Basketballspieler in weißem Trikot mit der Nummer 13 hält einen orangefarbenen Basketball mit dem Logo 'easyCredit BBL' in Richtung Kamera.

„Wir brauchen wieder Spaß am Spiel“

Seit Sonntag ist Martin Breunig Teil der Veolia Towers. Die ersten Tage verbrachte der neue Big Man der Hamburger auf Reisen und damit, seine Teamkollegen besser kennenlernen zu können. Für seine Comeback-Partie in der easyCredit BBL hat sich der letztjährige Pokalsieger etwas Elementares vorgenommen – den Spaß am Basketball in Hamburg zurückzuholen.

Du bist Sonntag erst in Hamburg gelandet, hattest keine zwei Tage, um dich einzuleben. Wie stressig war das für dich?

Martin Breunig: Ich muss ehrlicherweise sagen, gar nicht stressig. Die Towers haben alles in die Wege geleitet, alles vorbereitet. Ich musste nur die Schlüssel abholen und habe mich sofort wohlgefühlt. Alle notwendigen Sachen waren direkt in meiner Wohnung. Ich bin äußerst dankbar, dass es mir so einfach gemacht wurde. Selbst die Trainings- und Teamkleidung war vorbereitet. Mir wurde gesagt, was ich für die Medicals und das erste Training brauche. Die Ankunft war also absolut reibungslos.

Du wolltest im Sommer eigentlich in Asien unterschreiben, bist dann in Nancy gelandet und jetzt in Hamburg. Welchen Grund gab es, dass du dich für unser Angebot entschieden hast?

MB: Ein riesengroßer Pluspunkt für mich war natürlich Benka. Ich bin ja jetzt auch jahrelang schon in der Liga, ich habe Coaches kommen und gehen sehen. Von außen betrachtet, hat mir sein Spielstil schon immer gefallen. Das ist einfach, wie ich auch gerne spiele: mehrere Möglichkeiten zu haben, dem Team auf mehrere Arten und Weisen zu helfen und nicht nur ständig Blöcke stellen und Rollen und Rebounden und so.

Wie war dein erster Eindruck von deinen neuen Teamkollegen?

MB:Das ist natürlich immer ein bisschen schwierig, jeden schon richtig kennenzulernen, weil wir auf dem Sprung sind von Spiel zu Spiel. Aber ich versuche, einfach mit sehr vielen Spielern zu interagieren, zu gucken, wie sie so drauf sind, um früh auch einfach eine Connection zu schaffen. Insgesamt bin ich aber sehr überrascht, wie positiv und wie hart arbeitend die Mannschaft ist. Ich hatte in meiner Vergangenheit mit Teams zu tun, die schlecht gestartet sind und wirklich keine Lust mehr auf Training hatten und das Training auch schlecht aussah. Benka und die ganze Truppe haben einen guten Job gemacht, mich wirklich fix dran teilhaben lassen und geben immer Vollgas.

Du kommst jetzt als Neuzugang in einer schwierigen Phase. Hast du das Gefühl, es lastet ein besonderer Druck auf dir?

MB: Nein, nicht wirklich. Ich versuche als erfahrener und jetzt ältester Spieler im Team schon ein bisschen eine Führungsrolle einzunehmen. Das heißt aber nicht, dass ich ganz allein die Wende vollbringen kann. Die Teamchemie ist gut, jeder versucht wirklich das Beste aus der Situation zu machen. Ich erlebe eine geschlossene Mannschaft, eine Einheit. Vielleicht heißt das also für mich, Leuten wieder mehr Selbstvertrauen zu geben, sie aufzubauen und den einen oder anderen Assists zu liefern.

Was muss deiner Meinung nach für den ersten Saisonsieg passieren?

MB: Ich denke mal, dass wir einfach sehr, sehr viel Fokus auf uns setzen müssen. Es ist einfach wichtig, dass wir in so einen Rhythmus kommen, wo wir einfach wieder ein bisschen Spaß dran haben, zu spielen, dass wir einfach auch ein bisschen gedankenfrei sind und dass wir nicht zu viel darüber nachdenken, sondern wie wir es schon seit Jahren machen, Basketball spielen.