Towers geht die Energie aus

Die Veolia Towers Hamburg verlieren gegen BAXI Manresa mit 99:72. Nach einem starken ersten Viertel kommen die Hamburger aus dem Rhythmus. Hamburger Topscorer wird Zacharie Perrin mit 20 Punkten.

Benka Barloschky: „Das Rebounding war für dieses Spiel ausschlaggebend. Manresa hat dabei heute einen besseren Job gemacht als wir. Wir hatten ein starkes erstes Viertel, aber eins allein reicht am Ende nicht um Spiele zu gewinnen.“

Zacharie Perrin: „Wir hatten ein gutes erstes Viertel. Ich denke, wir werden offensiv immer besser, aber wir müssen die Rebounds besser kontrollieren, um gewinnen zu können. Wir haben ein sehr wichtiges Spiel vor uns. Wir haben in der Pause hart gearbeitet und sind bereit, den ersten Sieg einzufahren!“

Martin Breunig: „Wir haben in der ersten Halbzeit mit einer sehr guten Energie gespielt. Diese Intensität ist ein Muss von jetzt an – Nicht nur für 20 Minuten, sondern für das gesamte Spiel. Wir müssen besser erkennen, wann wir etwas Tempo aus dem Spiel rausnehmen und wann wir es anziehen.“

Nach der Nationalmannschaftspause reisten die Veolia Towers mit neuer Energie nach Spanien. Vor allem Zacharie Perrin strotze förmlich vor Spielfreude und erzielte die ersten acht Hamburger Punkte nahezu im Alleingang. Für zusätzlichen Auftrieb sorgte die Rückkehr von Osaro Rich, der nach neunwöchiger Verletzungspause sein Comeback feierte und sofort wieder als defensiver Motor zur Sache ging. Derweil arbeitete sich LJ Thorpe geduldig zum Brett. Ein Dreier von Zsombor Maronka brachte die Hamburger erstmals mit fünf Punkten in Führung (12:17). Doch die spanischen Gastgeber ließen sich nicht so leicht abschütteln. Am Ende war es erneut Perrin, der fast schon akrobatisch dafür sorgte, dass die Towers mit einer knappen Führung in die erste Pause gingen (19:20).
Im zweiten Viertel kamen die Spanier, allen voran Manresas Hugo Benitez,  mit deutlich mehr Energie auf das Spielfeld zurück. Ein schneller Run des Guards brachte den Hausherren die Führung zurück (26:22). Head Coach Benka Barloschky reagierte umgehend mit einer Auszeit – und diese zeigte Wirkung: Stück für Stück kämpften sich die Towers, unter anderem durch einen Dreier von Niklas Wimberg, zurück. Doch danach verloren die Hamburger zunehmend ihre Energie. Manresa nutzte diese Schwächephase konsequent aus und setzte sich zweistellig ab. Hinzu kamen Abstimmungsprobleme in der Hamburger Defense. Als Resultat leuchtete zur Halbzeit ein 50:39 Rückstand auf der Anzeige.

Auch nach dem Seitenwechsel wollte sich die Hamburger Energie aus dem ersten Viertel nicht wieder einstellen. Die Hanseaten fanden nur schwer zurück ins Spiel, Ballverluste schlichen sich ein und auch beim Rebound fehlte es nun an Durchsetzungskraft. Trotzdem ließen die Towers ihre Identität immer wieder durch gute Teamaktionen aufblitzen, fanden an der Freiwurflinie aber kaum Belohnung für ihre Mühe. Für ein Hamburger Highlight sorgte Zacharie Perrin mit einem kraftvollen Dunk, doch die spanische Antwort ließ nicht lange auf sich warten. So ging es mit einem deutlichen Rückstand von 78:58 ins letzte Viertel. In einem foulbedingt viel unterbrochenen Spiel, spielten die spanischen Gastgeber gegen sichtlich frustrierte Towers nun frei auf. Dennoch setzten die Hamburger immer wieder kleine Lichtblicke durch Aktionen zum Korb, verhindern ließ sich die Niederlage dadurch aber nicht. So stand nach 40 intensiven Minuten ein deutlicher 99:72-Endstand auf der Anzeigetafel.

 Stats: Thorpe (9, 8 Ast.), Rich (3, 2 Ast.) Maronka (4, 4 Reb.), Müller, Grey (2), Breunig (10), Wimberg (9), Daniels, Ogbe (4, 4 Ast.), Turudić (4, 4 Reb.), Perrin (20, 5 Reb.)