Nachwuchs-Roundup: Sportlicher Jahresanfang
Die JBBL startet in Berlin sportlich sowie erfolgreich in das neue Jahr. Die NBBL verliert auch das zweite Stadtderby knapp mit 77:75. Kooperationspartner SC Rist Wedel verliert in Bernau.
Zum Jahresbeginn reiste die JBBL des Hamburg Towers e.V. zum alljährlichen Winter Cup in Berlin und absolvierte von Freitag bis Sonntag drei Spiele gegen internationale Teams. Mit einem 14-köpfigen Kader nutzte die Mannschaft das Turnier gezielt als Vorbereitung auf die weitere Hauptrunde.



Zum Auftakt am Freitag gelang dem Team von Leo Aris ein deutlicher Sieg gegen WWK Wroclaw. In einem sehr physischen Spiel tat sich das Team zunächst schwer, passte sich jedoch schnell an und konnte im weiteren Verlauf die eigenen Stärken zunehmend durchsetzen. Am Samstag wartete mit Maccabi Tel Aviv ein Gegner von hohem Niveau. In einer intensiven Partie auf Augenhöhe überzeugte das Team über weite Strecken mit guter Verteidigung und offensivem Flow. In der zweiten Halbzeit gelang es jedoch nicht, das hohe Level über die gesamte Spielzeit zu halten, sodass man sich am Ende geschlagen geben musste. Zum Abschluss am Sonntag folgte im Spiel um Platz drei ein beeindruckender Auftritt gegen ALBA Berlin. Von Beginn an agierte die Mannschaft dominant, verteidigte extrem geschlossen und zwang den Gegner durch starke Kommunikation und Teamdefense immer wieder zu Shotclock-Verletzungen. Die klare Leistungssteigerung in den defensiven Abläufen, ein zentrales Trainingsziel der vergangenen Wochen, zahlte sich dabei sichtbar aus und führte zu einem deutlichen Sieg.
„Der Winter Cup war für uns insgesamt eine sehr wertvolle Erfahrung. Alle Spieler kamen zum Einsatz, konnten wichtige Erfahrungen sammeln. Wir haben das Turnier genutzt, um als Team nochmal ein Stück enger zusammenzuwachsen und um uns spielerisch weiterzuentwickeln.“, resümierte Head Coach Leo Aris abschließend.
NBBL – knappe Niederlage beim Stadtderby
Auch im zweiten Stadtderby gegen die NTSV Wildcats musste sich die NBBL des Hamburg Towers e.V. knapp geschlagen geben. Dabei zeigte die Mannschaft von Head Coach Marian Schick in der ersten Halbzeit eine ordentliche Leistung, bewegte den Ball gut und kam dadurch immer wieder zu offenen Würfen. Mit 47 erzielten Punkten wirkte die Offensive kontrolliert und variabel, sodass die Towers zur Pause noch gut im Spiel waren.
Nach dem Seitenwechsel verlor das Team jedoch zunehmend den Rhythmus. Im dritten Viertel gelangen nur noch zehn Punkte, während die Wildcats das Spiel drehte und sich Schritt für Schritt absetzte. Aus einer Führung wurde innerhalb weniger Minuten ein deutlicher Rückstand. Zwar kämpften sich die Towers noch einmal heran, doch die Zeit reichte nicht mehr, um die Partie komplett zu drehen.
„Leider hat uns heute Konstanz über 40 Minuten gefehlt. Während defensiv in der ersten Halbzeit noch vieles funktioniert hat, haben wir über das gesamte Spiel hinweg kein Mittel gegen die physische Präsenz der Wildcats gefunden. Als wir dann in der zweiten Halbzeit auch unseren offensiven Flow verloren haben, ist uns das Spiel aus der Hand geglitten.“, fasste Marian Schick zusammen.

Beschwerliche Anreise und Niederlage in Bernau
Nach einer durch Schnee und Schneesturm erschwerten Anreise verlor der SC Rist Wedel sein erstes Spiel des neuen Jahres in der 2. Bundesliga ProB beim SSV Lokomotive Bernau mit 75:94. Trainer Hamed Attarbashi berichtete von „einer beschwerlichen Anreise, mit viel Schnee und Schneesturm“, wollte dies aber „keinesfalls als Entschuldigung“ gelten lassen. Stattdessen lobte er den Gegner: „Die Bernauer haben sehr, sehr gut getroffen, vor allem bei ihren Dreierwürfen – und sie haben auch wirklich schwere Bälle versenkt, das erkennen wir neidlos an.“ Die Wedeler hielten im ersten Viertel gut mit, doch nach dem 28:28 zogen die Hausherren davon. Attarbashi stellte fest: „Die Bernauer haben gezeigt, warum sie Tabellen-Zweiter sind“, zumal sie „in Bestbesetzung antreten und viel durchwechseln konnten“. Trotz zwischenzeitlicher 19-Punkte-Rückstände kämpfte sich Wedel mehrfach heran. Attarbashi lobte den Einsatz seines Teams, das „phasenweise gut gespielt und einem starken Gegner ordentlich Paroli geboten“ habe.

Besonders erfreulich war der Auftritt von Janne Müller, der erstmals bester Wedeler Punktesammler wurde. Zudem hob Attarbashi „alle unsere jungen Akteure im Kader, die wieder viel Spielzeit bekommen haben“, hervor. Auch nach der Niederlage zog der Trainer ein positives Fazit: „Wir haben uns gegen die sehr aggressive Verteidigung der Bernauer gut bewegt und eine hohe Intensität an den Tag gelegt, die wir auch in den kommenden Spielen zeigen wollen.“
Zum gesamten Spielbericht geht es hier.
