Johnathan Stove klatscht Mitspieler ab

Hauptrunden-Endspurt startet gegen Bamberg

Am Mittwoch (30.04.) sind die Veolia Towers in der heimischen Inselpark Arena gegen die Bamberg Baskets gefordert. Der einstige Serienmeister verlor zuletzt sechs Spiele in Serie. Spielbeginn ist um 20 Uhr – die letzten Tickets gibt es im Online-Ticketshop.

Es bleibt dabei: Ludwigsburg eignet sich nicht als Reiseziel. Zumindest nicht aus Hamburger Sicht. Punktlos mussten die Veolia Towers am Samstagabend die Rückreise antreten, nachdem sie zuvor die unangenehmen Seiten der Barockstädter zu spüren bekommen hatten. Für eine ausführliche Revue bleibt aber keine Zeit. Denn schon am Mittwoch (30.04.) geht es für das Team von Benka Barloschky zurück auf die Bretter, die die Basketball-Welt bedeuten. Zum Tanz in den Mai haben sich die Bamberg Baskets angekündigt, die in den letzten Wochen allerdings ihren Rhythmus – der sie noch im Februar ins Pokalfinale geführt hat – verloren haben. Im Hinspiel (80:83) lieferten sich beide Mannschaften bereits ein enges Tänzchen. Und dass, obwohl die Hanseaten mit 35 Punkten im dritten Viertel einen deutlichen Schritt schneller unterwegs waren. Für das Rückspiel wollen die Hamburger einen anderen Takt anschlagen. Und bekommen dabei erneut orchestrale Unterstützung von den Rängen – die Inselpark Arena könnte zum neunten Mal in Folge ausverkauft sein.

Kur Kuath, Jordan Barnett und Jaizec Lottie hindern Bamberger Gegenspieler am Korberfolg
Topscorer Jordan Barnett (17), Kur Kuath und Jaizec Lottie waren die Garanten für den 80:83-Erfolg im Hinspiel. | Foto: Daniel Löb

Tipoff im Herzen Wilhelmsburgs ist um 20 Uhr – die letzten Tickets für das Heimspiel gegen den einstigen Serienmeister gibt es ab acht Euro hier im Online-Ticketshop. Übertragen wird die Partie des 31. Spieltages zudem auf Dyn – kommentiert von Arne Malsch.

Benka Barloschky: „Ich glaube, es ist gut für uns, dass nicht viel Zeit zwischen dem Spiel in Ludwigsburg und dem gegen Bamberg liegt. So können und müssen wir schnell sein mit der Verarbeitung. Bamberg ist eine sehr potente Offensivmannschaft, nicht so stark in der Defensive, diese Spielanlage zeigt sich auch in den Zahlen. Ich glaube, dass Team kann jetzt relativ befreit aufspielen, da es jetzt nicht mehr so sehr um tabellarische Ergebnisse geht. Das birgt aber auch eine Gefahr. Wir tun gut daran, uns auf uns und unsere Defensive zu konzentrieren – das haben wir in Ludwigsburg nicht gemacht und wollen dort zu alter Stärke zurück.“

Bamberger Saisonende steht bereits fest

Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Göttingen, der zweiten gegen den feststehenden Absteiger und der insgesamt sechsten in Folge, haben die Bamberg Baskets auch rechnerisch keine Chance mehr auf das Erreichen der Postseason. Ein Szenario, das sich Cheftrainer Anton Gavel bei seiner Rückkehr im Sommer sicherlich nicht ausgemalt hat. Immerhin war der 40-Jährige, der 2023 Ulm zum Titel führte, in der Vergangenheit so etwas wie ein Erfolgsgarant in Oberfranken. Vier Meisterschaften und drei Pokalsiege feierte der Deutsch-Slowake mit dem ikonischen Rauschebart zwischen 2010 und 2013.

Bambergs Karsten Tadda mit emotionalem Schrei
Das Gesicht des Bamberger Basketballs – Kapitän Karsten Tadda. | Foto: Daniel Löb

Doch was Gavel fehlt, ist ein Ebenbild des einstiegen besten Verteidigers der Liga. Denn die Bamberger kassieren in dieser Spielzeit die drittmeisten Punkte (86,4). Mit der Offensive (83,2), die im Ligamittelfeld rangiert, ist das jedoch nicht nachhaltig erfolgreich zu kompensieren. Für den Saisonendspurt kommt erschwerend hinzu, dass mit dem verletzten Ibrahim Watson-Boye (11,8 PpS) und dem abgewanderten KeyShawn Feazell (10,1) zwei Spieler mit zweistelliger Punkteausbeute fehlen. Entsprechend schwer lastet die Verantwortung auf den Schultern von Topscorer Ronaldo Segu (14,5), Noah Locke (13,1) und Filip Stanic (10,9).

BBL-Legende auf Abschiedstour

Als Spielzeit voller Abs und Aufs, immerhin standen die Baskets im Pokalfinale, wird die Saison 2024/25 in die Annalen des Bamberger Basketballs eingehen – und als letztes Kapitel der außergewöhnlichen Karriere von Karsten Tadda. Nach 17 Jahren, in denen der gebürtige Bamberger mit seinem Heimatklub fünf Meisterschaften und drei Pokalsiege errungen, mit Ulm die längste Siegesserie (27) aufgestellt und schlussendlich mit Bonn die Champions League gewonnen hat, macht der Kapitän Schluss. Ein Ziel hat der 89-fache Nationalspieler aber noch vor Augen: den BBL-Rekord für die meisten Einsätze. Den hält aktuell noch Alex King (638 Spiele) – noch: in Hamburg wird Tadda sein 637. Spiel bestreiten.