08.10.2021

Towers wollen in Frankfurt Fahrt aufnehmen

Nach jeweils zwei Auftaktpleiten geht es zwischen den Hamburg Towers und FRAPORT SKYLINERS am Sonntag (15 Uhr) um die ersten Liga-Punkte. Magenta Sport und Sport1 übertragen live.

WHAT’S UP?! Beide Kontrahenten unterlagen in ihren ersten beiden Saisonpartien in der easyCredit BBL. Während es bei den Hamburg Towers jeweils eng zuging, kamen die FRAPORT SKYLINERS nach der Auftaktniederlage gegen Braunschweig (76:89) in Berlin richtig unter die Räder (101:63). Doch dem Team von Diego Ocampo gelang dank eines starken vierten Viertels im Pokal-Achtelfinale gegen Oldenburg am vergangenen Wochenende direkt der benötigte Befreiungsschlag. Die Jungs von Pedro Calles dagegen verpassten unter der Woche in Bayreuth die Chance, die beiden Auftaktniederlagen im Ligabetrieb abzuschütteln. Entsprechend gilt es am Sonntag (15 Uhr), die Fehler der ersten drei Auftritte abzustellen und dann mit den ersten Liga-Punkten Fahrt in der noch jungen Saison aufzunehmen. Jung ist zudem das perfekte Stichwort für den kommenden Gegner. Denn die FRAPORT SKYLINERS sind mit 22,8 Jahren das jüngste Team der Liga. Einzig Quantez Robertson, der mittlerweile sein 13. Jahr im blau-weißen Trikot absolviert, hat die 30er-Marke geknackt. Doch die mittlerweile 36 Jahre des Frankfurter Urgesteins scheinen lediglich eine Zahl zu sein. Nicht nur dank seiner derzeit 19,5 Punkten im Ligabetrieb ist „Tez“ der unangefochtene Anführer der Hessen – allerdings auch der einzige Akteur mit zweistelliger Punkteausbeute. Im Pokalduell mit Oldenburg drehte Youngster Len Schoormann, der bereits 2019 sein BBL-Debüt feierte, mit 17 Punkten auf. Punktuelle Unterstützung (14 Zähler) bekam der 19-Jährige von Rasheed Moore. Der Forward trug bereits im letzten Jahr das Frankfurter Jersey, zählt mit 1,98 Metern allerdings zu den kleineren Vertretern seiner Zunft.

DUELL IM FOKUS You can’t teach height! Stimmt – doch ist Größe, anders als noch in den neunziger Jahren, ein immer kleiner werdender Faktor im Basketballsport. Wer das nicht glauben möchte, dem sei der Einblick von Pedro Calles und Miguel Zapata in den modernen Basketball im diesjährigen Saisonmagazin empfohlen. Und auch ein Vergleich zwischen Frankfurts Längstem, Matt Haarms (2,21 m), und Hamburgs Kleinstem, Jaylon Brown (1,83 m), zeigt deutlich, dass fast 40 Zentimeter Größenunterschied auf dem Statistikbogen nicht unbedingt sichtbar werden. Während Hamburgs Brown in der Kategorie Punkte (14,0 / 8,0 Haarms) deutlich größer aufspielt, liegen in Sachen Rebounds nur Kleinigkeiten (1,5 Brown / 3,0 Haarms) zwischen beiden Akteuren.  Lediglich die Wurfquoten der Kontrahenten (36,8 % Brown / 88,9 % Haarms) könnten den doch etwas verstaubten Eindruck vermitteln, dass Größe die Qualität beeinflussen würde – anders gelesen spiegeln sie lediglich wider, dass beide versuchen, das Beste aus ihren gottgegebenen Möglichkeiten für ihr Team herauszuholen.

Neben Caleb Homesley (18,5) ist Jaylon Brown (14,0) zweitbester Scorer der Towers. | Foto: Dennis Fischer

BLICK IN DIE GESCHICHTSBÜCHER Seit dem Aufstieg der Hamburg Towers im Jahr 2019 gab es bisher drei Duelle in der easyCredit BBL – in denen sich das Heimteam jeweils durchsetzte. Die erste im Jahr 2019 war wohl zugleich die spannendste Partie. Nach vierzig hart umkämpften Minuten ging es in die Overtime. Nur eine Woche nach dem ersten BBL-Sieg in Gießen standen die Hamburger kurz vor dem zweiten Erfolg. Letztendlich setzte sich aber die Erfahrung der Hessen durch. Fast anderthalb Jahre später ließen die Towers den Skyliners beim 98:70-Heimsieg am 23.01.2021 keine Chance. Doch die Revanche folgte prompt (FRA 96:89 HAM, 09.05.21) – auch weil die Hessen am letzten Hauptrundenspieltag 20/21 einen Sahnetag von der Dreierlinie erwischten, bei den Hamburgern Maik Kotsar und Kameron Taylor angeschlagen fehlten. In allen Partien waren Quantez Robertson und Justus Hollatz dabei.

OFF THE COURT Bereits am Samstag geht es am frühen Nachmittag mit der Deutschen Bahn nach Frankfurt. Denn mit der ICE-Direktverbindung zwischen der Hansestadt und der Mainmetropole legt der Towers-Tross die knapp fünfhundert Kilometer in knapp vier Stunden zurück. Vor allem für die vollbefahrene Strecke in Richtung Mainhattan ist die direkte Verbindung, inklusive Ankunft direkt vor Ort die schnellere und umweltfreundliche Alternative – und dazu deutlich nervenschonender für Teammanagerin Carina Oesting und Head Coach Pedro Calles. Mit dem Super Sparpreis der Deutschen Bahn kommt auch ihr superschnell, supergünstig quer durch Deutschland. Ab 17,90€ pro Person für eine einfache Fahrt, aber nur solange der Vorrat. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.

Jaylon Brown vertraut auf die Entwicklung. | Foto: Dennis Fischer

KURZER SCHNACK VOR DEM SPIEL

PEDRO CALLES: „Ich denke es ergibt keinen Sinn, zu viele Vergleiche anzustellen. Jedes Jahr ist neu, die Situation eine andere. Wer Vergleiche anstellt, der hat die Qual der Wahl. Letztes Jahr haben wir die ersten fünf Spiele gewonnen, in meinem ersten Jahr in Vechta haben wir zu Beginn drei Spiele verloren. Daher bringen Vergleiche für mich keine Erkenntnis. Positive Ergebnisse können uns helfen, darauf dürfen wir uns aber nicht versteifen. Wir haben in Ludwigsburg gut gespielt, gegen Chemnitz und Bayreuth waren es einzelne Viertel, in denen es nicht passte. Deswegen wollen wir uns jetzt nicht zu sehr an dem 0:3-Start aufhängen, sondern uns darauf konzentrieren, was notwendig ist, um besser zu spielen. Dann kommen die Ergebnisse auch von allein.“

JAYLON BROWN: „Ich versuche das Positive in Niederlagen zu sehen, denn darauf können wir aufbauen und besser werden. Manchmal ist das ein Prozess, der eine Zeit braucht. Wichtig ist, beständig zu arbeiten und der Entwicklung zu vertrauen. Deswegen mache ich mir keine Sorgen. Manchmal gehe ich bestimmte Situationen nach einem Spiel immer und immer wieder in meinem Kopf durch und überlege, was ich hätte anders machen können. In der Regel versuche ich aber abzuschalten, den Kopf freizubekommen – da hilft es mir, mit meiner Familie zu reden, andere Basketballspiele zu schauen, Dinge zu tun, die meinen Fokus auf etwas anderes richten.“

Fr 29. Oktober 21

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