03.10.2021

If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together.

– If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together. –

Was auf den ersten Blick nach dem Spruch eines mittelmäßig guten Wandtattoos klingt, ist auf den zweiten ein wahrer Hinweis darauf, was Teams maßgeblich zu langfristigem Erfolg verhilft: Zusammenhalt.

Doch wie funktioniert das? Wie findet man im Team wieder zueinander, wenn uns gerade eineinhalb Jahre gepredigt und vorgeschrieben wurde, Abstand zu halten? Im Jahr 2020 musste die Weltbevölkerung anfangen, als Team zusammenzuspielen, um die COVID-19 Pandemie unter Kontrolle zu bekommen. Schnell ging das mit Sicherheit nicht, aber der Ansatz, Corona gemeinsam zu bekämpfen, hat mit der Zeit gefruchtet. Doch während die Weltgemeinschaft zu einem großen Team gegen das Virus anwuchs, wurde durch Abstandsregeln dafür gesorgt, dass Teams anderswo, beispielsweise in Schulen und Vereinen, lange pausieren oder sich sogar auflösen mussten.

Seit einiger Zeit ist diese Hürde des Pausierens nun, zumindest für den Moment und hoffentlich wieder langfristig, überwunden. Plötzlich sehen wir uns im Kleinen erneut mit unseren alten oder neuen Teams konfrontiert: Im Büro, in der Schule, in Trainingseinheiten oder im Spielbetrieb wird plötzlich wieder erwartet, als Team zu funktionieren. Fortschritte sollen gemacht und Spiele gewonnen werden. Und das alles auch noch Face-to-Face. Keine Kamera, die man im Zoom-Call ausschalten kann, sondern echte persönliche Interaktion, die jahrelang alltäglich war und sich nun befremdlich anfühlt, ist wieder gefragt. Prozesse und Dynamiken, die lange verinnerlicht waren, müssen nun wieder neu erlernt werden.

Um als Team zurückzufinden oder um überhaupt erst eines zu werden, müssen wir uns daran erinnern, was gute Gemeinschaften ausmacht und worauf wir achten wollen und müssen. Denn unbestritten ist, dass nur ein Team, welches festen Wurzeln entsprungen ist, wachsen kann. Diese Wurzeln sollen nicht nur in Satzungen und Leitfäden verankert sein, sondern vor allem im Umgang miteinander. Respekt, Gleichberechtigung, Demokratie und Toleranz stehen dabei an oberster Stelle. Diese Werte gelten in erster Linie für unser gemeinsames Miteinander. Auch, wenn das unter Umständen bedeuten kann, dass Menschen, die sich mit diesen Werten nicht identifizieren können, ihren Platz im Team verlieren. Einerseits wollen wir uns diesen Respekt natürlich untereinander entgegenbringen, anderseits aber auch nach außen zeigen, aus welchen starken Wurzeln unser Team erwachsen ist und wofür wir stehen. Die gleiche Wertschätzung soll also Mannschaften anderer Vereine und allen anderen Mitmenschen genauso entgegengebracht werden.

Wenn wir diese Werte als gemeinsames Fundament sehen, können die einzelnen Mannschaften, die die große TowersFamily ausmachen, gemeinsam darauf aufbauen. Sobald das Grundgerüst nämlich einmal steht, ist es deutlich einfacher, sich auf spielerische Fortschritte und Trainingsinhalte zu konzentrieren, weil Diskussionen und Unsicherheiten über den Konsens einfach wegfallen.

Wer im Basketball versucht, allein weit zu kommen, wird scheitern. Selbst die besten Führungsspieler:innen brauchen immer ein Team zum Führen. Allein hat man in diesem Sport also wenig Aussicht auf Erfolg. Umso besser ist es, dass alle Mitglieder die Möglichkeit haben ihren Beitrag zum Erfolg zu leisten. Das kann sportlich, aber genauso persönlich von Bedeutung sein und genau diese Individualität der Einzelnen, macht alle Teams unterschiedlich und zu etwas Besonderem, sodass es sich lohnt diese wertzuschätzen und zu fördern.

Was gilt es also mitzunehmen für die Zukunft? “If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together.”

Offseason, Baby!