11.10.2018

Vorletzter Hanau wird nicht unterschätzt

Vorletzter Hanau wird nicht unterschätzt

Tabellenerster trifft auf den Vorletzten: Auf dem Papier sieht der Auftritt der Hamburg Towers bei den sieglosen HEBEISEN WHITE WINGS Hanau am Samstag, 13. Oktober, nach einer Pflichtaufgabe aus. Tatsächlich ist für die Mannschaft von Headcoach Mike Taylor vom Tip-Off ab 19 Uhr an aber höchste Vorsicht geboten, denn die Hessen sind stärker, als es ihre Platzierung und 0:3-Bilanz vermuten lassen.

Das untermauert ein Blick auf die Statistiken und bisherigen Spiele. So unterlag der Playoff-Viertelfinalist der Vorsaison dem ambitionierten Phoenix Hagen knapp mit 80:84 und Bundesliga-Absteiger Tigers Tübingen erst nach Verlängerung mit 101:110. Lediglich die 74:85-Niederlage bei den Uni Baskets Paderborn am vergangenen Spieltag kam unerwartet. Woran es bei Hanau hakt: die hohe Anzahl an Ballverlusten (17 pro Partie) sowie die Verteidigung, die die zweitmeisten Zähler der Liga zulässt (93). In puncto Scoring macht dem Team des langjährigen Trainers Simon Cote hingegen niemand so schnell etwas vor. Die „weißen Flügel“ erzielen durchschnittlich die drittmeisten Punkte (85) in der ProA und haben die drittbeste Trefferquote (46,8%) – eine Kategorie, die mit großem Abstand von den Towers angeführt wird (56,3%).

Dementsprechend mahnt Taylor zur Vorsicht: „Wir erwarten einen starken Rivalen, der mit dem Rücken zur Wand steht und daher alles in die Waagschale werfen wird.“ Zwar ist der Kader des Fünftzehnten recht dünn besetzt – erst acht Akteure wurden bislang eingesetzt –, doch die individuellen Qualitäten sind unbestritten. US-Guard Luquon Choice (16,7 Punkte pro Spiel) ist vermutlich der beste Distanzschütze der 2. Bundesliga (44% Dreierquote bei 8,3 Versuchen), daneben organisiert Allrounder Till-Joscha Jönke (10 PpS/6,7 Assists pro Spiel) umsichtig die Offensive. Mit den Forwards Dorian Pinson (18 PpS/8,3 Rebounds pro Spiel/2,3 Steals pro Spiel), der in seinem ersten Profijahr überzeugt, und Josef Eichler (10,7 PpS) stehen den White Wings solide Optionen zur Verfügung.

„Ihre Spieler sind sehr talentiert. Jönke ist ein äußerst guter junger Aufbau, Choice ein exzellenter Scorer, Pinson vielseitig. Dazu hat sich Eichler vom reinen Werfer zu einem Routinier mit Inside-Bewegungen entwickelt. Kalidou Diouf ist eine gute Addition auf der Center-Position. Das wird eine richtig harte Challenge für uns, die wir keinesfalls unterschätzen werden“, betont Taylor.

Seine Mannschaft hat der extrovertierte Sympathieträger gewissenhaft auf diese Herausforderung vorbereitet. „Wir arbeiten weiter daran, uns zu verbessern, zu wachsen und unseren Standard täglich anzuheben. Was wir in den ersten Wochen der Saison erreicht haben, stimmt mich zufrieden, auf dem richtigen Weg zu sein“, sagt der 46-Jährige.

In der Main-Kinzig-Halle müssen die Wilhelmsburger allerdings auf Malik Müller verzichten. Der Flügelspieler zog sich im Match gegen Tübingen einen Muskelfaserriss in der rechten Wade zu und wird voraussichtlich vier Wochen ausfallen. Auch für Marius Behr (Pfeiffersches Drüsenfieber) kommt der Einsatz noch zu früh. Allerdings macht der gebürtige Bremerhavener Fortschritte. Eine Untersuchung von Mannschaftsärztin Dr. Florentine Markworth hat ergeben, dass die Milz wieder kleiner geworden ist. „Ich fange mit leichtem Bewegungs- und Wurftraining an. Dann müssen wir abwarten, wie der Körper auf die Belastung reagiert“, erklärt Behr. Bei optimalem Genesungsprozess ist er am 27. Oktober zum Heimspiel gegen Paderborn wieder dabei. „Malik und Marius sind bei unseren Ärzten und dem LANS Medicum in guten Händen. Ich bin überzeugt, dass uns beide bald wieder zur Verfügung stehen werden“, glaubt Taylor.

Auf www.airtango.live wird das Duell mit Hanau im Internet übertragen.

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