30.10.2017

Piraten fertigen Paderborn ab

Während die JBBL-Mannschaft der Piraten Hamburg sich am Wochenende dem Sturm „Herwart“ beugen musste und die Partie gegen die EBC Rostock Junior Talents auf ein späteres Datum terminiert wird, sind die NBBLer in der Erfolgsspur geblieben. Bei den Uni Baskets Paderborn setzte sich die Mannschaft von Trainer Felix Banobre mit 81:59 (31:26) durch.

Das deutliche Ergebnis täuscht ein wenig über den Spielverlauf hinweg, da die Wilhelmsburger mit den Ostwestfalen ihre liebe Mühe hatten – vor allem in der ersten Hälfte. Die Paderborner verlegten sich in der Defensive dabei darauf, trotz Manndeckung ungemein tief abzusinken, um die Zone komplett dichtzumachen. „Es war eine wirklich abgefahrene Partie“, erklärt Co-Trainer Thore Pinkepank. „Ich mache das nun seit zehn Jahren und das war das erste Spiel, in dem wir nicht nur mehr Dreier als andere Würfe aus dem Feld getroffen haben, sondern auch noch eine bessere Quote von draußen hatten.“

Insgesamt versenken die Piraten 14 ihrer 31 Versuche aus der Distanz (45,2 Prozent), während nur 8 von 27 Würfen (29,6 Prozent) innerhalb 6,75-m-Linie ihr Ziel fanden. Diese Zielsicherheit machte neben der Überlegenheit im Rebound (46:31) einen entscheidenden Faktor im Spiel aus. Allerdings brauchten die Schützlinge von Banobre ein bisschen Zeit, um sich auf die Strategie der Gastgeber einzustellen, sodass sie in den beiden ersten Viertel nicht gerade ein offensives Feuerwerk abbrannten, um nach 20 Minuten mit einer knappen 31:26-Führung in die Kabine zu gehen.

Was in der ersten Hälfte nicht immer von Erfolg gekrönt war, funktionierte nach dem Pausentee wie aus einem Guss. Die Piraten attackierten die Closeouts der Hausherren entschlossener, bewegten den Ball ausgezeichnet und erspielten sich so die freien Würfe, die im dritten und vierten Viertel dann wie ein Sturm über den Gegner hinwegfegten. Sukzessive setzen die Gäste sich ab. Nicht zuletzt, weil auch die Intensität in der Defensive stimmte, sodass es mit einer 56:41-Führung in den Schlussabschnitt ging.

Ein 15:0-Zwischenspurt Mitte des letzten Viertel (77:48) schob allen Hoffnungen der Paderborner, vor heimischen Publikum nochmals in die Partie zurückzufinden, endgültig einen Riegel vor. „Insgesamt war es nicht unser bestes Spiel“, haderte Pinkepank vor allem mit der ersten Halbzeit auch im Hinblick auf die kommenden Aufgaben. „Wir hatten zu Beginn einfach nicht die Intensität, um ein Auswärtsspiel in der NBBL zu gewinnen.“

Dass es am Ende dann doch reichte, lag an einer geschlossenen Mannschaftsleistung, bei der vor allem drei Piraten herausragten. Aleksandar Postic (22 Zähler und 5 von 9 Dreiern) teilte sich mit dem Paderborner Melvin Jostmann (22 Punkte) die Punktekrone der Partie, während Justus Hollatz (19 Zähler, 3 von 5 Dreiern und 10 Assists) sowie Jens Großmann (14 Punkte und 2 von 3 Dreiern) sich ebenfalls zweistellig in den Statistikbogen für die noch ungeschlagenen Hamburger eintrugen.

Zeit, sich auf dem Erfolg auszuruhen, bleibt jedoch nicht. Denn bereits am nächsten Wochenende wartet ein richtiger Härtetest auf die Norddeutschen. Dann sind die ebenfalls noch ungeschlagenen Young Rasta Dragons in der Hansestadt zu Gast (Samstag, 4. November, um 12 Uhr).

Bereits am Dienstag, 31. Oktober, um 12 Uhr bitten die Sharks Hamburg das Team von Headcoach Öhzan Gürel zum Spitzenduell in der JBBL-Vorrunden-Gruppe I. Die beiden Mannschaften stehen jeweils bei einer Bilanz von drei Siegen und keiner Niederlage, was dem Derby mit Aussicht auf die alleinige Tabellenführung noch zusätzlichen Pfeffer verabreicht.