14.03.2019

Towers sinnen gegen Hanau auf Revanche

Towers sinnen gegen Hanau auf Revanche

Mike Taylor ist Inhaber einer Payback-Karte. Und diese möchte er am Samstag, 16. März, prall mit Punkten füllen. Denn das Gastspiel der EBBECKE WHITE WINGS Hanau bei den Hamburg Towers hat der Headcoach unter das Motto „Revanche“ gestellt. Auftakt dazu ist um 19.30 Uhr in der edel-optics.de Arena.

„Keine Niederlage hat mich in dieser Saison so sehr enttäuscht wie die in Hanau“, erinnert sich Taylor schmerzlich an das überraschende 68:82 am 31. Oktober 2018 beim damals wie heute Tabellenvorletzten. „Wir wollen zeigen, wie sehr wir uns seitdem verbessert haben“, betont der 46-Jährige.

Ähnliches würden die Gäste (7:20-Bilanz) ebenfalls gerne von sich behaupten – können dies in einer von Verletzungen und Pech geprägten Spielzeit im Limbo aber nur in begrenztem Ausmaß. Für die Hessen, die vergangenes Jahr noch das Playoff-Viertelfinale erreichten, steht die Existenz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga auf dem Spiel, und die Chancen stehen nicht gut. Drei Spieltage vor Ende der regulären Saison liegt Hanau zwei Siege hinter dem FC Schalke 04 sowie den Uni Baskets Paderborn, spielt zwar noch gegen die Königsblauen, aber auch in Hamburg und bei Tabellenführer NINERS Chemnitz. Übersetzung: Die Lage wäre nahezu aussichtslos, wenn die Partie bei den Towers verloren geht. „Wir erwarten, dass Hanau alles geben wird, was in ihnen steckt, und bis zum Umfallen kämpfen wird. Gegen Mannschaften zu spielen, die dringend Siege benötigen, ist extrem schwierig“, warnt Taylor.

Vier Begegnungen in Serie gaben die weißen Flügel, die bis zum Jahreswechsel als HEBEISEN WHITE WINGS firmierten, ab, zuletzt mit 58:67 gegen die Kirchheim Knights. Das Resultat illustriert die größte Baustelle von Trainer Simon Cote: die Offensive. Sämtliche Metriken weisen den Abstiegskandidaten als eines der schwächsten Angriffsteams der Liga aus. Dennoch beinhaltet der Kader Akteure, die an einem guten Tag zur Gefahr werden können. So wie Scharfschütze Luquon Choice (15,1 Punkte pro Spiel), der den Wilhelmsburgern im Hinspiel zusetzte. Auch Forward Dorian Pinson (12,2), Center Kalidou Diouf (11,3) sowie der nach langer Verletzung gerade erst genesene Spielmacher Till-Joscha Jönke (10,9) sind grundsolide.

Der Tabellendritte schaut jedoch mehr auf sich als auf den Kontrahenten. „Im Kampf um unsere Ausgangsposition für die Playoffs hat jedes Spiel eine gravierende Bedeutung. Es geht darum, so lange wie möglich Heimvorteil zu besitzen“, sagt Taylor, der damit zufrieden ist, wo sich seine Mannschaft befindet. „Trotz der Verletzungen haben wir die vergangenen Wochen gut überstanden und dabei immer mehr Vertrauen in unsere jungen Spieler wie Justus Hollatz und Jürgen Rich gewonnen.“

Die Verletzungssituation hat sich allerdings noch nicht entspannt. Scootie Guyton (Bänderriss im Knöchel) benötigt ebenso weitere Zeit zur Genesung wie René Kindzeka (Innenbandanriss im Knie). Besser als erwartet verläuft die Reha bei Hrvoje Kovacevic (Muskelfaserriss in der Wade), ein Einsatz am Samstag kommt jedoch etwas zu früh. Zu allem Übel steht hinter dem Einsatz von Rich (Bänderdehnung im Knöchel) ein Fragezeichen.

Bislang gibt es noch Eintrittskarten. Dass die Abendkasse am Spieltag geöffnet wird, ist jedoch äußerst fraglich. Tickets können hier erworben werden: https://hhtowers.wlec.ag/hamburg-towers-vs-hebeisen-white-wings-hanau-tickets-107.html

Alternativ wird die Begegnung im Livestream (www.airtango.live) übertragen. Ab 19.15 Uhr melden sich Moderatorin Annie Brandt sowie das Kommentatoren-Duo Dave Volkmann und Fabian Tschakert aus der edel-optics.de Arena.

Sa 23. März 2019

@NINERS Chemnitz

Sa 30. März 2019

@Tigers Tübingen