Veolia Towers verbuchen Etat-Steigerung
Die easyCredit Basketball Bundesliga hat zum zweiten Mal wesentliche Finanzkennzahlen aller BBL-Klubs veröffentlicht. Die Veolia Towers konnten zuletzt ihren Gesamt-Etat sowie den Kostenanteil des Spielerpersonals steigern. Die Veröffentlichung geht zurück auf einen entsprechenden Beschluss der Arbeitsgemeinschaft Basketball Bundesliga (AG BBL).
Basierend auf den Planzahlen zur Saison 2025/26 steuern die 18 Teams in der aktuellen Spielzeit auf einen Gesamtumsatz von 165 Millionen Euro zu. Planzahlen können sich naturgemäß im Saisonverlauf noch ändern. Oftmals übersteigen die Ist-Zahlen zum Ende der Spielzeit die vorher veröffentlichten Planwerte, sodass in Summe von einer weiteren Steigerung der Gesamtbudgets auszugehen ist. Die Veröffentlichung der Club-Budgets ist nach der Erstveröffentlichung zur Saison 2024/25 die zweite ihrer Art. Sie geht zurück auf einen entsprechenden Beschluss der Clubs. Damit leistet die Liga einen fortgesetzten deutlichen Transparenzbeitrag.
Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Veolia Towers ihren planungsmäßigen Gesamtetat um etwas mehr als fünf Prozent steigern. Die Erhöhung konnte dabei vollumfänglich dem Spieleretat zugeführt werden.
Dr. Stefan Holz, Geschäftsführer easyCredit BBL: „Die Clubs planen in Summe mit 165 Millionen Euro – damit bleiben wir mindestens wirtschaftlich stabil und erwarten zum Saisonende sogar wieder ein leichtes Wachstum. Der Anteil der Personalkosten für Spieler beträgt dabei 36 Prozent der Gesamtbudgets – dies zeigt unter anderem, dass die Clubs auch sehr in nachhaltige Strukturen und Maßnahmen investieren, anstatt vor allem kurzfristig in die Mannschaften – um es plakativ zu sagen: Steine statt Beine! Besonders hinweisen möchte ich außerdem auf die Beiträge für die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, die im europäischen Vergleich sehr hoch sind. Diese betragen für die Profikader aller 18 Clubs zusammen mittlerweile 9,4 Millionen Euro. Das ist nach wie vor untragbar und für unsere Clubs ein massiver strategischer Wettbewerbsnachteil in Europa. Wir werden gemeinsam mit den anderen deutschen Profiligen weiter fordern, dass dieses unsägliche Thema grundlegend reformiert wird. Abschließen möchte ich aber mit dem positiven Gedanken, wie sehr es mich freut, dass die Clubs mit der Veröffentlichung der Club-Etats ein hohes Maß an Transparenz aktiv einfordern. Schließlich wollen sie sich mit ihren unmittelbaren Wettbewerbern nicht nur auf dem Spielfeld messen, sondern auch in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung.“
Jan Fischer, kaufmännischer Geschäftsführer Veolia Towers Hamburg: „Die veröffentlichten Zahlen zeigen klar, dass wir mit unserem Budget aktuell im Mittelfeld der Liga stehen. Entscheidend ist für mich aber die weitere positive Entwicklung: Wir konnten unser Budget erneut steigern, und das ist vor allem der sehr guten und vertrauensvoller Arbeit mit unseren Partnern und Sponsoren zu verdanken. Gleichzeitig sehen wir, dass andere Standorte wirtschaftlich weiter sind als wir. Mit dem neu aufgestellten Vertriebsteam haben wir dafür die richtigen Strukturen geschaffen – und unser Anspruch ist klar, hier weiter aufzuschließen.“
Marvin Willoughby, Geschäftsführer Sport Veolia Towers Hamburg: „Wir dürfen zurecht stolz sein, denn die Entwicklung ist insgesamt sehr positiv. Die Budgetsteigerung konnten wir vollständig in den Spieleretat investieren, wir sind wirtschaftlich im Ligamittelfeld angekommen, also genau dort, wo wir uns auch sportlich selbst einordnen. Dass wir das bislang noch nicht konstant auf das Parkett gebracht haben, das ist uns bewusst. Die jüngsten Auftritte zeigen aber klar, dass sich die Mannschaft in die richtige Richtung entwickelt. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir uns Schritt für Schritt im Verlauf der Saison auch sportlich noch ins Tabellenmittelfeld vorarbeiten können.“
