Zwei Basketballspieler springen zum Ball am Korb, einer in gelber, einer in schwarzer Spielkleidung mit der Aufschrift 'Hamburg'.

Kein Wurfglück in Thessaloniki

Die Veolia Towers Hamburg verlieren in Thessaloniki deutlich mit 98:76. Gegen Aris Thessaloniki Betsson beweisen die Hamburger zwar viel Kampfgeist, doch es mangelt an Wurfglück. Hamburger Topscorer Zacharie Perrin legt ein Double-Double auf.

Benka Barloschky: „Natürlich sind wir nicht glücklich mit solch einer Niederlage. Wir haben uns immer wieder gute Abschlusssituation kreiert, konnten aber nicht punkten. Aris hat derweil gut getroffen. Bei einer solchen Atmosphäre wird es dann schwer, einen solchen Rückstand aufzuholen.“

Zacharie Perrin: „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet, vor allem im ersten Viertel, aber dann haben wir irgendwie unseren Rhythmus verloren. Ehrlich gesagt haben wir uns gute Chancen kreiert, haben unsere Würfe aber einfach nicht getroffen. Dann ist es natürlich schwer, aus einem solchen Rückstand zurückzukehren.  In allen anderen Bereichen haben wir gute Arbeit geleistet. Der Spielplan, den uns die Trainer vorgegeben haben, war sehr solide und gegen diesen Gegner sehr sinnvoll. Jetzt müssen wir uns sammeln und für das Spiel am Sonntag besser werden“

LJ Thorpe: „Ich bin stolz, dass das Team bis zum Schluss gekämpft und nicht aufgegeben hat. Wir machen Fortschritte und werden weiterhin jeden Tag als Team daran arbeiten, das auf dem Feld zu zeigen.“

 

Bei ihrem ersten Auswärtsspiel im BKT EuroCup hielten die griechischen Fans von Aris Thessaloniki Betsson für die Veolia Towers Hamburg eine wahre Papierflut zur Begrüßung bereit. Denn kaum war der Ball für den Tipoff in der Luft, regnete es in der ausverkauften Arena weißes Konfetti. Der dadurch verzögerte Spielstart änderte aber nichts an der Tatsache, dass beide Teams nach Wiederaufnahme des Spiels mit viel Tempo zu Sache gingen. Trotz einer spritzigen Offensive, durch welche die Hamburger sich immer wieder offene Würfe erspielten, konnten die Hanseaten sich vorerst nicht mit erfolgreichen Abschlüssen belohnen. Kenneth Ogbe war es schließlich, der erstmals an dem Abend für die Towers punktete. Es folgte ein „Magic Moment“-würdiger Dunk von Zacharie Perrin nach Assist von LJ Thorpe, welcher die Hamburger kurzeitig in Führung brachte. Trotz der in der Arena herrschenden hitzigen Stimmung, blieben die Towers von außen allerdings leider kalt. Bei den griechischen Gastgebern funktionierte das besser, wodurch die Veolia Towers zum Ende des ersten Viertels sechs Punkte von den Hausherren trennte (20:14). Auch nach der Viertelpause wollte sich das Wurfglück bei den Hamburgern nicht so recht einstellen. Währenddessen bauten die Gastgeber ihren Vorsprung auf erstmals zweistellige Zähler aus. Die Hanseaten zeigten dennoch Kampfgeist, brachten den griechischen Ballvortrag zeitweise durch eine Ganzfeldpresse in Bedrängnis, konnten aber bis zur Halbzeitsirene den Rückstand nicht bedeutend schmälern (45:28).

Nach dem Seitenwechsel liefen die Towers dem Rückstand weiterhin hinterher. Während Aris Thessaloniki Betsson nun auch Big Shots für sich verwandeln konnte, blieb der Hamburger Korb von jenseits der Dreierlinie wie zugenagelt (4/23). Dennoch wurden Kenneth Ogbe und LJ Thorpe nicht müde, sich einen Weg zum Korb zu bahnen und so wichtige Zähler auf die Anzeige zu packen. Jeden Hamburger Versuch den aufgestauten Rückstand zu schmälern, unterbanden die Hausherren mit einer passenden Antwort und so pendelte sich der Rückstand zum Ende des dritten Viertels bei 25-Punkten ein (70:45). In den letzten zehn Spielminuten präsentierten sich die Veolia Towers Hamburg mit neuem Kampfgeist. Mit viel Hamburger Willensstärke erarbeiteten sich die Hanseaten Stops, welche in schnelle Fastbreak-Punkte umgemünzt werden konnten. Youngster Janne Müller kam zu seinen ersten Minuten auf europäischem Parkett und gab Hamburger Fans wenig später mit seinen ersten EuroCup-Punkten Grund zur Freude. Der Rückstand ließ sich aber nicht mehr aufholen und so mussten sich die Veolia Towers Hamburg deutlich mit 98:76 geschlagen geben.

Stats: Stewart, Thorpe (13, 6 Ast.), Maronka (5, 2 Reb.), Müller (3), Tokoto (4), Grey (7, 4 Reb.), Edler-Davis (7), Ogbe (8, 3 Stl., 3 Ast.), Reed (9, 3 Reb.), Turudic (6), Perrin (14, 14 Reb.)