21.11.2018

Towers zerlegen Trier im Topspiel

Towers zerlegen Trier im Topspiel

Das war ein Statement-Sieg. Mit 108:62 (76:43, 50:33, 28:14) haben die Hamburg Towers im „Schnurrbart-Spiel“ die RÖMERSTROM Gladiators Trier rasiert. Vor 3110 Zuschauern in der edel-optics.de Arena war der Tabellenzweite seinem Verfolger im Spitzenspiel in nahezu allen Belangen haushoch überlegen und feierte den höchsten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Achmadschah Zazai, Tevonn Walker, Drew Barham, Beau Beech und Jannik Freese begannen wie gewohnt, allerdings mit ungewohntem Erscheinungsbild: die Akteure von Headcoach Mike Taylor ließen sich einen „Porno-Balken“ stehen. Das Anfangsquintett legte einen optimalen Start hin und setzte sich schnell ab. Barham war der Katalysator des Spurts, der Trier zur ersten Auszeit zwang (8:3/4. Minute). In Folge rollte eine Lawine über die Gäste. 13 unbeantwortete Punkte gelangen den wie entfesselt auftretenden Bartträgern, die auf 19:3 (6.) davonzogen. Wie angefasst die Gladiators waren, bewies die Tatsache, dass deren Trainer Christian Held noch im ersten Viertel die zweite Timeout verpulverte (24:10/8.). Mit 28:14 ging es in die Viertelpause.

Das Schützenfest wurde nun vorübergehend unterbrochen. Stattdessen dauerte es 2:27 Minuten, bis überhaupt jemand scorte: Diesmal war es der Tabellendritte, der fünf Zähler in Serie einstreute. Damit nicht genug. Bis auf 25:30 kamen die Moselstädter nach einem Dreier von Veteran Jermaine Bucknor heran (15.), ehe der Gastgeber seine offensive Linie wiederfand. Mit Penetrationen und den sich daraus ergebenden Kick-Out-Pässen auf die freien Schützen versorgten die Towers-Guards ihre Kollegen Beech und den unwiderstehlichen Barham mit einem Festmahl an der Dreierlinie. Binnen kürzester Zeit war der Vorsprung wieder auf ein beruhigendes 50:33 zur Halbzeit angewachsen.

Jegliche Comeback-Versuche Triers wurden nach dem Seitenwechsel umgehend im Keim erstickt. Ein 10:0-Spurt Hamburgs sorgte für die frühe Vorentscheidung. Es dauerte drei Minuten bis zum ersten Gladiatoren-Korb, der direkt wieder von sieben Punkten der Wilhelmsburger gekontert wurde. Bereits Anfang des dritten Viertels hatten mit Beech, Barham, Freese und Walker vier Norddeutsche zweistellig gescort. Angefeuert von den Zweitliga-Handballern des HSV Hamburg, mehreren Spielern des FC St. Pauli und Football-Experte Patrick Esume hatten sich die Hausherren zum Viertelende auf 76:43 abgesetzt.

Im finalen Abschnitt ging es lediglich noch darum, ob die 100 Punkte zum vierten Mal in dieser Saison geknackt werden. Sie wurden es. Auch, da Müller nun von der Dreierlinie ein Feuerwerk abfackelte und sich mit Barham einen persönlichen Distanzwurf-Contest lieferte. So war es der deutsche Combo Guard, der mit seinem fünften Treffer aus 7,25 Metern das 102:58 (37.) erzielte. Justin Raffington setzte mit zwei Dunks die Kirsche auf die 108:62-Sahnetorte.

„Wir haben sehr gut verteidigt und den Ball bewegt. Unsere Bank hat uns wichtige Energie geliefert“, sagte Taylor und ergänzte scherzhaft: „Der Schlüssel zum Sieg waren unsere Schnurrbärte. Es war wunderbar, dass die Mannschaft und die Fans so viel Spaß daran hatten. Besonders haben mich die Kinder im Publikum gefreut, die sich Bärte aufgemalt hatten.“

Hamburg Towers: Zazai (4 Punkte), Rich, Beech (14/8 Rebounds), Walker (15), Kovacevic, Kindzeka (5), Müller (17), Freese (12), Behr (2), Hollatz (3/7 Assists), Raffington (13/12), Barham (23).

Abermals bleibt den Towers kaum Zeit zum Durchatmen. Schon am Samstag, 24. November, steht das Gastspiel beim zuletzt im Aufwind befindlichen Phoenix Hagen auf dem Plan. Tip-Off der Begegnung ist um 19 Uhr.

Das Schnurrbart-Spiel gegen die Römerstrom Gladiators Trier

So 16. Dezember 2018

@MLP Academics Heidelberg

So 23. Dezember 2018

@Nürnberg Falcons BC

Sa 05. Januar 2019

@RÖMERSTROM Gladiators Trier

Fr 11. Januar 2019

@VfL Kirchheim Knights