23.09.2020

Spielbetrieb bleibt weiterhin ausgesetzt

Spielbetrieb bleibt weiterhin ausgesetzt

Um die Ausbreitung der Corona-Pandemie einzudämmen, wird der Spielbetrieb in der easyCredit Basketball Bundesliga weiterhin auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Das wurde bei einer Zusammenschaltung via Videokonferenz des Präsidiums der Arbeitsgemeinschaft BBL, Geschäftsführung der BBL GmbH sowie Vertreter der 17 Erstliga-Klubs beschlossen.

In sorgsamer Abwägung und unter Berücksichtigung der obersten Priorität, der weiteren Ausbreitung des Virus’ entgegenzuwirken, wurde mit großer Mehrheit entschieden, bis mindestens zum 30. April weiter zu pausieren. Dieser Beschluss betrifft die Spieltage 23 bis 34. Die Liga hat weiterhin den Wunsch, die Saison zu einem späteren Zeitpunkt geordnet zu Ende zu spielen, gegebenenfalls mit einem gekürzten respektive verdichteten Modus. In den kommenden Wochen sollen dazu konkrete Vorschläge ausgearbeitet werden – im Bewusstsein, dass eine finale Entscheidung auch von den Beschlüssen der Behörden und politischen Empfehlungen abhängig ist.

„Wir stehen als Gesellschaft gerade vor einer großen Herausforderung. Die Gesundheit der Menschen hat oberste Priorität. Was die Belange der Basketball-Bundesliga betrifft, sind behördliche Auflagen aktuell maßgeblich, und alle weiteren Entscheidungen orientieren sich daran. Für uns als Klub ist das ebenfalls eine ungewisse Situation. Für die bisherige Unterstützung unserer Fans und Partner sind wir sehr dankbar“, sagt Towers-Geschäftsführer Jan Fischer.

Die Klubs der BBL schalten sich spätestens am 30. April erneut zusammen, um Szenarien und Handlungsoptionen zu besprechen. Sofern möglich, soll dann eine endgültige Entscheidung gefällt werden.

Das bedeutet für Ticketinhaber, dass bereits erworbene Eintrittskarten weiterhin ihre Gültigkeit behalten. Die Begegnungen gelten nach wie vor als verschoben. Kartenbesitzer werden von den Ha,burg Towers über die weitere Vorgehensweise informiert.

FAQs der easyCredit BBL zur aktuellen Situation

  • Warum wird die Aussetzung des Spielbetriebs fortgesetzt und nicht die Saison beendet?

Solange die grundsätzliche Möglichkeit besteht und von den zuständigen Behörden bundeseinheitlich der Spielbetrieb im Mai/Juni noch nicht ausgeschlossen wird, müssen wir uns diese Option offenhalten, um den sportlichen Wettbewerb nach Möglichkeit ordentlich beenden zu können. Die Liga und die Klubs stehen bei Partnern für entsprechende Leistungen in der Pflicht. Diese gilt es einzuhalten. Wenn wir aufgrund behördlicher Anordnungen erkennen müssen, dass dies nicht möglich ist, wird sich die Liga dem selbstverständlich fügen.

  • Ist dieses Vorhaben von Wunschvorstellungen gezeichnet?

Wir fühlen uns in erster Linie für die Gesundheit der Bevölkerung verantwortlich. Klubverantwortliche tragen Verantwortung für Existenzen und müssen auf die Sicherung ihres Unternehmens und ihrer Angestellten hinarbeiten. Dies betrifft Spieler, Trainer und die Mitarbeiter in den Geschäftsstellen und Hallen. Es kann Niemand von der Liga und den Klubs erwarten, dass sie die Situation besser einschätzen können als Virologen und Politiker. Niemand hat eine Glaskugel oder Wahrscheinlichkeiten zur Hand, die die weitere epidemiologische Entwicklung vorhersagen können. Wenn die behördlichen Auflagen den Trainings- bzw. Spielbetrieb ab Mai nicht zulassen, werden die Liga und die Klubs sich selbstverständlich danach richten. Solange dies jedoch nicht der Fall ist, soll nichts unversucht gelassen werden, die Saison zu retten.

  • Was geschieht bei gravierenden Entwicklungen, wodurch die bisherige Vorgehensweise unrealistisch erscheint?

Es wird sicherlich einen Tag „X“ geben, an dem die Liga mit ihren Klubs eine finale Entscheidung über die Beendigung der Saison 19/20 treffen wird. Vorerst ist dies der 30.04.20. In der jetzigen Situation kann nur kurzfristig geplant und „auf Sicht geflogen“ werden. Dies ist ein fortlaufender Abwägungsprozess, bei dem wir auf die Akzeptanz unserer Fans und Partner achten. Aktuelle Entwicklungen werden beobachtet und der Kurs bei kritischen Änderungen korrigiert.

  • Wie ist der weitere Ablauf? Ab wann kann über die Meisterschaft und den Abstieg entschieden werden?

Die Liga erarbeitet in den nächsten Tagen und Wochen verschiedene Szenarien für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab Mai/Juni. Aufgrund vertraglicher Verpflichtungen geschieht dies u.a. auch im Austausch mit dem DBB und der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Selbstverständlich werden die zu entwickelnden Szenarien versuchen die Wettbewerbsbedingungen bestmöglich anzugleichen und Härtefälle bestmöglich abzufedern.

  • Wie wird mit den bereits erfolgten Spielerabgängen umgegangen?

In vielen Fällen sind für Spieler, die die Klubs aktuell verlassen haben – um bspw. ihren Familien in dieser schweren Zeit beizustehen – auch Rückkehroptionen besprochen oder vereinbart worden. In die Szenarioüberlegungen miteinbezogen werden u.a. auch mögliche Lockerungen der Wechselfristen. Natürlich werden die wirtschaftlichen Folgen für die Klubs auch Auswirkungen auf die Spieler haben. Hiermit wird in verantwortungsvoller Weise umgegangen und mögliche Freiheiten und Flexibilität während der Spielpause erlaubt. Es wird ein Leben nach Corona geben! Umso wichtiger ist der jetzige Zusammenhalt aller. Eine Voraussetzung des Spielbetriebs ist natürlich, dass die Spieler trainieren können, weil man sie im Falle einer Fortsetzung hohen Belastungen aussetzt. Möglichkeiten dazu werden anhand der behördlichen Vorgaben geprüft und innovative Lösungen müssen gefunden werden.

  • Wie wird das Lizenzierungsverfahren für die Saison 20/21 aussehen?

Es wird zum vorgesehenen Stichtag – 15.04.2020 – aufgrund der ungewissen Planungsmöglichkeiten kein reguläres Lizenzierungsverfahren geben. Vielmehr wird es in den kommenden Monaten darauf ankommen, dass die Liga und der BBL-Gutachterausschuss bestmöglich die Klubs bei der Aufrechterhaltung ihres wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs begleitet und hinsichtlich der laufenden Finanz- und Liquiditätsplanung unterstützt. Hierfür werden plausible Lizenzierungsrichtlinien erarbeitet, die sinnvollerweise erst nach dem 30.06.2020 greifen. Oberste Priorität für die Liga und die Klubs ist es diese Krise bestmöglich durchzustehen und den Schadensumfang möglichst gering zu halten.

Saison 19/20 für Towers vorzeitig beendet