10.06.2021

Nach der Saison ist vor der Saison

Zwei Wochen nach dem Saisonende haben die Verantwortlichen der Hamburg Towers Bilanz gezogen und richten ihren Blick bereits auf die Saison 21/22.

Nach insgesamt 37 Pflichtspielen endete vor knapp zwei Wochen, nach drei Playoff-Viertelfinalpartien gegen den aktuellen Finalisten ALBA BERLIN die Saison der Hamburg Towers. Nach einem abschließenden Team-Dinner und den obligatorischen Abschlussgesprächen zwischen Spielern und sportlicher Leitung haben sich die Towers in die wohlverdiente Sommerpause verabschiedet. Doch Zeit zum Ausruhen bleibt keine. Während Justus Hollatz bereits im Rahmen eines DBB-Lehrgangs auf das Parkett zurückgekehrt ist, zieht es auch die letztjährigen Türme zurück in den Sportalltag – wie Kapitän Bryce Taylor, der während des Familienurlaubs in Spanien beim Gewichtestemmen schwitzt, oder Zac Cuthbertson, der in einer kleinen Schulturnhalle mit einem Personal Trainer arbeitet. Und auch auf der Geschäftsstelle der Hamburg Towers herrscht reger Betrieb. Denn nach der Saison ist vor der Saison.

Im Rahmen einer Presserunde am vergangenen Dienstag zogen die beiden Geschäftsführer Marvin Willoughby und Jan Fischer gemeinsam mit Head Coach Pedro Calles Bilanz und richteten ihren Blick bereits auf die nächste Spielzeit. „Die Art und Weise, wie wir alle gemeinsam die Saison unter Corona-Bedingungen gemeistert haben und wie wir zusammengewachsen sind, das hat mich schon beeindruckt“, resümiert Marvin Willoughby. Zunächst zwei- später sogar dreimal wöchentlich wurden das Profiteam inklusive Trainer- und Betreuerstab auf das Corona-Virus getestet. Die Towers zählten zu den wenigen Teams im vergangenen Jahr, die durch die Einhaltung des engmaschigen Test- und Hygienekonzeptes ohne Infektion und Quarantäneanordnung durch die Saison gekommen sind. „Insgesamt war es eine gute, sehr gute Saison in meinen Augen. Wir haben viel erreicht. Unsere schlechteste Platzierung war Rank sieben, zudem haben wir es geschafft, allen Spielern den nächsten Schritt in ihrer Karriere zu ermöglichen“, freut sich Pedro Calles über die Erfolge. Dass die erfolgreichste Saison der Klubgeschichte, mit Ausnahme des dritten Viertelfinales, ohne Zuschauer ausgetragen werden musste, zählt für den Hamburger Head Coach ebenso zu den Negativseiten, wie „die Verletzungsprobleme, die uns vom ersten bis zum letzten Tag begleitet haben“.

Jan Fischer, Pedro Calles und Marvin Willoughby (v.l.n.r.) nach dem erfolgreichen Playoff-Einzug der Hamburg Towers. | Foto: Witters

Das erste vollständige Jahr in der easyCredit Basketball Bundesliga endete mit einer Bilanz von 21 Siegen und 13 Niederlagen in der Hauptrunde – sowohl in der heimischen edel-optics.de Arena (12-5) sowie auch auf fremdem Parkett (9-8) verbuchten die Schützlinge von Pedro Calles einen positiven Record. Neben dem bemerkenswerten Saisonstart mit fünf Siegen in Folge, der die Hamburg Towers zwischenzeitlich auf den ersten Tabellenplatz beförderte, zählt auch die Neun-Siege-Serie – darunter Erfolge gegen Berlin, München, Bamberg und der Playoff-Einzug gegen Oldenburg – zu den Highlights des vergangenen Hamburger Sportjahres. „Wir haben vor der Spielzeit in unterschiedlichen Szenarien geplant. Dass letzten Endes zunächst keine Zuschauer, diese unglaubliche Saison vor Ort miterleben konnten, hat uns schon traurig gemacht. Umso glücklicher waren wir, dass wir das letzte Spiel vor 200 Fans austragen durften“, erklärt Geschäftsführer Jan Fischer, der ebenfalls über ein positives Feedback vonseiten des Gesundheitsamtes bezüglich des wissenschaftlichen Modellversuches berichten konnte.

Grundlage für den zurückliegenden Erfolg war nach Einschätzung von Marvin Willoughby die gute Arbeit, „die das Coaching-Trio, Mello, Carina und unsere Physios von Anfang an geleistet haben. Und da hoffen wir, in der nächsten Saison anknüpfen zu können.“ Darüber hinaus zählte auch die Team-Chemie zu den Erfolgsfaktoren. Den Grundstein dafür gilt es jeweils in der Offseason zu legen – was die Fans der Hamburg Towers also in der Saison 21/22 erwartet, daran arbeitet die sportliche Leitung derzeit auf Hochtouren. „Wir haben den Ehrgeiz, morgen besser zu sein als heute – auf die heutige Basis müssen wir aufbauen“, beschreibt es Willoughby, der sich schon jetzt auf die kommende Spielzeit freut.

Die Planungen für die kommende Spielzeit laufen bei den Hamburg Towers auf Hochtouren. | Foto: Dennis Fischer

Für die Saison 21/22 haben die Hamburg Towers von der easyCredit BBL die Spiellizenz ohne Auflagen erhalten. Während die Hanseaten, die in der Abschlusstabelle auf Platz sieben geführt werden, in der kommenden Saison erstmalig auch am Magenta Sport BBL Pokal teilnehmen werden, steht auch eine Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb auf dem Wunschzettel der Verantwortlichen. Ob und wie sich dieser Wunsch bereits in der kommenden Saison realisieren lässt, hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab – die Unterlagen bei EuroCup und Champions League, ein formaler Prozess, sind eingereicht. Mit einer Rückmeldung rechnen die Towers-Verantwortlichen Ende des Monats. „Zudem ist die Hoffnung da, dass auch auf den Rängen wieder mehr Normalität herrscht. Ob das bereits zu Saisonbeginn sein wird, das lässt sich noch nicht abschätzen. Aber die Hoffnung auf eine Zuschauerrückkehr ist sehr, sehr groß“, erklärt Jan Fischer, der derzeit an entsprechenden Szenarien und Konzepten zur Teil- bis Vollauslastung der edel-optics.de Arena arbeitet. „Das ist auch für unsere Sponsoren ein wichtiger Faktor“, so Fischer weiter.

Bis zum Trainingsauftakt in der zweiten Augustwoche bleiben Pedro Calles noch knapp acht Wochen, um das Team für die kommende Spielzeit zu formieren. „Jetzt heißt es analysieren, das richtige Personal finden und die Effizienz gegenüber dem letzten Jahr steigern. Ich denke es wäre seltsam, wenn ein Team mit dem komplett gleichen Kader wie im Vorjahr antreten wird. Es wird also Veränderungen geben. Manchmal würde man Spieler gern behalten – was einem aber nicht möglich ist, weil sie sich so gut entwickelt haben. Manchmal möchte man aber auch neue Spieler hinzunehmen, die einem weiterhelfen können“, beschreibt der Spanier den alljährlichen Prozess. Für Ende Juli hat Pedro Calles seinen Urlaub in seiner spanischen Heimat geplant. Wie ruhig die Tage bei der Familie werden, das wird sich in den nächsten Wochen zeigen.


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