Basketballspieler in blau-schwarzen Trikots mit den Namen 'Perrin' und 'Grey' sitzen im Kreis, Trainer spricht zu ihnen in der Halle.

Towers brechen gegen Bamberg ein

Die Veolia Towers verlieren das Duell gegen die BMA365 Bamberg Baskets deutlich mit 71:101. Bei der elften Saisonniederlage können die Hamburger ihre zahlreichen Chancen nur ungenügend nutzen. Niklas Wimberg wird mit 14 Punkten Topscorer.

Benka Barloschky: „Wir haben eine ganz vernünftige Halbzeit gespielt. Uns viele Möglichkeiten am Ring erarbeitet, vor allem durch offensive Rebounds. Aber wir hatten überhaupt keine Durchschlagskraft. Da müssen wir uns einfach belohnen. Wenn wir so eine Halbzeit spielen, dann müssten wir eigentlich mit 10, 15 Punkten führen. In der zweiten Halbzeit ist das Spiel natürlich nicht gut gestartet, wir hatten nicht genug Energie. Und dann sind wir aktuell einfach nicht in der Lage, dagegenzuhalten. Wir sind nicht gefestigt genug. Das ist die Wahrheit.“

Niklas Wimberg: „In der ersten Halbzeit war die Energie da. In der zweiten konnten wir den Funken einfach nicht entfachen. Wir sind schlecht gestartet, es war auch katastrophal von mir. Und dann brechen wir weg. Es ist eine schlechte Sequenz, die uns das ganze Spiel versaut. Das frustriert.“

Kenneth Ogbe: „Es ist total frustrierend. Wir haben in der ersten Halbzeit alles reingeworfen, mit viel Energie gespielt und die Halle mitgenommen. Eigentlich sah das nicht schlecht aus. Aber in der zweiten Hälfte konnten wir nichts mehr davon auf das Feld bringen. Wir hatten uns vorgenommen, einfach für 40 Minuten zu kämpfen. Und das hat nicht geklappt.“

Noch bevor es richtig losging, heizten die 3069 Fans in der Inselpark Arena dem Team mit einer kleinen Klatschpappen-Choreo ein. Das Feuer übertrug sich direkt auf das Feld, allerdings nicht wie erhofft. Head Coach Benka Barloschky kassierte nach nicht einmal 90 Sekunden ein technisches Foul, ungleich später lag Bamberg bereits zweistellig in Führung. Die Veolia Towers aber kämpften sich ins Spiel, konnten den Rückstand bis auf vier Zähler reduzieren. Ehe zwei Ballverluste das Momentum noch vor der Viertelpause (18:24) wieder ins Stocken brachten. Zu Beginn des zweiten Abschnitts konnten sich die Bamberger wieder absetzen. Die Partie wurde zunehmend körperlicher – und verlor deutlich an Übersichtlichkeit. Während auf den Rängen die Emotionen hochkochten, behielt vor allem einer den Überblick: Kenneth Ogbe. Der Forward war in nahezu jede Aktion verwickelt. Mit einem Dunk von Zacharie Perrin sowie anschließendem Dreier durch Niklas Wimberg schlossen die Hamburger auf einen Punkt auf.  Die Schlussphase der ersten Halbzeit gehörte aber einmal mehr den Bambergern, die sich zur Pause wieder auf 36:43 absetzen konnten.

Die zweite Halbzeit war gerade einmal 45 Sekunden alt, da kassierte Kapitän Benedikt Turudić sein viertes Foul. Und musste auf der Bank neben LJ Thorpe Platz neben. Der US-Guard hatte sich bereits zu Beginn der Partie verletzt und kehrte bis zum Schluss nicht mehr zurück. Die Gäste übernahmen zunehmend das Spielgeschehen. Der Rückstand wuchs bis auf 25 Punkte an. Und die Optionen der Hamburger wurden zusehends weniger. Auch JP Tokoto und Kenneth Ogbe erhielten ihre vierte Verwarnung. Zum Ende des dritten Viertels leuchtete ein bedrohliches 51:73 von der Anzeigetafel auf das Parkett herunter. Es waren noch keine drei Minuten im Schlussviertel gespielt, da hatten die beiden Forwards ihr letztes Foul für eine vermeintliche Aufholjagd gegeben. So übernahm Nelson Martin für die verbliebenen Spielzeit den Aufbau. Insgesamt 14:44 Minuten stand der erst 19-Jährige insgesamt auf dem Parkett – neuer Bestwert. Mit 5 Punkten und 3 Assists lieferte er in der bislang schwersten Saisonphase – die in der 71:101-Niederlage ihren Ausdruck fand – immerhin einen kleinen Lichtblick.

Stats: Thorpe, Maronka (7, 5 Reb., 3 Ast., 3 Stl.), Müller, Tokoto (3), Grey (5, 6 Reb., 3 Ast.), Martin (5, 3 Ast.), Wimberg (14), Edler-Davis (8, 5 Reb.), Ogbe (6, 6 Reb.), Reed (6), Turudic (4), Perrin (13, 12 Reb.)