Towers on Tour – Trainingslager Tagebuch V

Wie geht Trainingslager bei den Veolia Towers Hamburg? Das versucht Pressesprecher Florian Eisebitt für euch herauszufinden. Jeden Morgen gibt’s den Bericht des letzten Tages – und damit einen direkten Blick hinter die Kulissen.

Tag 5 – Zunächst die schlechte Nachricht: Grassi ist abgereist. Mitten in der Nacht, um 2.00 Uhr, machte er sich auf den Weg nach Österreich zur Nationalmannschaft. Passend dazu regnete es die ganze Zeit. Jetzt die gute Nachricht: TRAININGSFREI. Als Raoul am Samstagmittag die frohe Botschaft verkündete, war die Vorfreude groß. Doch ganz ohne Programm geht es dann doch nicht. Nach dem Frühstück lieferten Leif, Alfa und Simonas bravourös das Ergebnis ihrer Wochenaufgabe und versorgten die anderen mit nützlichem sowie unnützem Wissen – wobei sich beides durchaus die Waage hielt. Anschließend verblieb den Spielern zunächst rund eine Stunde für individuelle Workouts und Treatments bei Nico. Unser Physio hatte also direkt wieder alle Hände voll zu tun. Da die Korbanlagen aber überwiegend leer blieben – Leif und Marvin absolvierten mit Benka einen Shooting Drill – nutzten Annie und ich die Chance, um endlich auch ein paar Bälle zu werfen. Auch wir befinden uns noch in der Preseason, das sollte als Beschreibung genügen. Dennoch war es eine gelungene Abwechslung, die Kamera und das Handy zur Seite zu legen und endlich (wieder) selbst aktiv zu werden.

Das galt auch für die anschließende Stretching-Stunde unter Leitung von Mello, Jacob und Nico. Profis, Coaches und Staff verteilten sich dafür mit Matten in der Halle und verbesserten die Mobilität ihrer Körper. Ziemlich anstrengend, koordinativ anspruchsvoll, aber gleichzeitig auch befreiend. Jetzt kann ich also auch von mir behaupten, in der Woche ein wenig Sport gemacht zu haben. Neben all den Tagebuch-Einträgen und den Berichten über das Team sowie die zahlreichen Fotos bliebt sonst dafür gar keine Zeit. Direkt aus der Halle ging es an den Mittagstisch – heute eine Stunde früher als an den anderen Tagen. Und das hatte auch einen Grund.

Das erste Teamevent in dieser Saisonvorbereitung stand auf dem Plan. Aufgrund des Wetterumschwungs musste der eigentliche Plan über den Haufen geworfen werden, Tony recherchierte neu, fand ein Schwimmbad, organisierte Taxis. Statt Outdoor-Aktivität hat sich die Mannschaft am Nachmittag also gemeinsam mit den Coaches für zwei Stunden im Aquapark vergnügt. Zwischen Whirlpool, Rutschen und Sauna bot sich jede Menge Abwechslung zum Trainingsalltag. Annie und ich haben den Trip ganz bewusst nicht begleitet – ein bisschen Abstand tut gut und für die Findungsphase ist es ebenso wichtig, dass die Jungs nicht auf Schritt und Tritt mit der Kamera begleitet werden. Also habe ich es mir in meinem Zimmer gemütlich gemacht und die Geschichte über unsere Youngster geschrieben, mit denen ich mich kurz vor der Abfahrt in die Schwimmhalle noch zusammengesetzt habe.

Viel Zeit zur Veröffentlichung blieb mir gar nicht. Denn kurz nach der Rückkehr der Coaches am Hotel hieß es: 18.15 Uhr wieder Abfahrt in die Stadt. In zwei getrennten Gruppen – Coaches und Staff einerseits, Spieler andererseits – ging es zum Abendessen nach Downtown Wroclaw. Im Stadtzentrum angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. Aber neun Köpfe, zehn unterschiedliche Vorlieben, da war es gar nicht so einfach etwas passendes zu finden. Mithilfe von Google Maps ging es dann vorbei am Marktplatz, erstes polnisches Restaurant – kein Platz für die Gruppe. Zweiter Versuch – kein Platz. Auf dem Weg zum Marktplatz sind wir an einem Italiener vorbeigelaufen, also verschlug es uns dorthin, eine gute Entscheidung. Auch wenn die Burrata aus war und die Hälfte der ersten Essenswünsche so nicht erfüllt werden konnten, am Ende waren alle zufriedengestellt und satt. Das beste aber war, dass uns die Gesprächsthemen nie ausgingen. Die Chemie, die stimmt einfach.

Was das Team in der Zwischenzeit gemacht hat, davon kann ich leider nicht berichten. Vielleicht aber auch mal gut so. Wie gesagt, für das Teambuilding gar nicht schlecht, wenn sie auch Zeit nur für sich verbringen. So let’s call it a day – 23:45 Uhr, reicht dann auch wieder. Laptop zu, Schlafenszeit. Morgen kehren wir dann wieder in den Trainingslagerrhythmus zurück.