Towers ringen SKYLINERS nieder

Nach einem verschlafenen Start arbeiten sich die Veolia Towers zurück ins Spiel und belohnen sich mit einem 78:82-Sieg über die SKYLINERS in Frankfurt. Devon Daniels wird mit 25 Punkten Hamburger Topscorer, Zacharie Perrin erzielt einen Double-Double.

Benka Barloschky: „Ein wichtiger Sieg für uns! Es ist immer unfassbar schwer in Frankfurt zu spielen und ich habe sehr viel Respekt für die Art und Weise wie Frankfurt spielt. Dieser Sieg heute war extrem harte Arbeit. Deshalb bin ich froh, dass wir am Ende genau die Plays gemacht haben, die wir gebraucht haben, um das Spiel zu gewinnen und konsequent den Rebound geholt haben. Dieser Sieg ist für unsere Moral, unser Durchsetzungsvermögen und den nächsten Schritt!“

Devon Daniels: „Wir wachsen als Gruppe immer mehr zusammen und richten unseren Fokus auf das, was der Trainerstab während der Woche betont. Dieser Sieg ist ein Teil dieses Prozesses.“

Zacharie Perrin: „Wir konnten einen weiteren wichtigen Sieg einfahren. Auswärts zu spielen ist immer schwer. Im dritten Viertel haben wir zu viele gegnerische Rebounds zugelassen, aber die Kontrolle im letzten Viertel zurückerlangt – das war wichtig. Jetzt werden wir den Sieg genießen und dann bereit für unsere nächste Aufgabe sein.“

Mit zwei Siegen im Rücken reist es sich bekanntlich leichter. Dennoch musste Cheftrainer Benka Barloschky weiterhin auf einen vollständigen Kader verzichten: Zsombor Maronka fehlte bei der Reise nach Frankfurt weiterhin verletzungsbedingt (Sprunggelenk). Dort sollte der Beginn des Spiels zunächst den Gastgebern gehören. Ganze vier Minuten dauerte es, bis Devon Daniels erste Zähler auf die Anzeige packte. Ex-Tower William Christmas hingegen ließ sich nicht lange bitten und brachte die Gastgeber schnell in Führung. Head Coach Benka Barloschky sorgte per Auszeit für den Weckruf – und der zeigte Wirkung! Deutlich organisierter hefteten sich die Hamburger, angeführt von Devon Daniels, an Frankfurts Fersen und ließen den Rückstand in Windeseile schmelzen. Die Veolia Towers arbeiteten sich in die Partie hinein und sicherten sich nach einem von Turnovern geprägten ersten Viertel die knappe 16:18-Führung. Osaro Rich meldete die Hamburger zu Beginn des zweiten Viertels mit einem erfolgreichen Dreier zurück, leitete damit einen 9-Punkte-Run ein und zwang die SKYLINERS so zur frühen Auszeit.  Vor allem unter dem Brett zeigten die Hanseaten nun Kampfgeist, sicherten sich an beide Enden des Spielfeldes wichtige Rebounds (22), ließen ganze vier Minuten lang keine Frankfurter Punkte zu und gingen so erstmal zweistellig in Front (16:26). Nun, vollends im Spiel, rissen die Hamburger die Partie an sich und konnten mit einer 28:35-Führung in die Kabine gehen.

Nach dem Seitenwechsel schien sich die Geschichte mit einem besseren Start für die Gastgeber zunächst wiederholen zu wollen. Ross Williams und Osaro Rich hatten mit zwei schnellen Dreiern in Folge allerdings die passende Hamburger Antwort parat. In einem ausgeglichenen wie physischen dritten Durchgang trieben LJ Thorpe und Devon Daniels das Spieltempo noch einmal höher und setzten damit bei spielfreudigen Towers weitere Energie frei. Mit der höheren Geschwindigkeit schlichen sich allerdings auch Fehler in das Hamburger Spiel, die umgehend von bissigen SKYLINERS bestraft wurden. Frankfurts William Christmas läutete mit dem Dreier zur Viertelsirene und dem damit verbundenen Ausgleich frühzeitig die Crunchtime ein (56:56). In einer nun kochenden Arena lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, schnell ging es von einer Seite des Spielfeldes zur anderen. Zacharie Perrin ließ es sich dabei nicht nehmen, den Frankfurter Korbanlagen krachend einen Qualitätstest zu unterziehen. Ihrer Team-DNA treu bleibend, mobilisierten die Veolia Towers noch einmal letzte Kräfte. Einfach machten es ihnen die SKYLINERS allerdings nicht, hatten auf jede Hamburger Aktion die passende Reaktion parat. Doch die Hamburger behielten den kühleren Kopf, vor allem Devon Daniels und Zacharie Perrin, die immer wieder mit wichtigen Punkten zur Stelle waren. Am Ende können die Veolia Towers das Spiel von der Freiwurflinie entscheiden und sichern sich damit den dritten Sieg in Folge.

Stats: Thorpe (12, 5 Ast.), Rich (3, 5 Reb.), Müller, Grey (2), Breunig (2, 5 Reb.), Wimberg (2), Daniels (25), Ogbe (8, 5 Reb.), Williams (12), Turudić (2), Perrin (14, 11 Reb.)