Brae Ivey bleibt ein Tower

Brae Ivey, der erst im Februar nach Hamburg gewechselt ist, bleibt bei den Veolia Towers. Mit der erneuten Teilnahme am BKT EuroCup hat sich der Vertrag des Aufbauspielers automatisch bis zum Ende der Spielzeit 2024/25 verlängert. Zur neuen Saison erhält der US-Amerikaner die Trikotnummer 1.

Als Brae Ivey Mitte der vergangenen Saison nach Hamburg gewechselt ist, war die Meldefrist für den BKT EuroCup bereits abgelaufen. Die Teilnahme der Veolia Towers am zweithöchsten europäischen Klubwettbewerb war und ist jedoch eine entscheidende Variable im Arbeitspapier des energiegeladenen Amerikaners. Weil das Bestreben des US-Guards, sich auch im internationalen Vergleich zu messen, so groß war, wurde eine Variable im Vertrag verankert – die durch die nun feststehende erneute Teilnahme der Hanseaten am BKT EuroCup zum Tragen kommt. Entsprechend der vorab vereinbarten Verlängerungsoption wird Brae Ivey auch in der neuen Spielzeit das Hamburger Trikot tragen – statt der 8 ziert aber die Nummer 1 die Brust und den Rücken.

„Brae ist im Laufe der vergangenen Saison zu uns gestoßen und hat den schwierigen Job, sich in eine sehr funktionale Gruppe zu integrieren, mit Bravour gemeistert. Er hatte in seiner Karriere nicht viel Kontinuität, daher freut es mich besonders, dass er jetzt in eine zweite Saison gehen und sich vollends auf den Sport konzentrieren kann, da er keine Eingewöhnung mehr braucht. Brae ist wahnsinnig ehrgeizig und ein Gewinner, der alles tut, um dem Team zu helfen. Ich freue mich sehr auf die kommende Saison mit ihm“ kommentiert Head Coach Benka Barloschky die weitere Zusammenarbeit mit dem Aufbauspieler.

Von den Fans der Veolia Towers wurde Brae Ivey schnell ins Herz geschlossen. | Foto: Justus Stegemann

Die vergangene Spielzeit war eine der herausforderndsten in der Karriere des 27-jährigen Brae Ivey. Los ging es in Litauen, es folgte eine Zwischenstation bei Basquet Girona – dem neuen Klub von Ex-Teamkollege Aljami Durham – ehe der Guard in Hamburg landete. Und in der Hansestadt die lang ersehnte Stabilität fand. Dank seines Fokus auf knallharte Defensive fand der Absolvent der San Jose State University schnell seinen Platz in der Rotation von Benka Barloschky. Und kreierte auch in der Offensive für sein Team.

In bisher 16 Auftritten markierte der 1,91 Meter große Aufbau durchschnittlich 10,0 Zähler und unterstrich seine Variabilität mit 2,7 Rebounds und 2,4 Assists. Sein bisher bestes Spiel machte der Kombo-Guard gegen Ludwigsburg – führte seine Towers mit 16 Zähler, je sechs Rebounds und Assists sowie vier Ballgewinnen zum 89:84-Heimsieg, der den Weg zum späteren Play-In-Einzug ebnete. Dass sich Brae Ivey zudem auch auf der ganz großen Bühne wohlfühlt, demonstrierte er beim Jubiläumsspiel gegen den FC Bayern München in der Barclays Arena. Mit einem Dreier aus der Ecke schickte Ivey das bisher größte Basketball-Event der Hansestadt unter ohrenbetäubendem Jubel in die Verlängerung.

„Brae hat in seinen ersten Auftritten bereits gezeigt, was in ihm steckt. Wir sind uns aber sicher, dass er gleichzeitig auch noch viel Entwicklungspotenzial besitzt. Wir möchten ihm die Möglichkeit geben, dieses bei uns mit mehr Stabilität als in den vergangenen Jahren vollständig zu entfalten“, erklärt Marvin Willoughby, Geschäftsführer Sport der Veolia Towers, wieso die Verlängerungsoption in den Vertrag verankert wurde.

 

Brae Ivey
Geburtstag:       25.08.1996
Position:            Guard
Größe:               1,91 m
Nationalität:      USA

Stationen:
2021 – 22           Akademija FMP Skopje (NMK, Macedonian Superleague)
2022                   KK MZT Skopje (NMK, Macedonian Superleague)
2022 – 23           Czarni Słupsk (POL, OBL)
2023                   BC Juventus (LTU, LKL)
2023 – 24           Bàsquet Girona (ESP, ACB)
seit 2024            Veolia Towers Hamburg

Zurück im BKT EuroCup

Auch in der Saison 2024/25 gehen die Veolia Towers im BKT EuroCup an den Start. Es ist bereits die vierte Spielzeit, die die Hamburger im zweithöchsten europäischen Klubwettbewerb bestreiten. Insgesamt 20 Teams aus 12 Ländern bilden das Teilnehmerfeld.

In Vorbereitung auf die Saison 2024/25 erfolgte am späten Montagabend eine weitere Weichenstellung für die Veolia Towers. Denn das Shareholder Board der Euroleague bestätigte die Teilnahme der Hamburger am BKT EuroCup. Damit gehen die Hanseaten in der kommenden Spielzeit bereits zum vierten Mal im zweithöchsten europäischen Klubwettbewerb an den Start.

„Wir freuen uns sehr, dass wir auch im kommenden Jahr wieder europäischen Basketball nach Hamburg bringen können. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Wettbewerb immer besser angenommen wird“, erklärt Geschäftsführer Jan Fischer. „Das Teilnehmerfeld ist wieder hochklassig besetzt und verspricht viele spannende, intensive Partien. Das ist die perfekte Basis, um noch mehr Menschen in der Hansestadt von diesem Wettbewerb zu begeistern“, so Fischer weiter.

Leif Möller im EuroCup mit Ball in der Hand
Leif Möller absolvierte 23/24 insgesamt 16 Partien im BKT EuroCup und lieferte in durchschnittlich 12:51 Minuten 2,6 Punkte. | Foto: Dennis Fischer

Das Teilnehmerfeld ist wie in den vergangenen Jahren gespickt mit zahlreichen Hochkarätern. Zu den insgesamt 20 Teams aus 12 Ländern, die das Teilnehmerfeld des Wettbewerbs in der kommenden Saison bilden, zählt neben den deutschen Vertretern aus Hamburg und Ulm unter anderem auch Valencia – die den Wettbewerb bereits vier Mal gewinnen konnten. Nach über zehnjähriger Abstinenz ist auch Polens frischgebackener Meister Trefl Sopot wieder dabei.

Für die Veolia Towers könnte es 24/25 möglicherweise auch ein Wiedersehen mit Besiktas Istanbul geben, die in der vergangenen Spielzeit für die erste ausverkaufte EuroCup-Partie in der Inselpark Arena gesorgt haben.

Zum Teilnehmerfeld des BKT EuroCup 24/25 zählen: 7bet-Lietkabelis Panevezys, Aris Midea Thessaloniki, Bahcesehir College Istanbul, Besiktas Emlakjet Istanbul, Buducnost VOLI Podgorica, Cedevita Olimpija Ljubljana, Dolomiti Energia Trento, Dreamland Gran Canaria, Hapoel Bank Yahav Jerusalem, Hapoel Shlomo Tel Aviv, JL Bourg-en-Bresse, Joventut Badalona, ratiopharm ulm, Trefl Sopot, Turk Telekom Ankara, U-BT Cluj-Napoca, Umana Reyer Venice, Valencia Basket, Veolia Towers Hamburg, Wolves Twinsbet Vilnius

Der Auftakt der BKT EuroCup Saison 2024/25 erfolgt am 24. September 2024. Im bereits festgelegten Rahmenspielplan haben sich die Vertreter zudem auf Spielpausen des Wettbewerbs in den für November 2024 und Februar 2025 vorgesehenen Nationalmannschaftsfenstern verständigt.

Neuzugang mit reichlich Erfahrung und viel Potenzial

Kenneth Ogbe schließt sich für die kommende Saison den Veolia Towers an. In den vergangenen zwei Spielzeiten lief der athletische Flügelspieler für Oldenburg auf. Der 29-Jährige bringt die Erfahrung aus 165-BBL-Spielen mit in die Hansestadt.

In großen Schritten schreitet die Kaderplanung bei den Veolia Towers voran. Mit der Verpflichtung von Kenneth Ogbe erhält das deutsche Grundgerüst des Hamburger Aufgebots einen weiteren wichtigen Eckpfeiler. Der Flügelspieler, der die vergangenen beiden Spielzeiten das Oldenburger Trikot getragen hat, bringt eine spannende Mischung aus reichlich Erfahrung und gleichzeitig noch viel Potenzial mit in die Hansestadt. Insgesamt 165-Pflichtspiele hat der 29-jährige Musterathlet auf höchstem nationalem Level absolviert – zudem stand der Sohn einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters bereits in den drei höchsten internationalen Wettbewerben auf dem Parkett. Bei den Veolia Towers erhält Ogbe zunächst einen Vertrag bis 2025.

„Kenneth ist ein extrem talentierter Spieler, der in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Er ist jetzt an einem Punkt in seiner Karriere, an dem er genau verstanden hat, dass er viel in seinen Körper investieren muss. Und ich bin überzeugt davon, dass wir in Hamburg genau die richtigen Bedingungen bieten, um dies zu tun. Wir sind sowohl im Athletikbereich als auch in der medizinischen Abteilung unglaublich gut aufgestellt“, beschreibt Head Coach Benka Barloschky die Win-Win-Situation. „Ich freue mich sehr darauf, mit Kenneth zu arbeiten und ihn dabei zu unterstützen, sein volles Potenzial auszuschöpfen. Ich bin mir sicher, dass er viel Freude und Begeisterung entfachen wird“, so Barloschky weiter.

Kenneth Ogbe im Bamberger Trikot beim Dunk
Mit spektakulären Abschlüssen weiß Kenneth Ogbe die Fans aus den Sitzen zu reißen. | Foto: Daniel Löb

Nach Stationen beim TSV Unterhaching und der Jugendabteilung des FC Bayern München fand Kenneth Ogbe im Alter von 15 Jahren den Weg an die Urspringschule. Über drei Jahre dominierte der in der bayerischen Landeshauptstadt geborene Flügelspieler im Jugendbereich, krönte seine Zeit am renommierten Basketball-Internat mit der NBBL-Meisterschaft und dem MVP-Titel im Allstar-Game. Zudem schnupperte der talentierte Athlet erste Profiluft – im Trainingslager von ALBA BERLIN und in der ProA bei Erdgas Ehingen.

Der vollständige Wechsel in den Herrenbereich folgte jedoch erst nach fünf Jahren am College im US-Bundesstaat Utah. Auch hier krönte Kenneth Ogbe seine Laufbahn mit einem beachtlichen Abschlussjahr – in dem er als Topscorer (13,7 PpS) und bester Dreierschütze (42,9 %) hervorstach. In Berlin startete der sechsfache deutsche Nationalspieler anschließend seine Profikarriere, gewann in kleinerer Rolle in seinem zweiten Jahr in der Hauptstadt den Pokal und die Meisterschaft. Nach einem Wechsel reifte der zweifache Vater in Bamberg zum wichtigen Rotationsspieler.

Doch weder beim einstigen Serienmeister noch anschließend in Oldenburg gelang es, sein volles Potenzial auszuschöpfen. Denn immer wieder zwangen hartnäckige Verletzungen den begnadeten Verteidiger zu längeren Pausenzeiten. In Hamburg will der Neuzugang seine Leidenszeit hinter sich lassen und im besten Basketballalter sein Potenzial vollständig zur Entfaltung bringen.

„Kenny hat in den letzten Jahren gezeigt, dass er seinen Teams an beiden Enden des Feldes viel Intensität und Stabilität geben kann. Gleichzeitig konnte er seine Entwicklung aufgrund von Verletzungen nicht so richtig vorantreiben. Wir wollen mit ihm gemeinsam auf seinem starken Fundament aufbauen und ihm einen weiteren Schritt nach vorn ermöglichen“, berichtet Towers Sportchef Marvin Willoughby.

 

Kenneth Ogbe
Geburtstag:       16.11.1994
Position:            Forward
Größe:               1,98 m
Nationalität:      Deutschland

Stationen:
2018 – 2020      ALBA BERLIN
2020 – 2022      Brose Bamberg
2022 – 2024      EWE Baskets Oldenburg

Tschüss, Aljami Durham

Der US-Amerikaner verlässt die Veolia Towers nach einer starken Saison. In insgesamt 51 Pflichtspielen für die Hamburger demonstrierte Aljami Durham sein Potenzial – eine Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem Energizer ließ sich nicht realisieren.

Dass Aljami Durham mit seinem starken Jahr im Trikot der Veolia Towers das Interesse zahlreicher anderer Klubs wecken sollte, war nahezu unausweichlich. Mit 15,0 Zählern und 4,0 Assists avancierte der US-Amerikaner zum Topscorer und besten Vorlagengeber der Hamburger in der easyCredit Basketball Bundesliga. Im BKT EuroCup, dem zweithöchsten europäischen Wettbewerb, kam der Guard mit dem nur sehr schwer zu verteidigenden Antritt auf durchschnittlich 10,8 Punkte. Seine Dreierquote lag in beiden Wettbewerben oberhalb der 40-Prozent-Marke.

Wie viel Entwicklungspotenzial in dem US-Amerikaner noch steckt, der in der Hansestadt seine erst zweite Profisaison absolvierte, verdeutlichten nicht zuletzt die 25 Punkte, die Durham allein im Schlussviertel der finalen Saisonpartie in Ludwigsburg aufgelegt hatte. Und damit zum Abschied eines starken Jahres mit insgesamt 34 Zählern noch einmal einen persönlichen Bestwert aufstellte. Insgesamt 51 Pflichtspiele absolvierte Aljami Durham für die Veolia Towers.

„Wir hätten die Zusammenarbeit mit Al natürlich sehr gern fortgesetzt, hatten ihm auch ein Angebot vorgelegt. Uns war aber auch klar, dass ihn spätestens nach diesem Jahr auch zahlreiche andere Klubs auf dem Schirm haben. Er besitzt noch viel Entwicklungspotenzial, sein Weg wird ihn sicherlich zeitnah in die Topligen Europas führen“, erklärt Marvin Willoughby, Geschäftsführer Sport.

Neuzugang mit großem Herz und noch größerem Einsatzwillen

Aus Bonn wechselt Benedikt Turudic zu den Veolia Towers. In Hamburg erhält der bewegliche 2,07 Meter große Center einen Vertrag bis mindestens 2026. In der Vergangenheit absolvierte der Neuzugang bereits ein Tryout in der Hansestadt.

Benedikt Turudic gehört zu der Sorte von Spielern, dessen Werdegang Head Coach Benka Barloschky und Sportchef Marvin Willoughby schon seit längerer Zeit verfolgen. So stand der mittlerweile 27-jährige Center bereits vor rund dreieinhalb Jahren kurz vor einem Wechsel in die Hansestadt. Nach einem vielversprechenden Tryout trennten sich die Wege der Veolia Towers und des für seine Einsatzfreude bekannte Big Man aber erst einmal wieder. Für den in Gießen geborenen Deutsch-Kroaten ging es zunächst nach Braunschweig, dann weiter nach Bonn. Da der Vertrag des Zonenwühlers dort vorzeitig aufgelöst wurde, tat sich in diesem Sommer die nächste Gelegenheit für eine Zusammenarbeit auf. Und diesmal stimmte das Timing für beide Seiten, die sich auf einen Vertrag bis mindestens 2026 verständigten.

„Benedikt und ich kennen uns schon seit einigen Jahren. Ich mochte seine Einstellung und Arbeitsweise schon damals. Er zeichnet sich durch seine Härte und Toughness aus, spielt mit viel Energie und ist immer in der Lage, sein Team und auch die Zuschauenden abzuholen und mitzureißen. Ich freue mich sehr, dass es jetzt geklappt hat und wir in Hamburg zusammenarbeiten werden“, erklärt Head Coach Benka Barloschky.

Benedikt Turudic hängt im Braunschweiger Trikot nach Dunk am Ring
In Braunschweig reifte Benedikt Turudic zu einem gestandenen BBL-Profi. | Foto: Ulf Duda

In seiner Heimatstadt kam Benedikt Turudic bereits früh in Kontakt mit Basketball. Über die Jugendabteilung des kroatischen Spitzenklubs Cedevita Zagreb führte der Weg des Centers in das Ausbildungsprogramm von ALBA BERLIN. Beim Hauptstadtklub und einstigen Serienmeister verbrachte „Bene“, so sein Spitzname, zwei Jahre in der NBBL und Regionalliga, ehe er 2016 beim Mitteldeutschen BC seinen ersten Profivertrag unterschrieb.

Mit den Wölfen gewann er in seinem ersten Profijahr die ProA-Meisterschaft und gehörte auch in den kommenden drei BBL-Jahren fest zum Aufgebot. Zusätzliche Spielpraxis sammelte der Sohn kroatischer Eltern zudem bei den BSW Sixers, dem Farmteam der Sachsen. Auf der Suche nach dem nächsten Entwicklungsschritt machte Turudic kurzfristig in Göttingen und erneut beim MBC halt, ehe es ihn nach Braunschweig verschlug. Bei den Basketball Löwen reifte der Center in der Rolle als Co-Kapitän zu einem gestandenen BBL-Profi. Im Bonner Trikot sollte der vollständige Durchbruch zum Leistungsträger gelingen. Allerdings ließ eine Rückenverletzung den 2,07-Meter-Mann die halbe Spielzeit verpassen. In Hamburg will Benedikt Turudic, der zunächst noch ein Aufbautraining absolvieren wird, an diese Zielsetzung voller Tatendrang wieder anknüpfen.

„Benedikt ist ein Spielertyp, gegen den man nicht gern spielt, den man aber umso lieber in seinem eigenen Team hat. Er ist bekannt für seinen unermüdlichen Einsatz. Trotz seiner Größe ist er sehr wendig und kann auch hohes Tempo mitgehen. Dazu ist er auch abseits des Feldes ein richtiger Teamplayer“, weiß Marvin Willoughby, Geschäftsführer Sport der Veolia Towers, über den Neuzugang.

Benedikt Turudic
Geburtstag:       27.01.1997
Position:            Center
Größe:               2,07 m
Nationalität:      Deutschland

Stationen:
2016 – 2020      Mitteldeutscher BC
2020                  BG Göttingen
2021                  Mitteldeutscher BC
2021 – 2023      Basketball Löwen Braunschweig
2023 – 2024      Telekom Baskets Bonn

Kapitäns-Duo geht von Bord

Jonas Wohlfarth-Bottermann und Seth Hinrichs werden in der kommenden Saison nicht mehr für die Veolia Towers auflaufen. Das Kapitänsgespann der vergangenen Spielzeit absolvierte zusammen insgesamt 253 Partie für die Hamburger.

Sie standen in den vergangenen Jahren vor allem für eines: Erfahrung, Verlässlichkeit und eine riesige Portion Teamspirit. Die beiden Routiniers Jonas Wohlfarth-Bottermann und Seth Hinrichs liefen zusammen in insgesamt 253 Pflichtspielen für die Veolia Towers auf. Und waren für die zahlreichen jüngeren Teamkollegen stets ein wichtiger Rückhalt. Zur Saison 24/25 wird sich das Kapitäns-Duo allerdings neuen Aufgaben widmen und demnach nach der Sommerpause nicht mehr in die Hansestadt zurückkehren.

Der 31-jährige Seth Hinrichs wechselte zur Saison 2021/22 zu den Hamburgern. Unter Pedro Calles, für den er bereits in Vechta auflief, nahm der große Flügelspieler direkt eine Schlüsselrolle ein. Mit seiner Vielseitigkeit avancierte er in seinem Premierenjahr zum dritteffektivsten Spieler des Teams, das sich mit 19 Siegen die zweite BBL-Playoffteilnahme der Klubgeschichte sicherte. Im zweiten Jahr wurde der Vierfach-Papa dann zum Kapitän gewählt – und bekleidete das Amt auch in seinem finalen, dritten Jahr in der Hansestadt. Insgesamt 153 Partien bestritt Hinrichs in seiner Zeit bei den Veolia Towers – 23/24 legte er wettbewerbsübergreifend durchschnittlich 6,6 Punkte, 4,2 Rebounds und 2,0 Assists auf.

Einen Sommer später kam Jonas Wohlfarth-Bottermann nach drei Jahren in Ludwigsburg zu den Veolia Towers. Und etablierte sich direkt als Führungspersönlichkeit. Dank seiner Erfahrung verlieh der EM-Bronze-Held der Mannschaft auch in sportlich herausfordernden Zeiten Stabilität. Auch das war ein entscheidender Grund, wieso die Mannschaft des letzten Jahres den mittlerweile 34-Jährigen zum Kapitän wählte. Für seinen Einsatz in insgesamt 100 Spielen wurde der Muster-Profi auch von den Fans schnell ins Herz geschlossen. In Erinnerung bleiben daher ganz besonders auch die lauten MVP-Rufe, die WoBo nach dem 89:84-Sieg, zu dem der 2,08-Meter-Mann 9 Punkte und 11 Rebounds beigesteuert hatte, entgegenschallten. In der vergangenen Spielzeit kam der Center auf durchschnittlich 6,1 Punkte und 3,8 Rebounds.

Die Veolia Towers wünschen ihren beiden Kapitänen des letzten Jahres viel Erfolg bei ihren nächsten Klubs und freuen sich auf ein Wiedersehen.

Willkommen Zuhause, OJ

Nach zwei Jahren in Bayreuth und Göttingen kehrt Osaro Jürgen Rich zurück in seine Heimat. Bei den Veolia Towers unterschreibt der Guard einen Zwei-Jahres-Vertrag. Für die Hamburger hat der 25-Jährige bisher bereits 66 Pflichtspiele absolviert.

Über die erste Neuverpflichtung muss wahrscheinlich nicht viel erzählt werden. Denn ein Neuling ist Osaro Jürgen Rich keineswegs, weder für Head Coach Benka Barloschky noch für die Fans der Veolia Towers. Über acht Jahre absolvierte der mittlerweile 25-Jährige das Ausbildungsprogramm in der Hansestadt – lief zunächst in der JBBL und NBBL sowie später bei Kooperationspartner SC Rist Wedel in der ProB und schlussendlich für die Towers in der easyCredit BBL und im BKT EuroCup auf. Im Sommer 2022 verabschiedete sich der gebürtige Lübecker mit dem Wunsch, andernorts den nächsten Karriereschritt zu machen. Nachdem sich die Frohnatur in Bayreuth und Göttingen den Wunsch erfüllt hat, folgt jetzt die Rückkehr in die Heimat – und das bis mindestens 2026.

„Nach zwei aufregenden Jahren außerhalb Hamburgs freue ich mich riesig darauf, ab sofort wieder Teil der TowersFamily zu sein. Ich denke, ich habe hier die perfekten Bedingungen, um meine Entwicklung weiter voranzutreiben“, erklärt Rückkehrer Osaro Jürgen Rich, der wie gewohnt auch die Sommerpause in seiner Wahlheimat verbringen wird. „Ich kann es kaum erwarten, wieder in der Inselpark Arena auf dem Parkett zu stehen und von unseren Fans empfangen zu werden“, blickt Rich mit einem breiten Grinsen auf die kommende Spielzeit.

„Uns beide verbindet eine intensive und erfolgreiche Zeit, in der er den Schritt zum Profi-Spieler gemeistert hat. Wir haben großes Vertrauen ineinander und müssen uns nicht mehr kennenlernen. Das kommt unserem Wunsch nach Kontinuität sehr nahe“, sagt Benka Barloschky anlässlich Richs Rückkehr. „Er ist den Schritt aus Hamburg heraus gegangen, um sich als Profi zu beweisen und zu etablieren. Jetzt kommt er nach Hamburg zurück, um wiederum den nächsten Schritt zu gehen. Dies mit ihm zusammen zu erarbeiten, darauf freue ich mich ungemein“, so der Hamburger Head Coach.

Schon während seiner ersten zwei Profijahre in Hamburg eroberte Osaro Jürgen Rich dank seiner Arbeitseinstellung und kämpferischen Mentalität die Fan-Herzen im Sturm. Diese beiden Eigenschaften festigte der ligaweit für seine knallharte Verteidigung bekannte Guard in den zwei folgenden Jahren in Bayreuth und Göttingen. Und arbeitete zudem beharrlich auch an seinem offensiven Skillset. In den vergangenen beiden Spielzeiten kam der ehemalige Eliteschüler des Sports auf 6,0 (BAY) bzw. 6,1 Zähler (GOT) pro Spiel.

Gemeinsam mit Justus Hollatz reifte Osaro Jürgen Rich in Hamburg zum Profi und gewann 2019 die ProA-Meisterschaft. | Foto: Dennis Fischer

In seiner alten, neuen Heimat will der ProA-Champion von 2019 seine Entwicklung fortsetzen. Dass die Voraussetzungen dafür passen, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. In seinen acht Ausbildungsjahren arbeitete Rich bereits sehr eng mit Benka Barloschky zusammen – nicht zuletzt zwischen 2019 und 2021 bei Kooperationspartner SC Rist Wedel – und reifte zum Bundesliga-Profi. Im Towers-Team der Saison 24/25 soll Osaro Jürgen Rich auf und abseits des Platzes eine Rolle als Führungspersönlichkeit einnehmen und darüber hinaus als Vorbild für den Hamburger Nachwuchs fungieren.

„Der Kontakt zu Osaro ist über die letzten zwei Jahre nie abgerissen. Wir haben seinen Weg sehr aufmerksam verfolgt. Der Blick aus dem bekannten Nest heraus war für ihn nach seiner Ausbildungszeit bei uns sehr wertvoll – und genau der richtige Schritt. Und wir sind gemeinsam der Überzeugung, dass die Rückkehr jetzt aber auch genau der richtige Schritt für ihn und seine persönliche Entwicklung ist“, verdeutlicht Marvin Willoughby, Geschäftsführer Sport.

 

Osaro Jürgen Rich Igbineweka
Geburtstag:      22.07.1998
Position:           Guard
Größe:              1,88 m
Nationalität:     Deutschland

Stationen:
2014 – 2022      Hamburg Towers
2022 – 2023      medi bayreuth
2023 – 2024      BG Göttingen

Nico Brauner hängt Sneaker an den Nagel

Nachdem mit dem Jahr bei den Veolia Towers für Nico Brauner ein Traum in Erfüllung gegangen war, hat sich der Guard entschieden, seine Profikarriere zu beenden. Für die Hamburger absolvierte der 29-Jährige 54 Pflichtspiele in der höchsten deutschen Spielklasse und im zweithöchsten europäischen Wettbewerb.

Vielen Sportlern fällt der Abschied vom Profidasein schwer. Nico Brauner fiel die Entscheidung, mit 29 Jahren seine aktive Karriere als Basketballprofi zu beenden, dagegen fast schon spielend leicht. Denn im vergangenen Jahr hat sich der gebürtige Wiesbadener einen Traum erfüllt – ging sowohl in der easyCredit Basketball Bundesliga, der höchsten deutschen Spielklasse, als auch im BKT EuroCup, dem zweithöchsten europäischen Wettbewerb, auf Korbjagd. Auch dank seines unbändigen Willens, der ihn auf dem Spielfeld auszeichnete, hat er sich über Stationen in Kirchheim, Jena und Gießen zuvor bis ganz nach oben gearbeitet.

„Ich habe aber gemerkt, dass mich der Sport nicht mehr so erfüllt und die Motivation, die mir den Weg in den letzten Jahren geebnet hat, nicht mehr so vorhanden ist“, erklärt Nico Brauner seinen Abschied vom Profisport. „Es war großartig zu sehen, wohin mich mein Weg in den letzten Jahren geführt hat – die Erfahrungen in dieser Saison waren der verdiente Lohn für die harte Arbeit. Ich habe meine Karriere sehr genossen und bin unglaublich dankbar für die Zeit“, so der Guard, der bei den Hamburgern auch eine wichtige Rolle als Glue-Guy im Team einnahm.

Als einer der besten deutschen Spieler der ProA wechselte Nico Brauner im vergangenen Sommer in die Hansestadt. In der deutschen Beletage gelang es dem Guard zwar nicht, seinen Karrierebestwert in Punkten (11,5 PpS) und eine Dreierquote von 40,6 Prozent zu konservieren – ein unermüdlicher Arbeitswille, nicht nachlassender Eifer in der Verteidigung und der bedingungslose Einsatz fürs Team zeichneten ihn aber weiterhin aus. Und wenn der Dreier doch so fiel wie in seinen vier ProA-Jahren, dann blühte Brauner auch offensiv voll auf.

Beim zweifachen Overtime-Sieg in Göttingen stellte Nico Brauner mit 16 Zählern eine persönliche BBL-Bestleistung auf. Auch gegen Braunschweig und München, amtierender Pokalsieger und Playoff-Halbfinalist, punktete er zweistellig. Nicht nur in der easyCredit BBL schreckte er nicht vor großen Namen zurück. Im EuroCup waren es auch seine zehn Punkte, die dazu führten, dass die Veolia Towers dem späteren Playoff-Teilnehmer Joventut Badalona bis in die Schlussminute ein enges Spiel abtrotzten. Und gegen niemand geringeren als den späteren Champion Paris Basketball verbuchte er mit elf Zählern seinen internationalen Höchstwert.

In fünf Profijahren absolvierte Nico Brauner insgesamt 175 Pflichtspiele und trug dabei die Trikots der Knights aus Kirchheim, von Science City Jena, den Gießen 46ers und zuletzt der Veolia Towers Hamburg.

Pfiat di, Bussi und Baba

Assistant Coach Stefan Grassegger wird nach der Sommerpause nicht ins Trainerteam der Veolia Towers zurückkehren. Der Österreicher überzeugte in den vergangenen zwei Jahren nicht nur mit seinem Basketball-Fachwissen und seiner herzlichen Art – sondern wurde auch zum Social Media Phänomen.

Es war nur ein kurzer Augenblick, in dem Stefan Grassegger zum Ende des Play-In-Spiels in Ludwigsburg Aljami Durham in die Arme schloss. Doch es war dieser eine Moment, der eine besondere und insgesamt erfolgreiche Spielzeit sowie all seine unterschiedlichen Facetten in einer unnachahmlichen Art und Weise widerzuspiegeln vermochte. Und ein Ausdruck dafür, welchen Stellenwert sich der ebenso fachmännische wie sympathische Österreicher in den vergangenen zwei Jahren als Assistant Coach der Veolia Towers erarbeitet hat. Zur kommenden Spielzeit wird der 34-Jährige auf eigenen Wunsch aber nicht mehr nach Hamburg zurückkehren.

Im Sommer 2022 brachte Raoul Korner seinen Landsmann Stefan Grassegger, mit dem er zuvor auch schon bei der österreichischen Nationalmannschaft zusammengearbeitet hatte, mit nach Hamburg. Als Fachmann für Videoanalyse fand der abseits des Sports als wandelndes Film- und Serien-Lexikon bekannte Grassegger schnell seine Rolle im Trainergespann. Auch nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Raoul Korner blieb der examinierte Lehrer für Englisch und Philosophie/Psychologie Teil des Trainergespanns und ein enger Vertrauter von dem zum Head Coach beförderten Benka Barloschky.

Doch nicht nur die Basketball-Expertise – Barloschky hob nach dem 81:93-Play-In-Sieg in Oldenburg ausdrücklich Grasseggers Vorbereitung für den defensiven Gameplan hervor – zeichnet „Grassi“ aus. Der Österreicher trifft auch immer den richtigen Ton. Mit seiner herzlichen Art fand der Wiener zu Spielern, Office-Mitarbeitern und Fans jederzeit einen sehr persönlichen Draht. Und prägte damit wesentlich die allseits zitierte Arbeitsmoral, mit der die Veolia Towers die vergangene Spielzeit bestritten und die auch in Zukunft die DNA der Hamburger prägen soll.

Und auch als Social Media Berühmtheit machte sich Stefan Grassegger während seiner Zeit bei den Veolia Towers einen Namen. Mit seinem Einarmigen-Rückwärts-Wurf von der Mittellinie, den Landsmann Thomas Klepeisz als Signature-Shot des Tattoo-Fans bezeichnete, ging er viral. Selbst die Kronen Zeitung, Österreichs reichweitenstärkste Tageszeitung, widmete sich daraufhin dem Internet-Phänomen. Welche Geschichten Stefan Grassegger in Zukunft schreiben wird, ist dagegen noch nicht ganz klar.

U14 wird Deutscher Vizemeister

Bei der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft wurde die U14 des Hamburg Towers e.V. Deutscher Vizemeister. In einem spannenden Halbfinale setzten sich die Hanseaten gegen Frankfurt (74:68) durch. Im Finale krönte sich dann der FC Bayern München nach einer perfekten Spielzeit zum neuen Champion.

Am vergangenen Wochenende versammelten sich die Basketball-Stars von morgen in der Inselpark Arena. Denn dort fand über zwei Tage die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft in der Altersklasse U14 statt. Mit dabei auch der Nachwuchs des Hamburg Towers e.V., der sich als Hamburger Meister und Norddeutscher Meister sowie einem Erfolg in der letzten Qualifikationsrunde den Startplatz beim Turnier der vier besten Teams gesichert hatte.

Das Selbstbewusstsein aus der bisher erfolgreichsten Jugendsaison in der Vereinsgeschichte nahmen die jungen Hamburger direkt mit in die erste Partie. Gegen den FRAPORT SKYLINERS e.V., der sich als zweiter der Süddeutschen Meisterschaft qualifiziert hatte, erspielte sich die Mannschaft von Kata Takacs und Sven Jeglitza sowie Co-Trainer Marcus Engelke früh eine deutliche Führung. Vor rund 500 Zuschauern steckten die Korbjäger aus Mainhattan aber nicht auf – und sorgten nach einer furiosen Aufholjagd für eine spannungsgeladene Schlussphase. Die Hamburger aber trotzten dem Frankfurter Comeback, versenkten in der Crunchtime nervenstark ihre Versuche aus der Distanz und jubelten anschließend über den 74:68-Halbfinalerfolg.

Im zweiten Halbfinale setzte sich der FC Bayern München mit 112:43 gegen die BG Zehlendorf aus Berlin durch – und komplettierte damit das finale Teilnehmerfeld. Auch am Sonntag strömten wieder zahlreiche Zuschauer in den Hamburger Inselpark und sahen zunächst einen knappen 89:79 der BG Zehlendorf gegen die FRAPORT SKYLINERS. Anschließend begegneten sich dann mit dem Hamburg Towers e.V. und dem FC Bayern München die jeweils beiden besten Mannschaften aus dem Norden und Süden Deutschlands.

Im Endspiel wurde die U14 aus der bayerischen Landeshauptstadt schnell ihrer Favoritenrolle gerecht. Zur Halbzeit lagen die Münchner bereits zweistellig in Führung, zur Halbzeit baute der amtierende Süddeutsche Meister den Vorsprung auf 40 Punkte aus. Trotz des deutlichen Rückstandes gaben die Hamburger, entsprechend dem Vorbild der Profis der Veolia Towers Hamburg, aber zu keiner Zeit auf. Der FC Bayern München krönte dank des 51:106-Erfolges im Endspiel eine perfekte Saison. Und auch der Hamburg Towers e.V. feierte – eine rundum gelungene Endrunde in der eigenen Halle und die Vizemeisterschaft, den bisher größten Erfolg eines Vereinsteams.