Voll besetzte Basketballarena mit Spielern auf dem Spielfeld und jubelnden Zuschauern

Courtside-Fakten: #HAMFCB

Am Sonntag (29.03.) empfangen die Veolia Towers den amtierenden Deutschen Meister FC Bayern München Basketball in der Barclays Arena. Zum Nord-Süd-Gipfel werden über 12.000 Fans erwartet. Spielbeginn ist um 15 Uhr – die Arena öffnet ab 13 Uhr. Die letzten Tickets gibt es noch online – Dyn überträgt das Spiel live.

Mittlerweile zum dritten Mal ist das Heimspiel der Veolia Towers gegen den FC Bayern München Basketball das Highlight der Saison. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen ist der Zuschauerandrang um ein Vielfaches größer. Ein weitläufiger Umlauf im Unter- und Oberrang sowie ein deutlich größerer VIP-Bereich und zusätzliche Hospitality-Flächen ermöglichen eine stärkere Eventisierung. Zum anderen ist die sportliche Fallhöhe bei keinem anderen Team der easyCredit Basketball Bundesliga so groß – was sich auch daran ablesen lässt, dass die Süddeutschen in jedem Jahr als Tabellenführer und nun schon zum zweiten Mal als amtierender Deutscher Meister in die Hansestadt reisen. Und dennoch gab es bislang keinen Barclays-Auftritt unter Head Coach Benka Barloschky, bei dem seine Towers nicht in vollen Zügen konkurrenzfähig gewesen wären.

Nennenswert
  • Bereits zum dritten Mal empfangen die Veolia Towers den FC Bayern München Basketball in der Barclays Arena – das erste Duell ging in die Overtime (80:81), im vergangenen Jahr feierten die Hamburger einen Sieg (74:70)
  • Es ist die Auflage des Nord-Süd-Duells, in der ewigen Bilanz (5:7) führen die Münchner. Aber: Von den fünf Heimspielen haben die Hanseaten vier gewonnen
  • Das Hinspiel verloren die Veolia Towers Anfang Oktober mit 96:79
  • Bereits 2024 (12.000) als auch 2025 (12.015) sorgten die Heimspiele gegen München in der Barclays Arena für einen Zuschauerrekord – in diesem Jahr deutet sich ein weiterer an
Personal-Update

Die Rückkehr von Zacharie Perrin ins Aufgebot der Veolia Towers war eine der wenigen positiven Nachrichten, die vom Gastspiel in Jena verblieben. Rund sechs Wochen fehlte der Franzose mit einem Mittelhandbruch der rechten Hand, den er sich im Spiel gegen Braunschweig zugezogen hatte. In Jena stand der 2,08 Meter große Center etwas mehr als 17 Minuten auf dem Parkett, erzielte 12 Punkte und griff sich drei Rebounds. Topscorer Devon Daniels, der 23 Punkte erzielen konnte, fand nach dem Spiel viele lobende Worte für den Big Man und hob ihn als Unterschiedsspieler heraus.

Es war auch weniger das Inside-Spiel, das den Hamburgern am Donnerstag Probleme bereitete, sondern das, was rund um den Perimeter passierte. Mit nur sechs verwandelten Treffern bei 18 Versuchen (33,3 %) war die Gefahr, die die Hanseaten von Downtown ausstrahlten, überschaubar. Auf der anderen Seite des Feldes entwickelte sich rund um die 6,75-Meter-Linie für Jena dagegen so etwas wie eine Wohlfühloase. Insgesamt 33 Abschlüsse nahmen die Thüringer, verwandelten davon 17 (51,5 %) – und damit fast doppelt so viel wie im Saisonmittel. Sicher waren darunter auch einige schwierige Abschlüsse, insgesamt aber war der Druck, den die Schützlinge von Benka Barloschky an der Dreierlinie jedoch nicht ausreichend.

Gegner Insights

Im Ligabetrieb der easyCredit Basketball Bundesliga ist der FC Bayern München Basketball einsame Spitze. Gerade einmal drei Niederlagen – und damit weniger als die Hälfte von Verfolger Berlin – stehen nach zwei Saisondritteln zu Buche. Und dennoch läuft die Spielzeit nicht wirklich nach dem Geschmack der Münchner. Im Pokal war im Halbfinale gegen den späteren Überraschungssieger aus Bamberg Schluss. In der Euroleague sind die Postseason-Plätze trotz Sieg gegen Villeurbanne am Donnerstag außer Reichweite. Dass es in dieser Spielzeit vor allem auf internationalem Parkett nahezu zu keinem Zeitpunkt rund lief, war Ursache für einen Trainerwechsel: Auf Weltmeister-Coach Gordon Herbert folgte kurz vor Weihnachten Svetislav Pesic.

Und „der Alte“, so der Spitzname des mittlerweile 76-Jährigen, der München bereits 2014 zum Titel geführt hat, brachte neues Selbstvertrauen. Was sich vor allem in einer bemerkenswerten Defensive äußert. Und auch offensiv agieren die Münchner in eigenen Sphären. Was dazu führt, dass der amtierende Deutsche Meister hochgerechnet auf 100 Angriffe im Schnitt 20,6 Punkte mehr als der Gegner erzielt. Andreas Obst, der erst kürzlich seinen Vertrag um drei Jahre verlängert hat, ist mit 16,1 Punkten pro Spiel Topscorer. Ebenfalls zweistellig scoren Justinian Jessup (11,5), Kapitän Vladimir Lucic (10,9) und Isiaha Mike (10,0). Ex-Hamburger Justus Hollatz erzielt in seinem zweiten Jahr in der bayerischen Hauptstadt im Mittel 3,3 Punkte, 3,4 Rebounds und 3,6 Assists.

Tickets Das Spiel ist nahezu ausverkauft. Die letzten noch verfügbaren Tickets gibt es bis Sonntag (29.03.), 10 Uhr im Online-Ticketshop unter tickets.hamburgtowers.de. Im Anschluss noch verfügbare Einzelplätze sind dann ausschließlich an der Tageskasse erhältlich. Diese öffnet ab 120 Minuten vor Spielbeginn. Verfügbare Resttickets sind hier ausschließlich bargeldlos (Kartenzahlung, Mobile Payment) zu erwerben.

Übertragung Das Nord-Süd-Duell überträgt Dyn ab 14.45 Uhr live – kommentiert von Arne Malsch.