13.12.2017

Towers verlieren knapp in Köln

Die Hamburg Towers haben es verpasst, das Spitzenspiel bei den RheinStars Köln zu ihren Gunsten zu entscheiden. Vor 1460 Zuschauern in der Lanxess-Arena, darunter Fußball-Weltmeister Lukas Podolski, unterlag das Team von Hamed Attarbashi nach einer hochdramatischen Schlussphase mit 74:77 (55:52, 40:38, 27:15). Dadurch fallen die Wilhelmsburger vom dritten auf den fünften Platz zurück, Köln und Karlsruhe ziehen vorbei.

In Abstinenz des über Nacht grippeerkrankten René Kindzeka begannen die Towers mit Anthony Canty, Hrvoje Kovacevic, Greg Logins, Jonathon Williams und Justin Raffington in der Starting Five. Letzterer gab mit zwei spektakulären Blocks die defensive Marschroute vor, während Spielmacher Canty im Angriff doppelt von der Dreierlinie einnetzte und für eine 18:10-Führung (8. Minute) sorgte. Die Gäste ließen den Ball sehenswert laufen und gaben Köln zumeist nur gut verteidigte Dreier als Abschluss, was im 27:15-Viertelstand mündete.

Doch die RheinStars bewiesen, warum sie derzeit eines der formstärksten Teams der ProA sind und starteten mit einem 10:0-Run ins zweite Viertel, ehe Attarbashi per Auszeit den Resetknopf betätigte (14.). Seine Worten verfehlten ihre Wirkung nicht, der stark aufspielende Williams und Logins erhöhten prompt wieder auf 31:25, sodass nun Kölns Trainer Denis Wucherer zur Aussprache an der Seitenlinie bat. Mit einem knappen 40:38-Vorsprung gingen Kovacevic und Co. zur Halbzeitbesprechung.

Den knappen Vorsprung behaupteten die Towers im dritten Viertel durchgängig. Zwar wurden einige einfache Punkte direkt am Korb liegengelassen, dafür fielen die Distanzwürfe hochprozentig. Beiden Mannschaften gelang es permanent, auf einen Score des Rivalen zu antworten. Mit 55:52 starteten die Hamburger in ein spannendes Schlussviertel.

Hierbei mussten die Jungs von Hamed Attarbashi früh einen herben Rückschlag verkraften, als Raffington sein fünftes Foul kassierte (33.). Wenig später gelang den Domstädtern der Ausgleich (59:59/35.), doch Canty zog mehrfach unwiderstehlich zum Korb und hielt die Towers im Spiel. Die finalen Minuten waren von einem ständigen Führungswechsel geprägt. Einen Dreier von Williams zum 72:71 für die Hanseaten konterte Kavin Gilder-Tilbury von jenseits des Perimeters. Wieder war es Williams, der von der Freiwurflinie zum 74:74 ausglich.

Allerdings kassierten die Gäste im Anschluss ein technisches Foul, weil sie im Angriff zuvor unerlaubterweise vier Ausländer auf dem Feld hatten. Die RheinStars verwandelten den fälligen Freiwurf und im folgenden Angriff zwei weitere Bonuswürfe. Ein weiter Dreier von Canty mit der Schlusssirene geriet zu kurz, und die Begegnung ging mit 74:77 verloren.

„Der Wechselfehler geht auf die Kappe des Trainerteams, das darf uns nicht passieren. Vorher haben wir viele Dinge gut gemacht, das stimmt mich optimistisch“, kommentierte Attarbashi.

Hamburg Towers: Canty (20 Punkte), Kamp (2), Wolf (5) Kovacevic (6), Darley, Schmidt (2), Gertz (3), Raffington (10), Williams (19), Logins (7).

Am Sonntag, 13. Dezember, können die Towers zu Hause Wiedergutmachung betreiben. Zu Gast in der edel-optics.de Arena sind ab 17 Uhr die RÖMERSTROM Gladiators Trier. Eintrittskarten für das Spiel sind hier erhältlich: https://hhtowers.wlec.ag/hamburg-towers-r-merstrom-gladiators-trier-tickets-75.html