our results were taking time, we were more and more competitive as we learned to win while earning our stripes in the Bundesliga.  When our season abruptly ended due to COVID 19 in mid-March with over one-third of the schedule remaining, as competitors our players and coaches believed we would win our way to the “Klassenerhalt” on the court.  Unfortunately, because of the health crisis, our games were left un-played and our season became an incomplete.  Despite the circumstances, by Bundesliga decision, we achieved our team goal of the “Klassenerhalt”.  

I want to thank the players, coaches and the fantastic Towers fans who celebrated an Aufstieg with us and believed in what we were building with unwavering support.“

 

Saison 19/20 für Towers vorzeitig beendet