14.11.2017Piraten gehen in Berlin baden

Die Piraten Hamburg haben die zweite Niederlage in Folge hinnehmen müssen. Die NBBL-Mannschaft von Felix Banobre kam bei ALBA Berlin mit 60:114 förmlich unter die Räder. Die Hauptstädter, die neben den YOUNG RASTA DRAGONS haushoher Favorit der Hauptrunden-Gruppe 1 sind, zeigten dabei eine wahre Machtdemonstration und ließen von Beginn an nichts anbrennen.

„Wir hatten am Anfang einfach zu viel Respekt und haben uns direkt beim zwischenzeitlichen 3:17-Rückstand ein so tiefes Loch gegraben, aus dem wir nicht wieder herausgekommen sind.“, erklärte Co-Trainer Thore Pinkepank. Dennoch fanden die Hanseaten im Anschluss ein wenig besser in die Partie und stabilisierten sich etwas, um das Spiel in der Folge ausgeglichener zu gestalten. Trotzdem ging es mit einem deutlichen Rückstand (11:29) in die erste Viertelpause.

Danach legten die Wilhelmsburger ihre anfängliche Zurückhaltung ab und läuteten ihrerseits mit einem 15:0-Run ihre stärkste Phase ein, um auf 26:29 zu verkürzen. Doch wer geglaubt hatte, dass die Gäste jetzt Fuß gefasst hatten, wurde schnell eines Besseren belehrt. Innerhalb kürzester Zeit verloren sie wieder komplett den Faden und mussten tatenlos zuschauen, wie die Berliner bis zur Halbzeit beim Stand von 57:34 auf mehr als 20 Punkte davonzogen.

Auch nach dem Pausentee änderte sich an den Kräfteverhältnissen nichts. Die Hausherren spielten mit einer hohen Intensität, zwangen das Banobre-Team immer wieder zu Fehlern und dominierten unter den Brettern. Dabei tat sich vor allem Lorenz Brenneke auf Seiten der Berliner hervor. Der Power Forward war mit 26 Zählern nicht nur Topscorer der Partie, sondern sammelte auch noch überragende 16 Rebounds ein. Auf Seiten der Piraten wusste einzig und allein Aleksandar Postic zu überzeugen. Der Flügelspieler verbuchte 21 Punkte für sich und traf fünf seiner elf Dreierversuche. Doch am Ende war das auch nichts anderes als Ergebniskosmetik in einer Begegnung Partie, die die Hamburger getrost unter der Rubrik Erfahrungswerte abstempeln sollten.

„Insgesamt muss man festhalten, dass Albas Überlegenheit im Rebound und unsere eigenen Ballverluste uns das Genick gebrochen haben“, konstatierte Pinkepank die Gründe für die Klatsche.

Tatsächlich erlaubten sich die Hamburger 28 Turnover und ließen die Hausherren 26 Offensivrebounds einsammeln, aus denen 40 Punkte resultierten. Darüber hinaus waren die Wilhelmsburger zu keiner Zeit des Spiels in der Lage, die Albatrosse aus der Zone herauszuhalten und kassierten katastrophale 70 Zähler aus der Nahdistanz.

Dennoch kann die Devise nach so einer Partie nur lauten: Mund abputzen und aufs nächste Spiel konzentrieren. Denn bereits am kommenden Wochenende wartet die nächste Aufgabe. Dann ist am Samstag, 18. November um 12 Uhr die Baskets Akademie Weser-Ems in Hamburg zu Gast.

Auch für die JBBL-Auswahl der Piraten wird es nach dem spielfreien Wochenende einen Tag später wieder ernst. Das Team von Cheftrainer Özhan Gürel reist am Sonntag, 19. November, nach Niedersachsen, um sich den YOUNG RASTA DRAGONS zu messen. Der Sprungball ist um 12.30 Uhr.