Mehrere Basketballspieler in Aktion, einer in schwarzem Trikot mit Ball springt zum Korb, andere in weißen Trikots verteidigen.

Towers ohne nachhaltigen Zugriff in Ljubljana

Die Veolia Towers Hamburg verlieren bei Cedevita Olimpija Ljubljana mit 93:73. Trotz guter Aktionen finden die Hamburger keinen nachhaltigen Zugriff auf das Spiel. Neuzugang Devon Daniels wird mit 19 Punkten Topscorer.

Benka Barloschky: „Wir müssen einen Weg finden, unsere Chancen zu nutzen. Wir haben den Ball oft in die Nähe des Korbs gebracht, aber unsere Trefferquote aus dem Zweipunktebereich war nicht gut genug. In einem Viertel haben wir nicht gut gereboundet, das in den anderen drei Vierteln allerdings korrigiert. Wir müssen physisch unter dem Korb abschließen und Rebounds holen. Wenn wir das tun, wird alles gut.

Devon Daniels: “Als Team müssen wir defensiv viel konstanter Stops erzielen und einfache Punkte verhindern, keine freien Layups mehr. Zudem müssen die Guards unsere Bigs beim Defensivrebound deutlich besser unterstützen. Und in der Offensive gilt es jeden einzelnen Ballbesitz maximal zu nutzen.“

Zacharie Perrin: „Für das kommende Spiel am Samstag müssen wir den Fokus klar auf den Rebound legen. Zudem gilt es, unsere Turnover zu reduzieren und offensiv zu einem besseren Flow zu finden. Die heutige Niederlage war hart, zumal Cedevita ein sehr starkes Team ist, das seinen Gameplan konsequent durchgezogen hat. In den europäischen Wettbewerben müssen wir insgesamt körperlicher auftreten, da das Niveau dort noch einmal höher ist. Dennoch sehe ich das als wertvolle Lernmöglichkeit und wir werden am Samstag bereit sein.“

Nach einem spielfreien Wochenende führte die Wilhelmsburger ein weiteres Auswärtsspiel in die Hauptstadt Sloweniens. Die ersten Spielminuten gestalteten sich ausgeglichen. Towers-Neuzugang Devon Daniels gab nicht nur sein Debut im Hamburger Trikot, sondern besorgte mit einem Assist auf Zacharie Perrin auch die ersten Punkte des Abends. Ljubljanas DJ Stewart lief allerdings schnell heiß und brachte die Gastgeber so rasch in Führung. Die Towers reagierten sofort, arbeiteten sich in das Spiel hinein. Devon Daniels brachte die Hamburger zur Viertelpause wieder auf Schlagdistanz. (21:16). Einen Umstand, welchen die Gastgeber so nicht auf sich sitzen lassen wollten. Die Towers arbeiteten sich immer wieder zum Ring, konnten dort ihre Mühe aber nicht in Zählbares ummünzen. Devon Daniels brachte die Korbanlage mit einem Dunk ordentlich zum Scheppern und lieferte damit ein Towers-Highlight erster Güteklasse. Am Brett zeigten sich die Hamburger aber nun etwas inkonsequenter und überließen die Slowenen zu viele zweite Chancen. Die Gastgeber bestraften das umgehend mit schnellen Punkten und bauten den Hamburger Rückstand auf ein 48:35 zur Pause aus.

Nach dem Seitenwechsel setzte Niklas Wimberg mit einem erfolgreichen Dreier einen ersten Impuls. Doch die Gastgeber konterten prompt, eröffneten für kurze Zeit einen Dunking-Contest. Zwar fanden die Towers im weiteren Verlauf immer wieder gute Sequenzen, unter anderem einen Dunk von Zsombor Maronka, konnten die aufgestaute Hypothek aber bis zum Ende des dritten Viertels nicht nachhaltig abtragen (68:55). Towers-Topscorer Devon Daniels wusste immer wieder für sich und andere zu kreieren und sorgte für Ordnung im Hamburger Spiel. Auch das Rebounding funktionierte nun wieder besser, doch ein Momentum wollte sich nicht einstellen. Kenneth Ogbe setzte vereinzelt Akzente und hielt die Wilhelmsburger damit phasenweise im Spiel. Ljubljana kam aber immer wieder ins Laufen, kontrollierten Tempo und Rhythmus des Spiels. So verstrichen die letzten Spielminuten, ohne dass die Towers nachhaltigen Zugriff auf das Spiel bekamen. So mussten die Veolia Towers Hamburg ihre Heimreise mit einer erneuten Niederlage antreten.

Stats: Thorpe (11, 3 Ast.), Maronka (3, 4 Reb.), Müller, Tokoto (5), Grey, Breunig (4, 5 Reb.), Wimberg (5, 4 Reb.), Edler-Davis (5, 4Reb.), Daniels (19, 5 Ast.), Ogbe (7), Turudić, Perrin (14, 6 Reb.)