Nachwuchs-Roundup: JBBL und NBBL mit deutlichen Siegen, SC Rist Wedel verliert gegen Schwelm
Die JBBL des Hamburg Towers e.V. hat am Wochenende einen souveränen 104:32-Heimerfolg gegen die Rostock Seawolves Academy gefeiert und damit den nächsten Entwicklungsschritt gemacht. Die NBBL sichert sich bei den Young Rasta Dragons ebenfalls einen deutlichen 75:106-Auswärtssieg. SC Rist Wedel verliert gegen die EN Baskets Schwelm
Die Towers starteten mit viel Energie, sorgten defensiv konstant für Druck und fanden offensiv immer wieder einfache Lösungen. Der Fokus lag auf Teamplay und einer klaren Identität. Das Team von Leo Aris nutzten das Spiel, um weiter an den Inhalten zu arbeiten, die unter der Woche trainiert wurden.
„Wir haben heute das erste Mal ohne Danny Egbe gespielt. Natürlich waren vorher die Erwartungen da, wie wir ohne ihn aussehen und wer mehr Verantwortung übernimmt“, so Aris. „Aber es lief alles bestens. Die Spieler haben gesammelt als Team Verantwortung übernommen.“
Defensiv ließen die Wilhelmsburger in drei Vierteln weniger als zehn Punkte zu und dominierten auch am Brett deutlich. „Ich glaube, dass wir den nächsten Schritt gemacht haben, als Team weiter an den Sachen gearbeitet haben, die wir im Training thematisieren“, so Aris weiter. „Alle haben ihren fairen Anteil an Minuten bekommen – das Ergebnis spricht am Ende für sich.“



Deutlicher Auswärtssieg für die NBBL
Die NBBL des Hamburg Towers e.V. meldete sich am Sonntag eindrucksvoll zurück und feierten bei den Young RASTA DRAGONS einen deutlichen 75:106-Auswärtssieg. Nach der bitteren Niederlage in Bremerhaven lieferte das Team von Cheftrainer Marian Schick damit die gewünschte Antwort. Mit nur neun einsatzfähigen Spielern starteten die Towers konzentriert in die Begegnung und erwischten die Dragons zunächst eiskalt. Ein früher Lauf zum 3:13 setzte das erste Ausrufezeichen. Dennoch endete das Auftaktviertel nur knapp mit 25:24. Darauf reagierten die Wilhelmsburger umgehend, überzeugten dann deutlich in der Offensive mit einem guten und konzentrierteren Zug zum Korb.

Nach der Pause fanden die Towers dann vollends in ihren Rhythmus und rissen das Spiel so an sich. Die Verteidigung wurde angepasst, Matchups klarer kommuniziert und insgesamt deutlich konsequenter umgesetzt. „Am Ende war es ein völlig verdienter Sieg“, so die Einschätzung von Schick, „jetzt liegt unser Fokus darauf, in den kommenden Tagen und Wochen noch präziser zu werden, taktische Inhalte schneller und sauberer umzusetzen, um auch die nächsten Aufgaben erfolgreich bestreiten zu können.“
Niederlage gegen Schwelm: „Wir waren nicht bereit!“
Die Trommler des Fanclubs „Yalla Risters“ und die Fans unterstützten den SC Rist Wedel lautstark – doch am Ende setzte es mit 56:89 gegen die EN Baskets Schwelm eine klare Niederlage. „Aber leider konnten wir ihnen dieses Mal nichts wiedergeben“, sagte Kapitän Linus Hoffmann. Trainer Hamed Attarbashi fand deutliche Worte: „Wir waren heute einfach schlecht, der Gegner war uns in allen Belangen überlegen.“ Schon früh lagen die Wedeler deutlich zurück, da einfache Chancen vergeben wurden und Schwelm konsequent punktete.
„Wir waren heute nicht bereit“, stellte Hoffmann fest. Nach dem starken Sieg in Essen sei wohl „das Gefühl gehabt worden, es würde von alleine so weiterlaufen“. Für ihn war klar: „Wir sind immer noch ein junges, unerfahrenes Team, das sich seine Siege hart erarbeiten muss.“ Gegen Schwelm habe man „den Gegner auf die leichte Schulter genommen und vergessen, wer wir sind.“

Auch fehlendes Glück oder Terminprobleme wollte niemand als Ausrede gelten lassen. Niklas Krause analysierte: „Wir müssen keine Ausreden suchen – heute hat uns die nötige Energie gefehlt.“ Dass die Fans ihn zum „Spieler des Spiels“ wählten, war für ihn nur ein kleiner Trost: „Wir sind immer zwei, drei Schritte zu spät gekommen.“
Nun hoffen die Wedeler auf Wiedergutmachung im kommenden Heimspiel gegen die Iserlohn Kangaroos. Hoffmann sieht darin auch etwas Positives: „Es ist gut, dass wir jetzt wieder ein Heimspiel haben und unseren Fans zeigen können, dass wir es besser können.“
