On the Road – Fakten: #CHEHAM
Am Freitag (03.10.) absolvieren die Veolia Towers ihr erstes Auswärtsspiel der Saison bei den NINERS Chemnitz. Die Sachsen zählen zu den gleichermaßen beliebtesten, wie unbeliebtesten Gegnern der Hamburger. Tipoff in der Messe Chemnitz ist um 15 Uhr – Dyn überträgt live.
In der Vergangenheit wurde bereits viel geschrieben: vom Derby-Charakter, einer Beziehung, Freindschaft genannt, die nicht Freund und nicht Feind sein will – oder kann. Allerdings ist die Idee, Spiele zwischen den Veolia Towers und den NINERS Chemnitz wortwörtlich in ein Korsett pressen zu wollen, nicht die beste. Zu lang ist die gemeinsame Historie, zu besonders die Geschichten, die in jedem Aufeinandertreffen wieder neu geschrieben werden.
Nennenswert
- 25 Duelle haben die Klubs bereits ausgetragen – in der ewigen Bilanz (9:16) haben die Chemnitzer die Nase vorn
- Seit dem Aufstieg der NINERS im Jahr 2020 konnten die Hamburger lediglich ein Spiel in der drittgrößten Stadt Sachsens gewinnen
- Hamburgs Niklas Wimberg trug von 2019 bis 2022 das Trikot der Chemnitzer, Chemnitz Kevin Yebo lief ersten BBL-Jahr (19/20) für die Towers auf
- Pünktlich zum Saisonstart haben die NINERS ihren Cheftrainer Rodrigo Pastore mit einer Vertragsverlängerung bis 2028 ausgestattet – und das eine Woche nach seinem 53. Geburtstag
Personal-Update
Mit Niklas Wimberg (gebrochener Finger) und Osaro Rich (gebrochener Arm) fehlen den Veolia Towers bis auf Weiteres zwei deutsche Leistungsträger. Die durch die Verletzung von Rich kurzfristig entstandene Lücke soll zunächst aus den eigenen Reihen geschlossen werden – heißt: mehr Spielzeit für die Talente Jared Grey und Janne Müller.
Doch nicht nur auf den deutschen Positionen ist für Head Coach Benka Barloschky Improvisationstalent gefragt. Da aufgrund der 6+6-Regel maximal sechs Importspieler aufgestellt werden dürfen, muss gezwungenermaßen ein Profi aussetzen. Im Pokal-Spiel gegen Bamberg fiel die Entscheidung auf Carlos Stewart – der in den folgenden zwei Partien mit jeweils 21 Punkten brillierte. Beim Liga-Auftakt gegen den MBC pausierte Zsombor Maronka.
Gegner-Insights
Auch die NINERS Chemnitz plagen derzeit Personalprobleme. Einerseits aus der Kategorie Luxus: Denn die Sachsen haben gleich acht Importspieler im Aufgebot, sodass immer zwei Akteure pro Partie zum Zuschauen gezwungen sind. Andererseits aus der Kategorie Verletzung: Mit Julian Steinfeld (Knie) und Roman Bedime (Schulter) sind zwei deutsche Rotationsspieler angeschlagen. Was in Summe dazu führte, dass Pastore den Saisonauftakt in Ulm mit nur acht Mann bestritt.
Trotz Großumbruch im Sommer zählen die NINERS wieder zum engsten Favoritenkreis auf die vorderen Tabellenplätze. Grund dafür sind: die Neuzugänge. Kevin Yebo, mittlerweile das Gesicht der Sachsen, bekam nicht nur Streetball-Kollege Kostja Mushidi an die Seite gestellt, sondern auch Vorvorjahres Teamkollege Kaza Kajami-Keane – dazu mit Ex-Weißenfelser Ty Brewer und Nike Sibande zwei spektakuläre Athleten sowie mit Amadou Sow und John Newman zwei begnadete Verteidiger.
Übertragung Den BBL-Kracher zwischen Chemnitz und Hamburg zeigt Dyn, wie auch alle anderen Partien der easyCredit BBL, live oder on demand – hier geht’s zur Übertragung. Kommentiert wird von Fabrice Kao.
