21.03.2019

Gipfeltreffen gegen NINERS Chemnitz

Gipfeltreffen gegen NINERS Chemnitz

Es ist der große, lang erwartete Showdown. Erster gegen Zweiter. Spitzenreiter NINERS Chemnitz trifft auf die Hamburg Towers. Doch sportliche Bedeutung hat das Gipfeltreffen am Samstag, 23. März, um 19.30 Uhr in der edel-optics.de Arena nur für eine der beiden Mannschaften.

Während die Gastgeber noch um die bestmögliche Ausgangsposition für die Playoffs kämpfen, stehen die Sachsen bereits zwei Spieltage vor Ende der regulären Saison als Hauptrundenerster fest. Durch den 69:57-Erfolg in der Vorwoche gegen die Uni Baskets Paderborn lässt sich Chemnitz (22:6-Bilanz) nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängen, besitzt Heimrecht bis ins Finale. Das Team des sympathischen Argentiniers Rodrigo Pastore hat die Rolle als Aufstiegsanwärter, die ihm vor der Saison von vielen Experten zugeschrieben worden ist, gerechtfertigt. „Chemnitz hat Meisterschaftskaliber, war konstanter als wir und auswärts stärker. Rodrigo hat großartige Arbeit geleistet“, lobt Towers-Headcoach Mike Taylor.

Zweifellos treffen im Inselpark die beiden besten Mannschaften der BARMER 2. Basketball Bundesliga aufeinander. Auf 100 Ballbesitze normiert, teilen die Widersacher die mit Abstand besten Net-Ratings unter sich auf. Hamburg führt diese Rangliste mit einem Wert von plus 10,7 vor Chemnitz (+9,1) an. Die beste Rebound-Rate (54,1%/Towers: 52,8%/3.), zweitbeste Assist-Rate (72.7 Prozent/Towers: 60,6%/9.) und drittbeste Offensive (113 Punkte pro 100 Angriffe/Towers: 109,7/6.) ist zudem in Ostdeutschland beheimatet. Erstaunlicherweise haben die NINERS eine der miesesten Dreierquoten (31,7 Prozent), aber trotzdem die höchste Feldwurfquote der Liga (50,1 Prozent).

„Der Chemnitzer Kader ist fantastisch. Sei es der herausragende Malte Ziegenhagen, die erfahrenen Virgil Matthews, Ivan Elliott und Kavin Gilder-Tilbury, Talente wie Lukas Wank und Robin Lodders oder ein cleverer Rollenspieler wie Matt Vest. Wie man es nimmt, unser Gegner steht nicht ohne Grund an der Tabellenspitze“, schwärmt Taylor. Die weiße Fahne will der US-Amerikaner selbstredend dennoch nicht hissen. „Wir haben die 79:90-Niederlage aus dem Hinspiel nicht vergessen und blicken dieser Partie seit Wochen entgegen. Sie hat eine immense Bedeutung für uns. Nicht nur, um den zweiten Platz zu sichern, sondern vor allem, um unser Playoff-Level zu erreichen. Auf dem Weg dorthin ist Chemnitz der bestmögliche Test.“

Austesten, ob er spielbereit ist, wird Malik Müller am Samstagvormittag. Der zuletzt so stark verteidigende Flügelspieler zog sich vergangenen Samstag im Match gegen Hanau eine Bänderdehnung im rechten Knöchel zu und ist fraglich. Dafür stehen die Vorzeichen gut, dass Kova Kovacevic nach auskuriertem Muskelfaserriss in der Wade sein Comeback geben wird. Darauf muss René Kindzeka (Innenbandanriss im linken Knie) mindestens eine weitere Woche warten. Scootie Guyton (Bänderriss im linken Knöchel) strebt seine Rückkehr zu Beginn der Playoffs an. „Dank der hervorragenden Arbeit von Dr. Helge Beckmann und des LANS Medicums machen die Jungs große Fortschritte. Kova hätten wir beispielsweise nicht so schnell zurückerwartet“, betont Taylor.

Erwartungsgemäß sind sämtliche Karten für das Spitzenspiel bereits vergriffen. Damit ist die edel-optics.de Arena am Samstag zum zwölften Mal ausverkauft und zum neunten Mal in Folge.

Auf www.airtango.live wird ein Livestream angeboten. Die hochwertige Übertragung präsentieren Moderatorin Annie Brandt, Regisseur Isaac Duah Hoffmann sowie das altbewährte Kommentatoren-Duo Dave Volkmann und Lars Mahrendorf.

Saison 19/20 für Towers vorzeitig beendet