28.11.2019

Carrera debütiert gegen Bayreuth

Carrera debütiert gegen Bayreuth

Im vierten Anlauf soll es mit dem ersten Heimsieg in der Erstliga-Geschichte der Hamburg Towers endlich klappen. Der ist nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge dringlicher denn je. Allerdings präsentiert sich mit medi bayreuth am Samstag, 30. November, ein zuletzt erstarkter Konkurrent in der edel-optics.de Arena. Sprungball ist um 20.30 Uhr.

Nicht nur aufgrund des 82:79-Erfolgs gegen die Telekom Baskets Bonn haben die Franken ihren schwachen Saisonstart plus Pokal-Aus vergessen lassen. Nach den vier Startpleiten war das Team des geschätzten österreichischen Trainers Raoul Korner in drei von vier Ligabegegnungen überlegen, den einzigen Verlust gab es gegen Titelverteidiger FC Bayern München. So kletterte der Vorjahreszwölfte auf den elften Platz und ist in der aktuellen Verfassung sogar ein erweiterter Anwärter auf die Playoffs. Im Europe Cup gewann Bayreuth am Mittwochabend bei APOEL Nikosia mit 83:68, das Weiterkommen in die Zwischenrunde stand bereits vorher fest. „Seit Saisonbeginn hat sich Bayreuth Schritt für Schritt verbessert, was sich in allen Wettbewerben zeigt, Raoul Korner leistet wirklich gute Arbeit“, lobt Towers-Headcoach Mike Taylor.

Während die Defensive der Gäste noch etwas wackelt, ist die Offense grundsolide. Getragen von den drei Guards Bryce Alford (12,8 Punkte pro Spiel), James Woodard (12,5 PpS) und James Robinson (11,3 PpS) leistet sich medi prozentual die zweitwenigsten Ballverluste der easyCredit Basketball Bundesliga, spielt allerdings auch das langsamste Tempo. Erfahrung liefern Nate Linhart und Benka-Barloschky-Doppelgänger Basti Doreth. Maßgeblich am Aufschwung der Vorwochen beteiligt war Center Andreas Seiferth (9,7 PpS/7,7 Rebounds pro Spiel). Seit der 30-Jährige seine Schulterverletzung auskuriert hat, verfügen die Wagnerstädter über deutlich mehr Optionen an beiden Enden. Solange Seiferth verletzt war, sprang Justin Raffington (3,7 PpS/2,8 RpS) für ihn in die Bresche. Der Aufstiegsheld, der die vergangenen drei Jahre in Hamburg gespielt hat, unterschrieb im Sommer einen für vier Monate geltenden Vertrag, den er bislang mit der gewohnten Zuverlässigkeit rechtgefertigt hat. Die Towers-Fans dürften einem der spektakulärsten und beliebtesten Spieler der Vereinsgeschichte einen fulminanten Empfang bieten. „Ich freue mich sehr, ihn zu sehen. Justin hatte entscheidenden Anteil am Aufstieg“, sagt Taylor.

Aus den eigenen Reihen dürfen die Zuschauer voraussichtlich Malik Müller zurückbegrüßen. Der lädierte Knöchel ist gut verheilt, ein Einsatz wahrscheinlich. Fraglich ist Kevin Yebo, den einige Nicklichkeiten plagen. In Topform präsentierte sich dafür Neuzugang Michael Carrera. „Er hat uns einen richtigen Boost gegeben“, betont Taylor. Der venezolanische Forward dürfte direkt signifikante Spielanteile erhalten. Sein Trainer setzt auf ihn: „Uns ist die Dringlichkeit eines Erfolgs bewusst, wir müssen die Verbesserungen aus dem Training endlich im Spiel umsetzen. Das sind wir unserem Publikum schuldig, das uns in der zweiten Hälfte gegen Göttingen beinahe noch zum Comeback-Sieg getragen hat.“

Zusätzlich zum Angebot auf www.magentasport.de wird die Partie erneut im Hamburger Ding gezeigt. Übertragungsbeginn ist um 20.15 Uhr, das Co-Working-Space am Nobistor 16 öffnet aber bereits um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet zehn Euro, ein Freigetränk ist im Preis inbegriffen.

So 22. Dezember 19

vs. ALBA BERLIN

Do 26. Dezember 19

@ Telekom Baskets Bonn

So 29. Dezember 19

vs. RASTA Vechta

So 05. Januar 20

@ EWE Baskets Oldenburg