Eine Person hält einen Basketball mit einer Hand und trägt ein weißes T-Shirt mit einem runden Logo. Im Hintergrund sind grafische Muster und Text auf schwarzem und blauem Grund zu sehen.

“Gemeinsam gegen die anderen“

L.J. Thorpe weiß, Spiele zu lenken, kann sie bei Bedarf aber auch an sich reißen. In Hamburg möchte der US-Amerikaner nicht nur gewinnen, sondern auch mehr Verantwortung übernehmen.

Du hast bereits in Finnland und Litauen gespielt, der europäische Basketball ist also nichts Neues für dich. Wieso hast du dich nun für die Veolia Towers Hamburg entschieden?
Hamburg ist für mich der beste Standort, um den nächsten Schritt in meiner Basketballkarriere zu gehen. Ich spiele zum ersten Mal im EuroCup. Das ist eine neue und wertvolle Erfahrung für mich. Die Gespräche, die ich im Vorfeld mit den Coaches geführt habe, haben sich alle sehr gut angefühlt. Das hat mir die Entscheidung leicht gemacht. Bei meiner Ankunft wurde ich direkt gut aufgenommen, habe sogar ein Franzbrötchen bekommen und alles war für mich vorbereitet. Das hat mir die Eingewöhnung deutlich erleichtert und mich in meiner Entscheidung nach Hamburg zu kommen bestätigt.

Was schätzt du am meisten am Europäischen Basketball?
Die Mentalität! Bei jedem Spiel habe ich das Gefühl, dass jeder alles dafür tut, damit sein Team gewinnt. Das gefällt mir sehr, denn wenn wir ehrlich sind, sollte es doch immer darum gehen zu gewinnen. Jeder Spieler sollte immer gewinnen wollen und alles dafür geben, um seinem Team dabei zu helfen.

Erzähl uns ein wenig von dir, wie bist du aufgewachsen?
Ich bin in West Palm Beach, Florida aufgewachsen. American Football war meine erste sportliche Liebe. Aber desto älter ich wurde, desto härter wurde das Spiel. Also habe ich angefangen, Basketball zu spielen. Mein Onkel Otis Thorpe war ebenfalls professioneller Basketballer, das lag also ein wenig in der Familie. Ich habe dann meine gesamte Highschool Zeit und fünf Jahre am College Basketball gespielt, bis mich mein Weg hierhergeführt hat. In meiner Freizeit gehe ich gerne Angeln. Das ist für mich die beste Art, um runterzukommen und zu entspannen.

Head Coach Benka Barloschky beschreibt deinen Spielstil als kraftvoll, klug und kreativ – kannst du das bestätigen?
Ja das stimmt. Abseits des Spielfeldes bin ich eine sehr ruhige und empathische Person. Aber auf dem Spielfeld bin ich eher impulsiv. Ich habe ein gutes Spielverständnis und kann meine Mitspieler gut einschätzen. Das ist für mich als Point Guard sehr wichtig, da ich die meiste Zeit den Ball habe und immer versuche, meine Mitspieler bestmöglich zu bedienen und in Szene zu setzen.

Was sind deine Ziele für die Saison?
Ich will gewinnen. Deshalb möchte ich hart arbeiten, um mein Team so erfolgreich wie möglich zu machen. Dafür ist eine gute Teamchemie wichtig. Wir müssen auf und neben dem Parkett in der Lage sein, gut miteinander kommunizieren zu können. Das bedeutet, dass man auch mal harte Sachen sagen darf, ohne dass es persönlich genommen wird. Jeder Spieler verfolgt seine eigenen Ziele. Das bedeutet aber nicht, dass man allein gegen alle arbeitet, sondern wir gemeinsam als Team gegen die anderen.