„Ich liebe meinen Job“
Justin Edler-Davis gewann in Rumänien mit CSO Voluntari den Pokal sowie die European North Basketball League. In Hamburg möchte sich der US-Amerikaner nun voll in den Dienst der Mannschaft stellen.
Du spielst deine erste Saison auf deutschem Parkett. Wieso hast du dich für die Veolia Towers entschieden?
Head Coach Benka Barloschky hat mir das Gefühl gegeben, dass er mich in Hamburg haben möchte. Seit ich das erste Mal Kontakt mit ihm hatte, habe ich die Towers verfolgt und versucht, die Spiele zu schauen. Während der Playoffs in Rumänien hat Benka sich eines meiner Spiele angeguckt, das hat mir viel bedeutet. Danach habe ich mit meinem Agenten telefoniert und ihm gesagt, dass ich nach Hamburg gehöre. Ich wollte schon immer mal in Deutschland spielen, habe nur Gutes über Hamburg und die BBL gehört und habe mich sehr gefreut, als ich den Vertrag unterschreiben konnte.
Wie würdest du dich als Spieler beschreiben, wieso hat Benka sich gerade für dich entschieden?
Ich bringe als Spieler eine gewisse Härte mit und habe viel Energie. Ich kann als Gegenspieler sehr unangenehm werden, spiele auch gerne physisch und bin mir für nichts zu schade. Darüber hinaus bin ich sehr variabel und interagiere gerne mit den Fans. Ich liebe meinen Beruf. Diese Leidenschaft motiviert mich jeden Tag besser zu werden und so lange wie möglich auf dem besten Niveau zu spielen.
Erzähl uns ein wenig über dich, wie bist du aufgewachsen?
Ich bin sehr behütet in San Diego aufgewachsen. Meine Mutter, mein kleiner Bruder und ich haben zusammen mit meiner Tante und meinen Cousins bei meiner Großmutter gelebt. Wir haben also alle ein sehr enges Verhältnis zueinander. Schon von klein auf haben wir sehr viel Sport gemacht und alles ausprobiert – über Fußball bis hin zu Baseball. Basketball hat dann aber schnell mein Herz erobert. Ich habe bis zur Highschool mit meinem Bruder zusammengespielt, das war sehr schön. Er hat dann allerdings aufgehört und ist Journalist geworden.
Du bist auf Social Media sehr aktiv und postest regelmäßig Videos. Ist das sowas wie deine zweite Leidenschaft?
Ich versuche regelmäßig zu posten, ja. Ich habe das Gefühl, dass viele einen falschen Eindruck davon haben, was es bedeutet, in Europa Basketball zu spielen. Deshalb versuche ich die Menschen zu Hause aber auch andere Interessierte mit meinen Videos aufzuklären und meinen Alltag zu zeigen.
Es liegt eine erfolgreiche Saison in Rumänien hinter dir. Was sind deine Ziele für die kommende Spielzeit?
Das Gefühl einer gewonnenen Meisterschaft ist noch ganz frisch, das möchte ich nutzen. Ich denke nicht viel über persönliche Statistiken nach. Mein einziges Ziel ist es, den Erwartungen der Coaches gerecht zu werden und alles in meiner Macht Stehende tun, um dem Team zu helfen. Ich möchte mich voll in den Dienst der Mannschaft stellen. Wenn ich das schaffe, dann bin ich glücklich und kann nach jedem Spiel zufrieden nach Hause gehen.
