Zwei Basketballspieler auf dem Spielfeld, einer mit Tattoos und Trikot mit BBL-Logo, der andere mit schwarzem Trikot und der Nummer 5

Towers bekommen Trier nicht gestoppt

Die Veolia Towers unterliegen dem Aufsteiger VET-CONCEPT Gladiators Trier mit 101:92. Ab dem zweiten Viertel bekommen die Hamburger defensiv zu wenig Zugriff auf die Partie. Devon Daniels wird mit 24 Punkten Topscorer. Bereits am Sonntag kommt es in der Hansestadt zum Rückspiel.

Benka Barloschky: „Glückwunsch an die Trierer, sie haben ein sehr gutes Spiel gespielt und am Ende verdient gewonnen. Wir hatten das Spiel im dritten Viertel einmal da, wo wir es haben wollten, konnten dann aber nicht entscheidend dranbleiben. Am Ende waren wir vielleicht zu undiszipliniert im defensiven Gameplan und haben die Dreierlinie aufgemacht. Dort hat Trier heute eine starke Quote getroffen. Es lag aber auch daran, dass wir bei den Spielern falsch rotiert haben – das müssen wir uns angucken. Wir müssen gucken, dass wir offensiv den Ball besser bewegen, um einfach mehr Energie zu haben, auch für die Defensive. Es gibt aber auch vieles, auf dem wir für Sonntag aufbauen können.“

Kenneth Ogbe: „Es ist nicht so einfach, gleich immer nach dem Spiel auszumachen, was zur Niederlage geführt hat. Aber klar, unsere Eins-gegen-Eins-Verteidigung war nicht so, wie wir sie wollten. Trier ist zu einfach zum Korb gekommen und wir mussten zu viel rotieren. Und das führt letztendlich zu vielen, auch offenen, Dreiern. Und wenn sie den mal nicht getroffen haben, dann waren da noch die zweiten Chancen. Gefühlt haben sie sich jeden Offensivrebound geholt. Und das macht es dann sehr schwer. Es ist jetzt ein bisschen komisch, dass wir so schnell wieder aufeinandertreffen. Gut ist, dass wir das Spiel noch frisch in den Köpfen haben werden und wissen, was wir besser machen müssen.“

Die VET-CONCEPT Gladiators Trier taten zu Beginn genau das, was von ihnen zu erwarten war. Sie drückten aufs Tempo und trafen gleich zweimal aus der Distanz. Die Veolia Towers ihrerseits versuchten, das Spielgeschehen zu verlangsamen und, wann immer möglich, ins Halbfeld zu zwingen. Und gerieten damit zunächst einmal leicht ins Hintertreffen. Deutlich besser lief es, als die dann eingewechselten LJ Thorpe und Devon Daniels Fahrt aufnahmen – und einen 7:0-Lauf initiierten, der den Hamburgern die erste Führung einbrachte. Dass Martin Breunig nach knapp acht Minuten verletzungsbedingt aus der Partie ausschied, versetzte den Hanseaten anschließend jedoch einen ersten Dämpfer. Mit viel Biss und einer eingestreuten Ganzfeldpresse sowie einem Dreier von Rückkehrer Zsombor Maronka, verteidigten die Schützlinge von Head Coach Benka Barloschky ihr Plus allerdings eifrig. Ein Korbleger von Devon Daniels zur Sirene besorgte den 23:25-Zwischenstand.

Im Gleichschritt ging es nach der Viertelpause weiter, ehe eine weitere Verletzung – Triers Ashworth knickte unglücklich um – für eine Zwangsunterbrechung sorgte. Nicht einmal 90 Sekunden später folgte die nächste: Benka Barloschky antwortete mit einer Auszeit auf einen Fastbreak-Dreier der Gladiators und erstickte damit ein sich anbahnendes Momentum im Keim. Stattdessen waren es die Veolia Towers, die sich mit knallharter Verteidigung wieder in Führung arbeiteten. Ein 11:0-Lauf der Gastgeber, begünstigt durch ser Unaufmerksamkeiten, stellte kurz vor der Halbzeitpause den bisherigen Verlauf jedoch urplötzlich auf den Kopf. Immerhin: Mit einem Dreier zum 55:48-Halbzeitstand sorgten LJ Thorpe für einen halbwegs versöhnlichen Abschluss der ersten Hälfte.

Nach dem Seitenwechsel ging es direkt munter weiter. In den Augen von Benka Barloschky etwas zu munter. Gerade einmal 109 Sekunden waren wieder gespielt, Trier lag erstmals zweistellig vorn, da nahm Hamburgs Cheftrainer die nächste Auszeit. Zwei Ballgewinne, die jeweils direkt in einen freien Dunk verwandelt werden konnten, zeigten, dass sich die Hanseaten aber noch längst nicht aufgegeben hatten. Ein von Kenneth Ogbe durch den Ring gestopftes Drei-Punkt-Spiel ließ die Towers bis auf drei Zähler anschließen. Weil allerdings in der Folge drei Angriffe ungenutzt blieben, Trier jedoch mit jedem Abschluss punkten konnte, fand die Aufholjagd erst einmal ein Ende. Allerdings nur kurz: Dank eines Wahnsinns-Buzzerbeaters von LJ Thorpe von der eigenen Freiwurflinie waren die Hamburger pünktlich zum Schlussviertel auf 76:74 dran.

Einen weiteren Führungswechsel konnten die Hanseaten aber nicht herbeiführen. Stattdessen zogen die Gladiators mit einem 7:0-Lauf wieder davon, sodass die Towers gut daran taten, zur nächsten Auszeit zu greifen. Zwei weitere Daniels-Punkte waren in dieser Phase wichtig, konnten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Veolia Towers in der Defensive nur noch wenig Zugriff fanden. Ohne die notwendigen Stopps wurde der Rückstand wieder zweistellig. Die noch verbliebenen 158 Sekunden genügten nicht, um die Partie noch einmal entscheidend zu drehen. Die letzte Trierer Aktion, ein Zug durch die komplette Towers-Defensive, der in einem freien Dunk endete, war letztendlich sinnbildlich für das, was zur 101:92-Niederlage geführt hatte. Immerhin: Schon am Sonntag (22.03., 18 Uhr – hier Tickets sichern) kommt es zum Rückspiel.

Stats: Thorpe (19, 4 Reb., 4 Ast.), Rich (9), Maronka (4), Grey (5), Breunig (2), Wimberg (7, 4 Reb.), Daniels (24, 5 Reb.), Ogbe (12), Gamble II (4), Williams (4), Turudic (2, 3 Reb., 3 Ast.)