Basketballspieler mit hochgehobenen Armen und sichtbaren Tattoos auf dem linken Oberarm in einem weißen Trikot mit der Nummer 2 und den Logos von Veolia und nexpera

Towers können sich nicht belohnen

Die Veolia Towers Hamburg können sich für ihre Aufholjagd nicht belohnen und verlieren gegen den SYNTAINICS MBC mit 99:94. Hamburger Topscorer wird Devon Daniels mit 25 Punkten.

Benka Barloschky: „Wir haben viel investiert und richtig gemacht. Das zweite und das dritte Viertel haben wir sehr sehr guten Basketball gespielt, aber es leider nicht geschafft das Spiel im letzten Viertel nach Hause zu bringen. Der SYNTAINICS MBC hatte im letzten Viertel ein unfassbares Shotmaking, Callison und Thomas haben offensiv sehr effizient gespielt. Ich glaube, dass wir es verdient gehabt hätten, hier in Weißenfels zu gewinnen – was nicht einfach ist bei der offensiven Qualität, die der SYNTAINICS MBC hat. Deswegen tut die Niederlage besonders weh. Ein bisschen mehr Effizienz von der Freiwurflinie hätte uns schon gereicht, aber das können wir jetzt nicht mehr ändern. Ich kann sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft sein und denke, wenn wir so weiter spielen, können wir noch ein paar Siege einfangen.“

Osaro Rich: „Wir haben uns im dritten Viertel stark zurück gekämpft und das Spiel zwischenzeitlich sogar auf unsere Seite gezogen. Aber es ist extrem schwer, wenn der Gegner schon in der ersten Halbzeit seinen Rhythmus findet und dadurch mit viel Selbstvertrauen aufspielen kann. Im dritten Viertel haben wir dann viel Energie investiert, gut verteidigt. Im letzten Abschnitt hat uns dann die Konsequenz gefehlt. Weißenfels hat schwierige Würfe getroffen, gleichzeitig haben wir insgesamt zu viele Punkte zugelassen – 99 Punkte sind einfach zu viel, wenn man ein Spiel gewinnen will. Das ist ganz klar eine Frage unserer Defense.“

 

Nach einer perfekten Woche mit drei Siegen in Folge schienen die Veolia Towers zunächst zurück in alte Muster zu verfallen und taten sich gegen physische Weißenfelser schwer, in die Partie zu starten. Niklas Wimberg war es schließlich, der nach knappen vier Spielminuten sowie einem 10:0-Lauf der Gastgeber erste Hamburger Punkte auf die Anzeige packte. Die Towers rotierten viel in der Defense – versuchten den MBC unter anderem durch eine eingestreute Zonenverteidigung auszubremsen – taten sich auf der anderen Seite des Spielfeldes allerdings schwer, zu erfolgreichen Abschlüssen zu kommen. So schlug sich der verpasste Hamburger Start nach den ersten zehn Spielminuten in einem 31:20-Rückstand nieder. Dieser sollte sich auch im zweiten Viertel hartnäckig halten. Die Hanseaten nahmen die Physis ihrer Gastgeber besser an, konnten das Wurfglück aber noch nicht auf ihre Seite ziehen – trotz schön herausgespielter Aktionen fielen die Bälle auf Hamburger Seite noch nicht konsequent genug und verhinderten so eine Hamburger Aufholjagd. Aus der Ruhe bringen ließ sich das Team von Benka Barloschky aber nicht. Ihrer Towers-Identität treu bleibend, blieben die Hamburger zusammen, hielten sich in Schlagdistanz, konnten mit dem anfänglich angestauten Rückstand bis zur Halbzeit aber nicht mehr brechen (50:41).

Eine Tatsache, die sich nach der Halbzeit ändern sollte: Wie ausgewechselt kehrten die Veolia Towers auf das Parkett zurück, drückten ordentlich aufs Gas und verkürzten den Rückstand in Windeseile – genauer gesagt in unter drei Spielminuten – auf einen minimalen Rückstand von 52:51. Mit neuer Energie, viel Intensität und dem Wurfglück nun auf ihrer Seite, ging das Team von Benka Barloschky zu Werke. Freiwürfen von Zacharie Perrin brachten die Hamburger schließlich erstmals am Abend in Führung. Mit mehr Präsenz an beiden Enden des Spielfeldes, machten die Hamburger nicht nur die anfänglichen Startschwierigkeiten vergessen, sondern brachten auch ihre Gastgeber aus dem Konzept. Letzteres allerdings nur kurzweilig, dann folgte prompt die Weißenfelser Antwort in Form von zwei schnellen Dreiern, welche nicht nur Cheftrainer Barloschky zur Auszeit zwangen, sondern auch das Spiel wieder eng machten. Im Gleichschritt packten beide Teams nun Punkte auf die Anzeige. „Trouble Man“ Devon Daniels verschaffte den Hanseaten kurz vor Viertelende nicht nur etwas Luft (66:73), sondern eröffnete das Schlussviertel zusätzlich mit einem krachenden Dunking, welcher den SYNTAINICS MBC nach nur wenigen Sekunden zur Auszeit zwang. Mit einem wichtigen 5-Punkte-Polster ging es in die Crunchtime. Während die Weißenfelser letzte Energiereserven freisetzen konnten, forderte die Hamburger Aufholjagd nun ihren Tribut. In einem offenen Schlagabtausch hielten die Towers, angeführt von LJ Thorpe und Devon Daniels, das Spiel zwar bis zuletzt offen, mussten sich aber schließlich mit 99:94 geschlagen geben.

Stats: Thorpe (20, 4 Ast.), Rich (10), Maronka (3, 5 Reb.), Grey, Wimberg (11, 4 Ast.), Daniels (25, 5 Reb., 4 Ast.), Ogbe (2), Gamble (2), Williams (7), Turudić (2, 4 Reb.), Perrin (12)