Feuriger Sieg zu Ostern
Die Veolia Towers sichern sich zu Ostern den dritten Sieg in Folge und gewinnen gegen die Frankfurt Skyliners souverän mit 97:75. Ross Williams wird mit 21 Punkten Topscorer.
Benka Barloschky: „Frankfurt ist eine sehr gute Mannschaft, und wir dürfen nicht erwarten, jedes Spiel von Beginn an zu dominieren oder früh komfortabel in Führung zu liegen. Wir spielen in einer starken Liga gegen starke Gegner, und dazu gehört es auch, dass ein Gegner besser ins Spiel startet – so war es heute. Ich finde nicht, dass wir zu Beginn schlecht gespielt haben, aber Frankfurt war zunächst einen Tick besser. Im Verlauf der Partie haben wir dann vor allem beim Rebounding den entscheidenden Fokus gesetzt: Nach 16 Second-Chance-Punkten für Frankfurt in der ersten Halbzeit haben wir das in der zweiten Hälfte auf drei reduziert. Am Ende haben wir das Rebounding gewonnen, und das war aus meiner Sicht der Schlüssel zum Sieg.“
Ross Williams: „Das erste Viertel war für uns schwierig, da wir körperlich zunächst unterlegen waren und nicht konsequent genug auf die Details unseres Gameplans geachtet haben – insbesondere beim Rebounding und bei den Backdoor-Cuts des Gegners. Danach haben wir uns jedoch als Team gesammelt, sind deutlich fokussierter aufgetreten und haben mit mehr Physis und besserer Abstimmung gespielt. Dadurch konnten wir defensiv Stops erzwingen und ins schnelle Offensivspiel kommen. Vor allem im letzten Viertel waren wir dann überlegen und haben das Spiel kontrolliert.“
Kenneth Ogbe: „Ich glaube, wir sind erneut etwas verschlafen ins Spiel gestartet und hatten vor allem Probleme, die kleinen Guards vor uns zu halten. Zudem haben wir zu viele Offensiv-Rebounds zugelassen, wodurch der Gegner immer wieder zu zweiten Chancen und einfachen Punkten kam. Im zweiten Viertel haben wir das deutlich besser gemacht, konsequenter ausgeboxt und die Rebounds gesichert. Dadurch konnten wir schneller spielen und besser in unseren Rhythmus finden. Trotz eines frühen Rückstands haben wir uns nicht verunsichern lassen und sind stabil im Spiel geblieben. Wir waren schon öfter in genau solchen Phasen und wissen, wie wichtig es ist, im Moment zu bleiben und Ballbesitz für Ballbesitz zu spielen. Außerdem werden wir immer besser darin, die Ursachen für Probleme schnell zu erkennen. Heute war klar, dass es an den zweiten Chancen lag – das haben wir angepasst, besser kontrolliert und uns so wieder ins Spiel gebracht.“
Die Woche hätte für die Veolia Towers kaum besser laufen können – mit zwei Siegen in Folge standen alle Zeichen auf Rückenwind. Der Start in die Partie sollte aber dennoch den Gästen aus Frankfurt gehören. Ebenfalls mit zwei Siegen im Gepäck präsentierten sich die Skyliners von Beginn an spritziger und rissen mit viel Physis das Spiel an sich. Nach einer Auszeit von Benka Barloschky fanden die Towers zunehmend besser ins Spiel. Frankfurt blieb dennoch am Drücker, sicherte sich einfache Punkte durch zweite Chancen und behauptete die Führung bis zum Ende des ersten Viertels (17:24). Das sollte auch erstmal so bleiben. Aus der Ruhe bringen ließen sich die Hanseaten davon aber nicht, kämpften sich angeführt von Benedikt Turudić ins Spiel und zwangen die Frankfurter nach einem 9-Punkte-Lauf in die Auszeit. Getragen von lautstarken 3015 Fans stellte Ross Williams wenig später auf Gleichstand. Nun voll in der Spur, ließen sich die Towers auch von einer weiteren Frankfurter Auszeit nicht stoppen und spielten offensiv befreit auf. Ein weiterer 10:0-Lauf folgte. Auf der anderen Seite sorgte Ex-Tower William Christmas aber noch für zu viel Unruhe und so justierte Head Coach Benka Barloschky per Auszeit noch einmal nach. Dennoch sollte das Schlusswort in der ersten Hälfte den Gästen gehören – Frankfurts Isaiah Swope stellte zur Pause auf 42:43.



Mit geballter Towers-Energie kehrten die Hamburger auf das Feld zurück und setzten mit einem regelrechten Dreier-Regen zu Beginn des dritten Viertels ein unmissverständliches Ausrufezeichen. Flugs kehrte mit einem 14:0-Run das Momentum und damit auch die Führung auf die Seite der Hamburger zurück. Ein Statement-Dunk von Benedikt Turudić entfesselte neue Energie. Diese nutzen die Hamburger auf der anderen Seite des Feldes umgehend um mit einer schnellen wie wachsamen Rotation in der Defense ihre Gäste zunehmend aus dem Tritt zu bringen. Auch am Brett präsentierte sich das Team von Benka Barloschky nun griffiger, sicherte sich konsequent die Rebounds und erlaubten den Frankfurtern kaum noch zweite Chancen. Mit dem Gaspedal auf Anschlag spielten die Towers abgezockt ihren Stiefel herunter und stellten nach einem regelrechten Offensiv-Inferno auf 71:56.
Ross Williams und Zsombor Maronka eröffneten das Schlussviertel mit zwei frechen Dreiern in Folge. Die Hamburger ließen ihren Gästen mit einer eisernen Defense kaum noch Platz zu agieren. Vollends im Rausch reihten die Hanseaten Highlight an Highlight. Defensiv-Motor Osaro Rich bewies einmal mehr schnelle Hände und angelte sich seinen 100. Steal. Von den schnelle Hamburger Passstafetten profierte vor allem Topscorer Ross Willams, der sich unaufhörlich einen Weg zum Korb bahnte und damit eine besondere Towers-Woche mit dem dritten Sieg in Folge krönte.
Stats: Thorpe (16, 5 Ast.), Rich (4), Maronka (6, 5 Reb.), Grey, Wimberg (7, 3 Ast.), Daniels (6), Ogbe (10), Gamble (5), Williams (21), Turudić (8, 5 Reb., 3 Ast.), Perrin (14, 6 Reb.)
