16.09.2019

Transfer-Coup: Towers holen Heiko Schaffartzik

Transfer-Coup: Towers holen Heiko Schaffartzik

Für die Premiere in der easyCredit Basketball Bundesliga verstärken sich die Hamburg Towers nochmals mit Erfahrung. Und zwar mit der des derzeit wohl begehrtesten deutschen Spielers auf dem Markt. Der 115-malige deutsche Nationalspieler, zweifache Deutsche Meister und Pokalsieger Heiko Schaffartzik stößt zwei Wochen vor Saisonbeginn zum Aufsteiger. In der vergangenen Spielzeit setzte der 35-Jährige, der einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben hat, aufgrund einer Knieverletzung aus, hielt sich aber zuletzt beim FC Bayern München fit.

„Heiko ist mir noch aus den finalen Jahren meiner eigenen Karriere bekannt, und ich war schon immer ein großer Fan seiner Interpretation des Spiels. Er ist einer der wenigen deutschen Spieler, die mit sehr viel Selbstvertrauen und Kontrolle agieren. Einen Veteranen wie Heiko, der offensiv wie defensiv den Ton angibt, haben wir noch gesucht und sind mit dieser Optimallösung mehr als zufrieden“, betont Towers-Geschäftsführer und -Sportdirektor Marvin Willoughby hocherfreut.

Schaffartzik dürfte zweifellos der namhafteste Spieler sein, den die Wilhelmsburger bislang mit einem Trikot ausgestattet haben. Seine rotzfrechen Offensivaktionen sowie die Dreier vom Parkplatz sind legendär. Durch sein charmantes und verschmitztes Naturell ist der Guard beinahe universell beliebt. Für die Nationalmannschaft brillierte der gebürtige Berliner bei Welt- und Europameisterschaften, ging dabei regelmäßig als Führungsspieler voran. Eine Rolle, die ihm auch bei den Towers zukommen wird und die er gerne annimmt. „Der Verein als Gesamtprojekt, sein Konzept und die Möglichkeit, mit Marvin Willoughby und Mike Taylor zusammenzuarbeiten, haben mich überzeugt. Nicht zuletzt ist Hamburg eine attraktive und reizvolle Stadt. Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung“, sagt Schaffartzik.

Erwartungsgemäß überschwänglich kommentierte Towers-Headcoach Mike Taylor den Transfer-Coup: „Ich kann es kaum erwarten, mit Heiko zusammenzuarbeiten. Er ist ein bekanntes und respektiertes Gesicht in der BBL. Als Trainer musste ich mich immer besonders auf ihn vorbereiten. Umso mehr freut es mich, dass dieses Problem nun die gegnerischen Coaches besitzen. Heiko wird uns mit seiner Erfahrung, seinen Spielmacher-Fähigkeiten und seinem extrem starken Wurf weiterhelfen. Vor allem unsere jungen Spieler können von ihm lernen, was es braucht, um ein international bewiesener Profi zu werden“, sagt Towers-Headcoach Mike Taylor.

Schaffartzik fliegt gleich am Dienstagmorgen mit seinen neuen Mitspielern ins viertägige Trainingslager nach Budapest. Bei der Integration wird ihm sein Freund Jannik Freese helfen, mit dem er in der Saison 2008/2009 zusammen in Gießen gespielt hat. „Jannik hat in den höchsten Tönen vom Training unter Coach Taylor geschwärmt“, bemerkt der 1,83-Meter-Athlet. Ansonsten besteht bei der Beschreibung des Sympathieträgers die Schwierigkeit, dass sich über ihn Bücher schreiben lassen, er andererseits aber längst bekannt ist wie ein bunter Hund. Höhepunkte seiner Laufbahn sind die Meisterschaften mit ALBA Berlin (2003) und dem FC Bayern München (2014) sowie die Pokalsiege für seine Heimatstadt (2003, 2013). Dass er auch in seinen Dreißigern noch deutlich überdurchschnittlich abliefern kann, bewies Hamburgs neue Nummer acht während seiner drei Saisons in Frankreich, in denen nicht nur dreimal in Folge den Dreier-Wettbewerb gewann, sondern 2017 als Mannschaftskapitän auch den französischen Pokal und den Europe Cup mit Nanterre 92.

Heiko Schaffartzik

Geburtstag: 3. Januar 1984
Position: Guard
Größe: 1,83 Meter
Herkunft: Deutschland
Stationen:
2002 – 2004      ALBA Berlin
2004 – 2005      Gießen 46ers
2005 – 2006      Selbytel Baskets Nürnberg
2006 – 2007      EWE Baskets Oldenburg
2007                    Central Hoops Berlin
2007 – 2008      EnBW Ludwigsburg
2008 – 2009      LTi Gießen 46ers
2009 – 2010      New Yorker Phantoms Braunschweig
2010                    Türk Telekomspor (Türkei)
2011 – 2013       ALBA Berlin
2013 – 2015      FC Bayern München
2015 – 2016      Limoges CSP (Frankreich)
2016 – 2018      Nanterre 92 (Frankreich)

OFF SEASON, BABY! #WemissTowersBasketball