Seth Hinrichs vor jubelnder Bank gegen London

Bonn(e) Chance – hier kommt Paris

Die Veolia Towers Hamburg empfangen am Mittwoch (18.10.) den aktuellen Ersten der BKT EuroCup Gruppe A. Zahlreiche bekannte Gesichter bilden das Grundgerüst des Kaders von Paris Basketball. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr – Tickets gibt es noch online und an der Abendkasse.

Zum Bergfest der Fünf-Spiele-Heimserie im Oktober kommt es für die Veolia Towers am Mittwoch (18.10.) in der edel-optics.de Arena zum Aufeinandertreffen mit Paris Basketball. Oder anders ausgedrückt: Zum Wiedersehen mit einem Großteil des letztjährigen Bonner Teams. Denn gleich drei Coaches und sechs Spieler wechselten im Sommer vom Rhein an die Seine. Und wollen nun etwas mehr als 500 Kilometer weiter südlich auf die erfolgreiche Vorsaison, die im BBL-Finale und mit dem Gewinn der Champions League endete, aufbauen. Geht es nach den Verantwortlichen in der französischen Hauptstadt, dann ist die Teilnahme am BKT EuroCup nur eine kurze Zwischenstation auf dem Weg in die europäische Basketball-Elite.

Spielbeginn gegen das Team um Ex-Hamburger TJ Shorts ist um 19.30 Uhr. Die edel-optics.de Arena öffnet ihre Türen 60 Minuten vorher. Tickets für die Partie des dritten Spieltages in der Gruppe A gibt es hier im Online-Ticketshop und mit Arenaöffnung auch an der Abendkasse. Alle Anwohner:innen der Elbinsel sparen unter Vorlage ihres Ausweises (PLZ 21107 oder 21109) dort 15 Prozent auf alle Preiskategorien.

Benka Barloschky: „Die große Pariser Stärke, die sich auch in den bisherigen Ergebnissen zeigt, ist die Kontinuität. Hier zahlt sich der geschlossene Wechsel des Großteils der letztjährigen Bonner Mannschaft aus. Der Kern hat sich etwas erarbeitet, kann jetzt weitermachen. Aber auch die neu dazugekommenen Spieler sind sehr gut auf den Zug aufgesprungen. Eine ihrer größten Stärken ist es, dass sie in jedem Spiel an ihre Grenzen gehen.“

Das ist Bonn nicht Paris

Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft von Tuomas Iisalo ist TJ Shorts. Mittlerweile hat der 1,75 Meter große Guard, der 2020/21 noch im Trikot der Towers über das Parkett wirbelte, sein Spiel aus der Halbdistanz nahezu perfektioniert. Kein anderer aktiver Akteur verwandelte bisher mehr Zweier in dieser EuroCup-Saison. Seine durchschnittlich 19 Punkte sind der zweitbeste individuelle Wert im Wettbewerb, die 7,5 Assists bislang outstanding. Und wirken gleich noch beeindruckender, da sich der letztjährige BBL und Champions League MVP dazu bisher nur 0,5 Ballverluste leistete.

Terrell Gomez mit Ball gegen London
Durchschnittlich 3,5 Assists verteilt Terrell Gomez (re.) bisher pro Spiel im BKT EuroCup. | Foto: Marvin Contessi

In Leon Kratzer und Michael Kessens stehen zwei alte, neue Kollegen an seiner Seite, die dem Wirbelwind jederzeit den Weg in die Zone freiblocken können. Aber damit nicht genug. Denn die beiden Big Men sind äußerst gefährlich als Abroller und Direktverwerter zweiter Chancen. Sebastian Herrera gilt nicht nur als versierter Dreierschütze, sondern auch als bissiger Verteidiger. Tyson Ward und Malcom Miller bringen ebenso viel Physis wie Athletik mit. Und nutzen ihre Vorteile, um aus allen Positionen hochprozentig abzuschließen.

Terrell Gomez: „Es ist nicht das erste Mal, dass ich gegen TJ Shorts spiele. Wir haben im College ein paar Mal gegeneinander gespielt. Wir waren zur selben Zeit in der Big Western Conference. Ich habe mitbekommen, wie er sich in den letzten Jahren in Europa entwickelt hat. Es ist schon offensichtlich, dass Paris die ganz große europäische Bühne betreten will. Der Spielstil hat mit dem aus der letzten Saison also nicht mehr so viel zu tun. Das Team ist aber trotzdem wieder sehr athletisch und spielt auf einem hohen physischen Level.“

Aus drei mach zwei

Der Finne Mikael Jantunen, das französische Aufbautalent Nadir Hifi und Veteran Bandja Sy reihen sich nahtlos in das Kollektiv ein. Gleiches soll auch der Ende letzter Woche verpflichtete Mehdy Ngouama tun. Die Niederlage im Pokal gegen Zweitligist Lille konnte der Franzose nicht verhindern – das abgespeckte Aufgebot lässt jedoch darauf schließen, dass dem Wettbewerb, der vom nationalen Verband ausgerichtet, mit 128 Teams stattfindet, nicht viel Bedeutung beigemessen wurde.

Gegen London überzeugte Aleksander Dziewa mit 28 Punkten. | Foto: Marvin Contessi

Entsprechend rückt der Fokus noch stärker auf das Kerngeschäft im internationalen und nationalen Wettbewerb. Denn dort soll es hoch hinausgehen. Im EuroCup rangiert Paris dank zwei Siegen gegen Vilnius (105:78) und Venedig (75:81) derzeit auf dem ersten Platz in der Vorrundengruppe A. In der französischen Liga stehen die Hauptstädter nach zwei Niederlagen derzeit auf Platz drei.