Basketballspieler in weißem Trikot dribbelt den Ball, umgeben von mehreren Gegenspielern in braunen Trikots auf dem Spielfeld.

Towers ohne Chance in Venedig

Die Negativserie der Veolia Towers setzt sich auch bei Umana Reyer Venice fort. In Venedig kassieren die Hamburger die nächste deutliche Niederlage (90:55) – die insgesamt zwölfte in Serie. Carlos Stewart wird mit 17 Punkten Topscorer.

Die Negativserie der Veolia Towers setzt sich auch bei Umana Reyer Venice fort. In Venedig kassieren die Hamburger die nächste deutliche Niederlage (90:55) – die insgesamt zwölfte in Serie. Carlos Stewart wird mit 17 Punkten Topscorer.

Benka Barloschky: „Wenn wir uns an den Plan gehalten haben, dann haben wir zumindest die Würfe herausgespielt, die wir wollten. Wir hatten unsere Chancen, haben diese aber nicht genutzt. Wir haben von der Dreierlinie fast nichts getroffen. Auch in Korbnähe haben wir nicht gut abgeschlossen. Das war ein großer Unterschied heute. Jedes Mal, wenn wir im Fünf-gegen-Fünf verteidigt haben, sah es ganz passabel aus. Aber ehrlicherweise: Wenn man die Würfe nicht trifft, lädt man den Gegner dazu ein, zu Rennen. Und das kann Venedig sehr gut.“

Carlos Stewart: „Wir haben zu schnell die Konzentration verloren und uns von einem Fehler beeinflussen lassen, und dann ist alles außer Kontrolle geraten. Wir müssen das als Lernerfahrung nehmen und in Zukunft vier gute Viertel abliefern. Wir müssen einfach besser spielen und ein komplettes Spiel konzentriert und fokussiert abliefern, so wie wir angefangen haben. Wir dürfen uns von einem Lauf des Gegners nicht entmutigen lassen. Wir müssen gestärkt daraus hervorgehen, den Zusammenhalt bewahren, zu unserer Form zurückfinden und wieder in die Spur kommen.“

Jared Grey: „Wir waren an beiden Enden des Feldes nicht gut genug. Sobald wir unsere Struktur verlieren, keine guten Würfe mehr kreieren, machen wir es dem Gegner im Umschaltspiel viel zu einfach. Das darf uns nicht passieren. Wir haben den Ball nicht gut genug gestoppt. Selbst wenn wir geschlagen werden, dürfen wir nicht den einfachen Korb abgeben. Zur Not müssen wir den Gegner auch mal mit einem harten Foul stoppen.“

Viel Zeit zur Eingewöhnung blieb für Martin Breunig nicht. Denn Benka Barloschky nahm den Neuzugang direkt in die Verantwortung. Die schien der 33-Jährige aber auch nicht zu brauchen. Nach gerade einmal 46 Sekunden erzielte er seine ersten Punkte für die Veolia Towers. Insgesamt wirkten die Hamburger deutlich belebter als in den letzten Spielen, hielten das Tempo hoch und legten erst einmal vor. Zum Ende des ersten Viertels kam den Hanseaten der gute Rhythmus aber etwas abhanden, was die Hausherren prompt zur 22:18-Führung ausnutzte. Nach der Viertelpause folgte dann wie aus dem Nichts ein kompletter Bruch. Das Hamburger Spiel fiel fortan auseinander – es häuften sich leichtfertige Ballverluste und unsaubere Abschlüsse, nahezu jeder Rebound landete in den Händen der Italiener. In sieben Minuten brachten die Veolia Towers mickrige zwei Punkte auf die Anzeigetafel. Bis zur Pause stellte sich nur marginal Besserung ein. Venedig hatte das Spiel komplett unter Kontrolle gebracht. Das Resultat war ein deutlicher Rückstand (47:25) zur Halbzeit.

Der Seitenwechsel brachte auch keine Trendwende. Mit sechs schnellen Punkten erhöhte Venedig den Rückstand abermals. Sehenswerte Abschlüsse vom verlässlichsten Punktesammler Carlos Stewart und Neuzugang Martin Breunig lieferten zumindest ein kleines Strohfeuer. Die Partie lief allerdings weiterhin fast ausschließlich in eine Richtung. Und obwohl Venedig zwischenzeitlich sogar zum Scheibenschießen überging, wuchs der Rückstand vor dem Schlussviertel auf 67:38 an. Zu Beginn der letzten zehn Minuten fiel dann auch die 30-Punkte-Marke. Wenn die Veolia Towers noch mal zu Punkten kamen, dann waren es seit der 23. Spielminute ausnahmslos Einzelaktion – lediglich drei verteilte Assists im Spiel unterstreichen dies überdeutlich. Eine positive Randnotiz gab es dann aber doch noch. Nelson Martin feierte in den letzten drei Minuten sein Debüt auf internationalem Parkett. So gab es letztlich doch noch etwas Positives, dass man der deutlichen 90:55-Niederlage abgewinnen konnte.

Stats: Stewart (17), Maronka (6, 4 Reb.), Müller, Tokoto, Grey (8, 3 Reb.), Martin, Breunig (7, 3 Reb.), Wimberg (6, 6 Reb.), Edler-Davis (7, 6 Reb.), Ogbe (4, 5 Reb.), Turudic, Perrin (7 Reb.)