Belastungsprobe Doppel-Auftakt – In 48 Stunden gegen Ludwigsburg und Würzburg
Der Auftakt in der easyCredit Basketball Bundesliga hält für die Veolia Towers Hamburg direkt einen Doppelspieltag parat. Zum Auftakt müssen die Hanseaten zunächst am Freitag (20 Uhr) in Ludwigsburg ran. Am Sonntag (17 Uhr) folgt dann die Heimpremiere gegen Würzburg. Tickets dafür gibt es noch im Online-Ticketshop.
Nach dem Do-or-Die-Spiel im BBL Pokal in der Vorwoche beschert der Start der easyCredit Basketball Bundesliga den Veolia Towers Hamburg am Wochenende direkt die nächste Belastungsprobe. Den Hanseaten stehen gleich zwei Pflichtspiele innerhalb von nicht einmal 48 Stunden bevor. Der Auftakt erfolgt am Freitag (20 Uhr) bei den MHP RIESEN Ludwigsburg. Die zweite Aufgabe folgt am Sonntag (17 Uhr) in der heimischen edel-optics.de Arena gegen die Würzburg Baskets.
Tickets für den Home Opener am Sonntag (17 Uhr) gibt es hier im Online-Ticketshop bereits ab 9 Euro. Die edel-optics.de Arena und Tageskasse öffnen ab 60 Minuten vor Spielbeginn. Die Partie aus Ludwigsburg wird hier live von DYN übertragen.
Benka Barloschky: „Die Vorbereitung auf das Wochenende ist super schwer. Es geht los mit einem der wohl schwierigsten Auswärtsspiele in der Liga. Traditionell erwarten wir auch dieses Jahr wieder ein schweres Spiel dort. Der Turnaround auf Sonntag ist dann sehr, sehr kurz. Die Belastung für die Spieler und Coaches wird also in kurzer Zeit gleich richtig hochgefahren. Wir sind mit dem Kopf zunächst einmal nur in Ludwigsburg, müssen dann aber direkt den Schalter umlegen.“
RIESEN mit knallharter Defensive
Dass die Spielweise der MHP RIESEN Ludwigsburg auf einer kompromisslosen Verteidigung fußt, ist mehr als nur ein offenes Geheimnis. Es ist die DNA der Barockstädter. Head Coach Josh King, der in sein zweites Jahr als Cheftrainer geht, gilt wie sein Vorgänger John Patrick als eiserner Verfechter eines Defensivkonzeptes an der Grenze des Erlaubten. Passend dazu auch das Klubmotto: Gefürchtet und stolz drauf. Sowie ein Kader, der auf die Zermürbung eines jeden Gegners ausgelegt ist.

Der mittlerweile 38-jährige Yorman Polas Bartolo wurde bereits dreifach als bester Verteidiger der Liga ausgezeichnet, Neuzugang Marcus Garrett machte sich 2020 als bester Defender der amerikanischen College-Liga NCAA einen Namen. Ex-Tower Eddy Edigin und Center-Kollege Jonathan Bähre strahlen sehr viel körperliche Präsenz unter den Körben aus. Die ausgewiesenen Athleten Deion Hammond, Jayvon Graves, Desure Buie und Jaren Lewis sowie die Patrick-Brüder Jacob und Johannes machen die für jeden Gegner gefährliche Mischung perfekt.
Barloschky zu Ludwigsburg: „Der Schlüssel gegen den Druck von Ludwigsburg ist immer der gleiche. Wir müssen in den Grundlagen, die wohl jeder mal gelernt hat, als er klein war, unglaublich fit sein. Keine Abkürzungen nehmen wollen, physisch sein, Blöcke stellen und vorbereiten. Das klingt vielleicht langweilig, ist aber das probateste Mittel. Die große Herausforderung ist immer, das auch für 40 Minuten durchzuziehen und auch wenn Ludwigsburg Runs kreiert, und das werden sie, sich immer wieder auf diese Grundlagen zu besinnen.“
Würzburger Fokus auf Missmatches
Auch das Spielkonzept der Würzburg Baskets trägt eine klare Handschrift, nämlich die von Head Coach Sasa Filipovski. Wie schon im Vorjahr soll ein athletisches Trio die Hauptlast schultern. Als Nachfolger für Hunt, Whittaker und Bryce, die sich mit ihren Leistungen für finanzkräftigere Klubs empfohlen haben, wurden Otis Livingston (vorher Bayreuth), Isaiah Washington (Frankfurt) und der beste Balldieb Ungarns, Darius Perry, geholt. Ebenfalls neu ist der nicht nur für seine extravaganten Frisuren und Bärte bekannte Sac Zeljass. Der beste ProA-Punktesammler der letzten Saison bringt viel offensive Firepower mit. Der aus Göttingen gekommene Javon Bess weiß ganz besonders auch defensiv Akzente zu setzen, kann der 1,98 Meter große Amerikaner doch gleich vier Positionen verteidigen.

Die deutsche Achse um Kapitän Felix Hoffmann und Collin Welp, beide als harte Arbeiter bekannt, wurde mit Max Ugrai in der Spitze als auch in der Breite entscheidend verstärkt. Feste Rollen waren auch für Owen Klassen, nach Ugrai zweiter Rückkehrer, und Eigengewächs Julius Böhmer vorgesehen. Weil die beiden aber noch verletzt sind, hat Würzburg kurz vor Saisonstart, und zunächst nur befristet, Ex-Hamburger Bazou Koné und seinen Nationalmannschaftskollegen (Elfenbeinküste) Amadou Sidibe unter Vertrag genommen.
Barloschky zu Würzburg: „Sie haben wieder drei Guards, die sehr aggressiv sein und auf ihren eigenen Wurf schauen werden. Es wird viel im Eins-gegen-Eins gespielt. Durch die Verletzung von Owen Klassen ist die Mannschaft eher klein, die jetzt auch die Möglichkeit hat, die Big Men auch an der Dreierlinie stattfinden zu lassen. Das ist sicherlich eine Besonderheit, denn dadurch wird das Feld weit gemacht und es ergibt sich viel Platz für die Eins-gegen-Eins-Situationen. Für uns kommt es darauf an, dass wir die sich daraus ergebenden Zweikämpfe annehmen und jeder seinen Gegenspieler stoppt.“
