30.07.2019

Monsterblocker mit markantem Namen: Towers verpflichten Ibeh

Monsterblocker mit markantem Namen: Towers verpflichten Ibeh

Die Hamburg Towers beweisen erneut ein gutes Händchen bei der Verpflichtung von Spielern mit markanten Namen. „Wir sind auf eBay gegangen und haben Defense bestellt“, kündigt Headcoach Mike Taylor scherzhaft seine Neuerwerbung an: Prince Ibeh. Der Center war bis zur vergangenen Woche noch im Playoff-Viertelfinale der philippinischen Liga für Northport Batang Pier aktiv und erhält in Wilhelmsburg einen Vertrag für ein Jahr.

Die easyCredit Basketball Bundesliga ist durch den 2,08 Meter großen und rund 120 Kilogramm schweren Koloss um eine Attraktion reicher. Spezialität des in London geborenen US-Amerikaners mit nigerianischen Wurzeln: Monsterblocks. „Unsere Fans dürften viel Freude an ihm haben, denn seine Blocks sind mitunter verdammt spektakulär. Dazu besitzt er einen guten Charakter, es hat mir viel Spaß gemacht, ihn während des Rekrutierungsprozesses näher kennenzulernen“, sagt Taylor. Schon in seinem Abschlussjahr am College bei den Texas Longhorns wurden in gerade einmal 18 Minuten zwei Würfe pro Partie Opfer von Ibehs elendig langen Armen. Ergo wurde er als bester Verteidiger der Big-12-Conference ausgezeichnet. Anschließend heuerte der künftige Hamburger in der G-League bei den Long Island Nets an, wo er nahtlos an seine überzeugenden Defensivleistungen anknüpfte (1,4 Blocks). Darauf folgten 2,6 Rejections im Trikot der Yokohama B-Corsairs. Bis zuletzt verbreitete Ibeh auf den Philippinen Angst und Schrecken. Viermal returnierte er den Ball zum Absender zurück. Dazu dominierte der Fan von Amar’e Stoudemire erstmals in seiner Karriere auch am offensiven Ende, wo er 13,7 Zähler und 15,9 Rebounds verbuchte.

Seine Spielzeit beim BBL-Aufsteiger wird sich Ibeh dennoch primär in der Abwehr verdienen müssen: „Prince ist bekannt als exzellenter Verteidiger und großartiger Shotblocker mit einer für seine Größe ungeheuren Mobilität. Er soll unsere Defense als kräftiger Ringbeschützer verankern. In der G-League hat er nachgewiesen, in der Lage zu sein, den Lowpost zu verteidigen und den Gegner seine Präsenz spüren zu lassen“, betont Taylor. Sein in Amarillo aufgewachsener und in Dallas lebender Schützling ist sich dessen bewusst, wobei ihn das nicht einschränke. „Die Defensive ist meine große Stärke. Würfe blocken, nach dem Switch im Pick&Roll vor kleineren Guards bleiben, das bereitet mir Spaß. Ich möchte mich bei den Towers allerdings auch offensiv weiterentwickeln, da besteht definitiv Potenzial. Dieser Schritt muss mir gelingen, um meine Träume zu verwirklichen“, erklärt Ibeh. Was die Zielsetzungen in Hamburg betrifft, ist der Big Man auf einer Wellenlänge mit den Verantwortlichen: „Es gibt keine negativen Ziele. Ich will nicht gegen den Abstieg spielen, so ticke ich nicht. Für mich zählt immer nur der Sieg.“ Privat zählt für Ibeh neben Musik und Superhelden-Filmen vor allem seine Verlobte, die er in die Hansestadt mitbringen möchte.

Towers-Geschäftsführer und -Sportdirektor Marvin Willoughby ist glücklich über die erzielte Einigung mit Ibeh: „Wir waren auf der Suche nach einem Stopper, der uns hilft, eine Verteidigung auf BBL-Niveau und defensive Identität zu entwickeln. Prince hat in der G-League gezeigt, dass er genau das dank seiner erstklassigen Athletik und Präsenz kann.“

„Wir sehen diesen Transfer als finales Puzzleteil unseres Frontcourts an, der über Größe, Athletik und Flexibilität verfügt“, sagt Taylor. Der Towers-Kader beinhaltet nun René Kindzeka, Justus Hollatz, Malik Müller, Jürgen Rich, Beau Beech, Tevonn Walker, Jannik Freese, Kevin Yebo, Marshawn Powell, Yannick Franke, Marvin Ogunsipe, Kahlil Dukes und Prince Ibeh.

Prince Ibeh
Geburtstag: 3. Juni 1994
Position: Center
Größe: 2,08 Meter
Herkunft: USA
Stationen:
2012 – 2016      Texas Longhorns (College)
2016 – 2018      Long Island Nets (G-League)
2018 – 2019      Yokohama B-Corsairs (Japan)
2019                 Northport Batang Pier (Philippinen)

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