06.02.2018

Piraten auf erfolgreicher Eisbärenjagd

Nach der überraschenden Niederlage gegen die Uni Baskets Paderborn am vergangenen Spieltag hat die JBBL-Mannschaft der Piraten wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. Mit 65:52 gewannen die Schützlinge von Trainer Özhan Gürel vor heimischem Publikum gegen die Eisbären Bremerhaven und fuhren den sechsten Erfolg im achten Spiel der Hauptrundengruppe 1 ein. Damit stehen die Wilhelmsburger weiterhin hinter Spitzenreiter Hamburg Sharks und den Metropol Baskets Ruhr auf dem dritten Platz.

Gerade zu Beginn der Partie müssen sich die Eisbären vorgekommen sein, als ob die Erderwärmung aus heiterem Himmel über sie hereinbrach. Die Hamburger Hausherren begannen mit einem Feuer in der Defensive, welches einer Sonneneruption glich und forcierten Ballverluste sowie Fehlwürfe am laufenden Band. Auf der anderen Seite ballerten die Piraten nicht nur aus allen Rohren, sondern trafen auch aus allen Lagen. Folgerichtig ging es mit einer 23:12-Führung in die Viertelpause.

Im zweiten Abschnitt entwickelte sich dann eine zähe Partie, was auch daran lag, dass die Piraten etwas die Segel rafften und nicht mehr ganz so aggressiv verteidigten wie im ersten Viertel. Dennoch behielten die Hausherren die Oberhand, obwohl sich die eine oder andere Konzentrationsschwäche in Form von unnötigen Ballverlusten einschlich, sodass es mit 37:22 in die Kabine ging.

Nach dem Pausentee begannen die Wilhelmsburger etwas zu lethargisch, weshalb es an der nötigen Körperspannung fehlte, um den Widerstand der Eisbären endgültig zu brechen. Stattdessen verspürten die Gäste etwas Aufwind und glaubten beim Stand von 47:38 kurzfristig an ein Comeback.

Am Ende war es aber nicht mehr als ein letzter Strohhalm, an dem sich die Bremerhavener festhielten wie ein Ertrinkender an Treibgut. Dass es nur bei einer Momentaufnahme blieb, hatten die Mannen von Gürel vor allem Topscorer Linus Hoffmann (20 Zähler und 12 Rebounds) zu verdanken, der entscheidenden Anteil daran hatte, dass die Wilhelmsburger im Schlussabschnitt ihre Linie wiederfanden.

Nach der Pflicht folgt in den beiden abschließenden Partien der Hauptrundengruppe 1 nun die Kür. Dabei treten die Piraten zunächst am kommenden Wochenende (11. Februar um 14 Uhr) im Hamburger Derby bei den Sharks Hamburg an, bevor sie sich eine Woche später mit den Metropol Baskets Ruhr vor heimischer Kulisse messen. Im Einsatz ist am kommenden Wochenende auch wieder die NBBL-Truppe der Piraten. Die Mannschaft von Headcoach Felix Banobre gastiert ebenfalls am 11. Februar, allerdings um 15 Uhr, beim Nachwuchsteam der Eisbären Bremerhaven und will mit einem Sieg den Kampf um den dritten Rang in der Tabelle weiter spannend machen.