Zwei Basketballspieler in Aktion auf dem Spielfeld, einer in schwarzem Trikot mit Ball, der andere in rotem Trikot verteidigt

Aufholjagd bleibt unbelohnt – Towers verlieren knapp in Würzburg

Die Veolia Towers Hamburg spielen auswärts eine starke zweite Halbzeit, müssen sich am Ende aber knapp mit 91:88 gegen die Fitness First Würzburg Baskets geschlagen geben. Hamburger Topscorer wird erneut Devon Daniels mit 32 Punkten.

Benka Barloschky: „Erst einmal verdiente Glückwünsche an Würzburg. Sie haben am Ende die Big Points gemacht, um das Spiel nach Hause zu bringen. In der ersten Halbzeit haben wir nicht unseren besten Basketball gespielt, phasenweise waren wir auch zu ängstlich. Das hat sich natürlich am Ergebnis gezeigt. Es war nicht so, dass wir unglaublich schlecht verteidigt hätten, aber wir haben nicht gut produziert, das ist mit 13 Ballverlusten in 20 Minuten aber auch schwer. Im dritten Viertel haben wir die richtige Antwort gezeigt und an beiden Enden des Spielfelds sehr guten Basketball gespielt. Im vierten Viertel ist es dann ein enges Spiel, in dem wir vier Freiwürfe daneben werfen und Würzburg nicht einen. Das macht dann den Unterschied aus. Wenn du die großen Gegner auswärts schlagen willst, dann musst du an der Freiwurflinie effizient sein. So hatten wir am Ende nicht mehr die Chance auf den Sieg, sollten aber auf dem dritten und vierten Viertel aufbauen.“

Devon Daniels: „Wir müssen klar erkennen, was wir bereits gut machen und wo unsere Schwächen liegen. Entscheidend ist, diese Bereiche zu identifizieren, gezielt daran zu arbeiten und als Gruppe zusammenzubleiben. Die Richtung stimmt nach wie vor, und gerade in solchen Phasen ist es wichtig, sich auf den Prozess zu konzentrieren.“

Gleich drei Ex-Hamburger begrüßten die Veolia Towers beim Gastspiel in Würzburg, zu welchem Head Coach Benka Barloschky gesundheitsbedingt ohne Zsombor Maronka anreisen musste. Das Wiedersehen begann jedoch zunächst verhalten, wobei die Hamburger den etwas besseren Start erwischten und angeführt von Devon Daniels früh in Führung ging. Mit zunehmender Spielzeit nahmen die Gastgeber jedoch Fahrt auf. Ein 0:11-Lauf der Würzburger, abgeschlossen durch einen Dreier von Ex-Tower Brae Ivey, zwang Barloschky zur frühen Auszeit. Nach dieser präsentierten sich die Tower wieder deutlich gesammelter, brachten Ordnung zurück in ihr Spiel, leisteten sich in hektischen Schlusssekunden des ersten Viertels jedoch zu viele Ballverluste (7). Als Resultat stand nach zehn Minuten ein 23:17 für Würzburg auf der Anzeige. Im zweiten Viertel arbeiteten sich die Hamburger geduldig zurück in die Partie. Beide Teams taten sich offensiv allerdings schwer zu Punkten zu kommen. Devon Daniels und Ross Williams übernahmen in dieser Phase Verantwortung und hielten die Towers im Spiel – zeitweise schmolz der Rückstand auf drei Zähler. Doch zu viele Hamburger Flüchtigkeitsfehler in Form von Ballverlusten verhinderten die Wende, sodass Würzburg erneut davonziehen konnte. Ein weiterer Dreier von Brae Ivey sorgte für den 47:35-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel kehrten die Towers deutlich fokussierter auf das Parkett zurück. Ross Williams eröffnete den Abschnitt mit einem Dunk und einem Dreier. Die Hamburger ließen den Ball nun gut laufen und hielten Würzburg über drei Minuten ohne Punkte. Ein 10:0-Run, gekrönt von einem Dunk von Martin Breunig, zwang die Gastgeber zur Auszeit. Die Towers präsentierten sich nun mit spritziger Offensive, bissen sich an den Würzburgern fest. Diese schienen aber auf jede Hamburger Aktion eine Antwort parat zu haben und verhinderten so ein anhaltendes Momentum. Kurzzeitig übernahmen die Veolia Towers durch Punkte von LJ Thorpe die Führung, doch die Gastgeber wollten das Zepter nicht aus der Hand geben. Nach einem hart umkämpften dritten Durchgang ging es mit einem knappen Hamburger Rückstand (64:62) in das Schlussviertel. Dort präsentierten sich die Towers weiterhin kämpferisch, ackerten am Brett um jeden Ballbesitz und lieferten sich mit Würzburg einen offenen Schlagabtausch. Das Spiel wurde zunehmend schneller, es ging von einer Seite des Feldes zur anderen. Die Hamburger blieben geschlossen, attackierten konsequent den Korb. Topscorer Devon Daniels mobilisierte letzte Kräfte mit einem tiefen Dreier, wenig später brachte Ross Williams den Towers die Führung zurück. Pünktlich zur Crunchtime entwickelte sich ein wahres Tauziehen, bei dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Zwar gelang es Würzburg, sich kurz vor Schluss wieder leicht abzusetzen, doch die Towers blieben dran. Martin Breunig zeigte sich in der Zone sowie an der Freiwurflinie nervenstark, auch LJ Thorpe und Devon Daniels steuerten noch wichtige Punkte bei. Am Ende entschieden die Gastgeber die Partie jedoch an der Freiwurflinie für sich, sodass die Veolia Towers Hamburg das erste Spiel des Jahres knapp mit 91:88 verloren.

Stats: Thorpe (10, 4 Ast.), Müller, Grey (6), Martin, Breunig (9, 12 Reb.), Wimberg, Daniels (32), Ogbe (9), Williams (13), Turudić (4), Perrin (5, 5 Reb.)