Towers können Ljubljanas Bollwerk nicht knacken
Die Veolia Towers unterliegen Cedevita Olimpija Ljubljana im vorletzten EuroCup-Spiel der Saison mit 74:88. Nach 20 Punkte Rückstand können die Hamburger zwei Viertel für sich entscheiden. Ross Williams wird mit 20 Punkten Topscorer.
Benka Barloschky: „In den letzten Wochen ging es für uns immer darum, das Level unseres besten Basketballs zu erreichen. Heute ist uns das nicht gelungen. Natürlich ist auch die Frage, wie viel Anteil Cedevita daran hatte. Letztendlich haben wir gut ins Spiel gefunden, hatten die richtige Energie und uns aussichtsreiche Situationen erspielt. Abseits davon war unsere offensive Qualität heute aber nicht gut genug, um im Spiel zu bleiben. Unsere Verteidigung war vernünftig, wir haben Cedevita zu langen Angriffen gezwungen. Aber sie hatten heute die Qualität, um auch dort erfolgreich zu sein. Dass wir das dritte und vierte Viertel gewonnen haben, stimmt mich zufrieden, da wir das Spiel in der richtigen Art und Weise zu Ende gebracht haben.“
Ross Williams: „Heute haben wir definitiv unser Tempo nicht aufs Parkett gebracht. Das haben wir uns eigentlich vorgenommen, um sie etwas aus ihrer Komfortzone zu locken. Weil uns das aber zu selten heute gelungen ist, konnten sie das Possession-Game für sich entscheiden, was eine ihrer größten Stärken ist. Und das hat letztendlich zur Niederlage geführt.“
Zsombor Maronka: „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht auf der Höhe. Haben die zweite Halbzeit dann aber für uns entschieden. Hätten wir diesen Rhythmus über die gesamte Spielzeit gehalten, wäre es sicherlich ein engeres Spiel geworden. Ich denke, wir haben uns zu häufig das Tempo diktieren lassen und sind nicht wie gewollt ins Laufen gekommen. Dennoch können wir das Spiel erhobenen Hauptes verlassen, denn wir haben die Köpfe nicht hängen lassen.“
Die Gäste aus Ljubljana begannen der Chance auf einen Direkteinzug ins Playoff-Viertelfinale im BKT EuroCup geschuldet mit einer spürbaren Dringlichkeit. Doch die Veolia Towers hielten in der rasanten Anfangsphase gut mit. Ross Williams brachte die Hamburger mit einem Treffer aus der Distanz sogar in Führung. Mit einem anschließenden 11:0-Lauf aber drückten die Slowenen der Partie nun auch sichtbar ihren Stempel auf. Der Rückstand wurde kurzzeitig zweistellig, ehe Devon Daniels mit Ablauf der ersten zehn Minuten auf 16:25 verkürzen konnte. Zum Start des zweiten Viertels stellten die Hanseaten in der Defensive um, bekamen weiterhin aber nicht den gewünschten Zugriff. Was auch eine direkte Folge des Angriffs war, denn Ljubljana machte alle Hamburger Abschlüsse maximal schwer. Angeführt von Devon Daniels und Ross Williams, die 60 Prozent der Hamburger Punkte in Halbzeit eins auf die Anzeigetafel brachten, arbeiteten die Veolia Towers den Rückstand über 120 Sekunden wieder in den einstelligen Bereich. Mit zwei Distanztreffern erstickte Ljubljana die Bemühungen der Hanseaten aber direkt im Keim. Ein weiterer Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Linie, es war bereits der achte für die Gäste, brachte den 32:50-Halbzeitstand.



Zu Beginn der zweiten Spielhälfte fanden die Hamburger zunächst einmal im Angriff mehr und mehr Wege, sich zu behaupten. Und die kleinen Erfolgserlebnisse übertrugen sich auf die andere Seite des Feldes. Gleich mehrfach kam Ljubljana innerhalb ihrer 24-sekündigen Angriffszeit nicht zum Abschluss. So konnte der Rückstand, der vorübergehend auf 20 Punkte angewachsen war, auf 14 Zähler reduziert werden. Angeführt von ihren Routiniers Blazic und Nikolic drosselte Ljubljana anschließend das Tempo und verschleppte so eine 51:68-Führung in die letzte Viertelpause. Nikolic war es dann auch, der die Differenz zu Beginn des Schlussviertels erneut auf 20 Punkte stellte. Die nächsten Minuten gestalteten sich beiderseits zäh. Die Hamburger versuchten im Angriff viel, konnten das slowenische Bollwerk aber nur schwer überwinden. Andere Seite, gleiches Spiel – auch die Towers bekamen die Wirkungskreise nun mehr und mehr eingeschränkt. Entsprechend hartnäckig hielt sich auch der Unterschied auf der Anzeigetafel. Zwei Dreier von Niklas Wimberg und Ross Williams brachten für die letzten 90 Sekunden noch einmal frischen Wind – änderten aber nichts an der 74:88-Niederlage.
Stats: Thorpe (6, 4 Ast.), Rich (4), Maronka (8, 5 Reb.), Grey, Breunig (5, 3 Reb.), Wimberg (6), Daniels (15), Williams (20, 3 Reb., 3 Ast.), Turudic (2), Perrin (8, 3 Reb.)
