Der Fluch ist gebrochen!
Die Veolia Towers Hamburg sichern sich in der Barclays Arena den ersten Sieg der Saison. Gegen ALBA BERLIN lassen die Hamburger bis zum Schluss nichts anbrennen und gewinnen souverän mit 99:80. LJ Thorpe wird mit 28 Punkten Hamburger Topscorer.
Benka Barloschky: „Ich bin sehr erleichtert. Wir haben heute verdient gewonnen – das Team hat sich diesen Erfolg die letzten Wochen hart erarbeitet. Wir waren sehr konzentriert, konnten bis zum Ende unser Spiel kontinuierlich spielen. Das Team hat sich heute belohnt und gesehen, dass wir und unsere Art zu spielen funktionieren, dass wir auch gegen starke Teams gewinnen können. Auch die Arena war die ganze Zeit da und hat uns heute besondere Energie gegeben.“
LJ Thorpe: „Wir waren von Anfang an konzentriert, sind als Team zusammengeblieben und haben um jeden Ball gekämpft. Wir haben unserem Head Coach und uns als Team vertraut und uns dabei auf das fokussiert, was wir kontrollieren können. Die Arena hat uns heute getragen und wir wollten die Fans unbedingt mit einem Sieg belohnen. Heute werden wir den Sieg noch genießen, morgen geht’s es wieder an die Arbeit.
Niklas Wimberg: „Erst einmal möchte ich mit bei den Kids des Hamburg Towers e.V. bedanken, die uns motivierende Sprüche in die Kabine gehängt haben. Das hat bei uns für einen guten Start in das Spiel gesorgt. Wir haben uns die letzten Spiele darauf hingearbeitet, haben immer wieder einen Schritt nach vorne gemacht und unseren Gameplan ausgeführt. Wir wussten, dass der Knoten irgendwann platzen würde. Umso glücklicher sind wir, dass es heute passiert ist und wir den Fluch in der Barclays Arena brechen konnten.“
Im Rahmen des Weihnachtsspieltages mit dem Motto „Ho Ho Hoops“ zogen die Veolia Towers Hamburg zum dritten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in die Barclays Arena. Eine vorweihnachtliche Überraschung erwartete das Team von Benka Barloschky in der Kabine. Dort hingen eine Vielzahl an bunten, selbstgebastelten Plakaten der Jugendteams des Hamburg Towers e.V. voller motivierender Nachrichten für ihre Towers. Und diese schienen zu wirken: Vor 7.737 Zuschauenden eröffnete Niklas Wimberg die Partie mit den ersten Punkten und legte sofort einen Dreier hinterher. Der Grundstein war gelegt und von da an sorgten die Hamburger für ein ordentliches Spieltempo. Schnell zeichnete sich die erste Führung für die Türme ab. Angeführt von Center Duo Zacharie Perrin und Benedikt Turudić bahnten sich die Hanseaten immer wieder einen Weg zum Korb, während sie auf der anderen Seite des Spielfeldes mit einer schnellen Defense-Rotation ihre Gäste unter Kontrolle hielten. Zsombor Maronka war nicht bereit, das erspielte Momentum abzugeben und vereitelte kurzerhand einen Berliner Run per Block. Die Berliner zeigten allerdings, dass sie derzeit nicht ohne Grund das heißeste Team der Liga sind und blieben den Towers dicht auf den Fersen. Nach Ende der ersten zehn Spielminuten führten die Towers knapp mit 18:17.
Wieder war es Niklas Wimberg, der ein klares Signal in Form eines Dreiers sendete und das Hamburger Feuer damit erfolgreich ins nächste Viertel überführte. Schnellfüßige Towers, so schien es, mischten in jedem Berliner Angriff mit ihren Händen mit und brachten die Albatrosse immer wieder aus dem Rhythmus. LJ Thorpe wurde nicht müde, sich durch die Berliner Defensive zu tanzen und wurde mit einem erfolgreichen And-One belohnt. Ein Dreier Regen – eröffnet von Devon Daniels – baute nicht nur die Hamburger Führung erstmals auf zehn Zähler aus (33:23), sondern hob den Geräuschpegel in der Barclays Arena auch noch einmal erheblich an. Nach einer technisch bedingten Zwangspause kamen die Hamburger kurzweilig aus dem Tritt. ALBA BERLIN nutze diesen Umstand, um die Hamburger Führung vor allem aus der Transition zu schmälern. Head Coach Benka Barloschky reagierte umgehend, seine Auszeit zündete – die Towers arbeiteten sich durch eine harte Defense zurück in ihr Momentum und kämpften am Brett (18:12 Rebounds). Durch seinen Buzzer-Beater auf die Sirene genau, brachte Kenneth Ogbe nicht nur die Arena zum Überkochen, sondern sorgte gleichzeitig dafür, dass die Towers-Führung zweistellig blieb. Über einer feiernden Barclays Arena leuchtete ein 49:38.






Die Veolia Towers machten nach dem Seitenwechsel genau dort weiter, wo sie aufgehört hatten, blieben ihrer Teamidentität treu und zeigten den Berliner Gästen deutlich, wem das Spiel heute gehören sollte. Auch durch hektische Spielminuten, geprägt durch Ballverluste beider Teams, steuerte der Hamburger Power-Zug sicher, ließ die Albatrosse dabei keine Sekunde an der zweistelligen Führung rütteln. Kenneth Ogbe mit dem tiefen Dreier und Zacharie Perrin wenig später per Dunk versetzten die Towers-Fans in Ekstase. Als Benedikt Turudić einen Berliner Korb per Block vereitelte, gab es auf den Rängen kein Halten mehr. Das dritte Viertel endete unter tobendem Applaus von den Towers-Fans, die vom „Yalla-Risters“-Fanklub von Kooperationspartner SC Rist Wedel unterstützt wurden, mit 72:60.
Im Anschluss wirkte es zunächst so, als würde der Start in die letzten zehn Spielminuten an die Albatrosse gehen. Doch die Towers blieben geschlossen als Team zusammen und löschten jegliche Berliner Funken durch ihre nach wie vor eiskalte Defense und wahre Spielfreude. Auf jede Berliner Aktion hatten die Veolia Towers die passende Antwort, ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie heute nicht ohne den ersten Sieg der Saison nach Hause gehen würden. Angeführt von Topscorer LJ Thorpe spielten sich die Hamburger mit einer kochenden Barclays Arena im Rücken in einen regelrechten Rausch, packten Zähler um Zähler auf die Anzeige und bauten ihre Führung an die zwanzig Punkte aus. Während auf den Rängen ausgelassen gefeiert wurde, ging Ross Williams ein letztes Mal für sein Team an die Linie. Vor den Augen von 7.737 Zuschauenden beendeten die Veolia Towers Hamburg ihre Niederlagen-Serie und feierten den ersten Sieg der Saison an dem Ort, an dem sie zuletzt gewonnen hatten.
Stats: Thorpe (28, 3 Ast.), Maronka (6, 3 Reb.) Müller, Grey, Martin, Breunig (7, 4 Reb), Wimberg (10, 3 Reb.), Daniels (11, 4 Reb.), Ogbe (7, 3 Reb.) Williams (9, 5 Ast.), Turudić (8, 4 Reb., 2 Ast.), Perrin (13, 4 Reb.)
