Ohne Durchschlagskraft in Rostock
Die Veolia Towers verlieren das Testspiel in Rostock mit 94:83. Gegen die ROSTOCK SEAWOLVES fehlte es den Hamburgern an offensiver Durchschlagskraft. LJ Thorpe wird mit 17 Punkten Topscorer.
Nachdem sich die Veolia Towers Hamburg vergangene Woche mit einem feurigen Season Opener bei ihren heimischen Fans vorstellen durften, führte das Testprogramm das Team von Benka Barloschky an die Ostsee. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit begann das Spiel gegen die ROSTOCK SEAWOLVES rasant. Zacharie Perrin setzte mit einem krachenden Dunking nach Pass von Justin Edler-Davis ein erstes Hamburger Ausrufezeichen kurz nach Tip-Off. Einschüchtern ließen sich die Gastgeber davon allerdings nicht, sondern antworteten stattdessen mit einem schnellen Dreier. Die Towers hingegen blieben zunächst ohne Wurfglück von außen und gerieten so in den Rückstand. Ein Block von Benedikt Turudić sowie ein And-One von Kenneth Ogbe stellten kurzweilig auf 16:16, konnten aber nicht verhindern, dass die Gastgeber dank ihrer Dreierquote (56%) kurz vor der Viertelpause erneut in Führung gehen konnten (26:21). Auch im zweiten Viertel wollte der Hamburger Wurf, trotz gut herausgespielter Aktionen, nicht fallen. Einen Umstand, den die SEAWOLVES konsequent für sich nutzten, wodurch die Towers erstmals zweistellig in Rückstand gerieten. Hoffnung machte kurz darauf LJ Thorpe, der sein Team mit fünf Punkten in Serie wieder heranführte (45:30).
Doch insgesamt taten sich die Towers weiter schwer. Gegen physische Rostocker wussten die Hanseaten sich immer wieder zum Korb durchzusetzen, wurden durch den Gang an die Linie auch belohnt, konnten daraus aber kaum Kapital schlagen (12/21). Als Resultat leuchtet zur Pause ein 51:40-Rückstand auf der Anzeige.



Nach der Halbzeitpause kehrte das Team von Benka Barloschky mit neuer Energie aus der Kabine auf das Spielfeld zurück und konnte durch eine konsequente Defensive immer wieder Ballgewinne generieren (13 Steals). Doch der Wurf wollte sich weiterhin nicht einstellen. Wie bereits in der ersten Halbzeit ließen die Hanseaten an der Freiwurflinie zu viele Chancen liegen, während die SEAWOLVES von außen eiskalt blieben. Trotzdem zeigten die Towers weiterhin Willenskraft, konnten die Hypothek zwischenzeitig auf sechs Zähler drücken (58:52). Carlos Stewart war mit wichtigen Punkten für sein Team zur Stelle, doch die Hausherren hatten bis zum Viertelende auf jede Hamburger Aktion die passende Antwort parat (71:61). Auch in den letzten zehn Spielminuten arbeiteten die Veolia Towers weiterhin mit guten Aktionen gegen den Rückstand an, ließen sich von der wachsenden Körperlichkeit auf dem Spielfeld nicht aus der Ruhe bringen und zwangen ihre Gegner immer wieder zu Fehlern. Die Rostocker Gastgeber ließen allerdings nichts mehr anbrennen und unterbanden jegliches Hamburger Momentum mit einem erfolgreichen Wurf von außen. So endet der Ausflug an die Ostsee mit einer 94:83-Niederlage für die Veolia Towers Hamburg.
Benka Barloschky: „Wir hatten heute keine Durchschlagskraft in der Offensive. Wir haben uns immer wieder gute Aktionen erarbeitet, konnten aber nicht scoren. Dafür hat uns Rostock, nicht zuletzt mit einer überragenden Trefferquote bestraft. Mit der Physis sind wir gut umgegangen, haben deutlich weniger Turnover gemacht als unsere Gastgeber (20/9). Wir haben vieles, worüber wir glücklich sein können, haben gleichzeitig unsere Chancen von der Freiwurflinie aber nicht genutzt. Das ist ein Thema, was wir uns nun angucken müssen.“
Stats: Stewart (13, 2 Ast.), Thorpe (17, 2 Ast.), Rich (5), Maronka (2, 2 Reb.), Müller, Grey (7, 3 Reb.), Edler-Davis (10, 4 Reb.), Ogbe (11, 3 Reb.), Reed (5, 4 Stl.), Turudić (7, 5 Reb., 2 Ast.), Perrin (6, 4 Reb.)
