Aus der Traum – Pokalreise endet in erster Runde
Die Veolia Towers unterliegen den BMA365 Bamberg Baskets in einem Pokal-Krimi mit 89:94. Die Niederlage ist gleichbedeutend mit dem frühen Aus im BBL Pokal. Justin Edler-Davis erzielt ein Double Double (24, 14 Reb.).
Benka Barloschky: „Ich glaube, wir haben heute gesehen, dass wir noch nicht so gefestigt sind, wie wir es sein müssen. Bamberg hat am Anfang extrem hochprozentig getroffen. Das hat die Mannschaft ordentlich durchgeschüttelt und davon haben wir uns nur schwer erholen können. Offensiv waren wir dann auch zu unruhig und haben versucht, den großen Rückstand mit einem Play – dem tollen Pass, dem tollen Wurf – wieder gutzumachen. Das funktioniert eben nicht. Wir waren nicht diszipliniert genug, um das zu spielen, was wir trainiert haben. Das tut heute mega weh, weil wir uns viel vorgenommen haben. Dass es jetzt nach einem Spiel schon wieder vorbei ist, das ist brutal.“
Justin Edler-Davis: „Dieser Einstand in die Saison war brutal. Aber ich denke, wir können viel Lehrreiches aus dem Spiel mitnehmen – vor allem in der Defensive und beim Rebound. Uns hat die Konstanz in der Verteidigung gefehlt, vielleicht waren wir hinten heraus auch etwas müde. Aber daran werden wir arbeiten. Wir haben nicht viel Zeit, um die Dinge zu verbessern, schon am Sonntag geht es weiter.“
Benedikt Turudić: „Ich glaube, wir sollten uns vornehmen, das, was wir heute geleistet haben, nicht noch mal zu wiederholen. Wir haben nicht unseren Basketball gespielt, wie wir es in der Vorbereitung gemacht haben. Und dementsprechend müssen wir schnell unsere Lehren ziehen.“
Es war ein regelrechtes Abtasten, dass beide Teams den 1679 Zuschauern während der ersten Saisonminuten in der Inselpark Arena darboten. Dank besserer Quote aus der Distanz setzten sich die Bamberger Mitte des ersten Viertels zunächst ab – weil zudem die Abstimmung der Towers in der Defensive noch nicht passte, wuchs der Rückstand bis auf 12 Punkte an. Mit seinem zweiten Treffer aus der Distanz verschaffte Justin Edler-Davis den Hanseaten etwas Erleichterung – gleichbedeutend mit dem 16:25-Viertelstand. Doch auch im zweiten Abschnitt behielten zunächst die Gäste die Zügel in der Hand. Die Mannschaft von Benka Barloschky kämpfte aber – Kapitän Benedikt Turudić und Osaro Rich gaben den Takt vor. Stück für Stück arbeiteten sich die Hamburger in die Partie. Bis auf drei Zähler bekamen die Towers den Rückstand eingedampft – ein Buzzerbeater von Bambergs Patrick Heckmann besorgte den 38:45-Halbzeitstand.



Nach dem Seitenwechsel tauschten beide Teams je zwei Dreier aus, ehe sich die Veolia Towers über die Defensive wieder näher an die Bamberger heranrobbten. Mit einem 5:0-Lauf erneuerten die Oberfranken anschließend den Abstand aber wieder. Die Schützlinge von Benka Barloschky ließen sich allerdings nicht entmutigen. Mit Ruhe und Vehemenz etablierten die Hamburger ihr Spiel. Drei Ballgewinne in Serie verwandelte LJ Thorpe per Treffer aus der Distanz in den fälligen Ausgleich – JP Tokoto krönte den 14:2-Lauf mit einem weiteren Dreier zur 65:62-Führung nach dem dritten Viertel. Es gelang sogar, den Rhythmus mit ins Schlussviertel zu nehmen. Zacharie Perrin brachte sein Team mit fünf Punkten in Führung. Doch die Bamberger steckten nicht auf. Gingen rund vier Minuten vor dem Ende wieder in Front. Und gaben den knappen Vorsprung in der einem Pokal-Krimi gleichenden Crunchtime nicht mehr her. Die 89:94-Niederlage beendete den Towers-Traum von einer langen Reise im BBL Pokal so schnell, wie er begonnen hatte.
Stats: Thorpe (13, 6 Ast.), Rich (2), Maronka (8), Tokoto (10, 3 Ast.), Grey (2), Edler-Davis (24, 14 Reb.), Ogbe (3), Reed (9, 3 Ast.), Turudić (3 Ast.), Perrin (18, 8 Reb., 3 Ast.)
