05.03.2018

NBBL: Rückschlag für Piraten

Für die NBBL-Mannschaft der Piraten ist am vergangenen Wochenende nichts zu holen gewesen. Die ersatzgeschwächte Mannschaft von Headcoach Felix Banobre unterlag am vorletzten Spieltag der Hauptrundengruppe 1 mit 66:78 bei den AB Baskets aus Berlin.

Immer noch gebeutelt von Krankheiten und Verletzungen, trat die Wilhelmsburger Rumpftruppe mit einer Neun-Mann-Rotation in der Hauptstadt an und kam miserabel aus den Startlöchern. Die Anfangsformation fand in den ersten Minuten keinen Rhythmus oder auch nur so etwas, was diesem Wort ähnelte. Stattdessen dominierten die Hausherren nach Strich und Faden. Die Berliner nutzten jeden noch so kleinen Fehler gnadenlos aus, um in dem entscheidenden Spiel um den dritten dritten Tabellenplatz möglichst früh für klare Verhältnisse zu sorgen. „Wir waren einfach angeschlagen“, versuchte Co-Trainer Amir Zohri nach der Partie, Gründe für den Fehlstart zu finden. „Hatten müde Beine, waren gedanklich nicht schnell genug, was zum Fehlstart geführt hat.“ Nachdem die Piraten die ersten beiden Zähler der Partie machten, gab der 12:0-Lauf der Gastgeber die Marschrichtung in der Folge vor, und dementsprechend endete das erste Viertel mit 23:9 für die AB Baskets.

Im zweiten Spielabschnitt fanden Banobres Schützlinge besser in die Partie. Offensiv spielten die Hanseaten aufmerksamer und hielten in der Folge mit den Hauptstädtern mit. Die Baskets trafen jedoch immer wieder schwierige Würfe, die den Spielstand bei einem zweistelligen Vorsprung hielten, sodass es mit 44:29 in die Halbzeit ging.

Nach der Pause keimte dann aber doch noch einmal Hoffnung auf, als die Piraten, die in Leevi Erkkilä (17 Zähler) und Carlo Torelli (15 Zähler, 8 Rebounds und 4 Steals) ihre effektivsten Akteure hatten, sich ein Herz fassten und die richtige Moral bewiesen. Immer wieder erschwerten sie den Hausherren das Leben in Offensive. Gleichzeitig fanden sie auf der Gegenseite zunehmend kleine Lücken in der Verteidigung und verkürzten unter anderem mit einem 8:0-Lauf den Rückstand auf 51:60 vor dem Schlussviertel.

Zu mehr als einem Aufkeimen sollte es dann aber doch nicht mehr reichen. Die Berliner besannen sich wieder auf ihre Stärken, während bei den Piraten mit zunehmender Dauer der Partie die Kraftreserven schwanden. Diese Tatsache spiegelte sich vor allem bei den Ballverlusten wider. „Wir sind die gesamte Zeit einem Rückstand hinterhergelaufen und haben es auch aufgrund der 31 Turnover nicht geschafft, in wirkliche Schlagdistanz zu kommen“, so Zohri. „Die Jungs haben gefightet, aber am Ende fehlten einfach die Kräfte, um den Sieg der Berliner wirklich zu gefährden.“

Viel Zeit, um wieder fit zu werden, bleibt den Piraten allerdings nicht. Denn bereits am nächsten Wochenende geht es im Saisonfinale darum, alle Kräfte zu mobilisieren, um den vierten Platz und damit die Berechtigung zur Teilnahme an den Playoffs zu sichern. Dann treffen die Mannen von Banobre am Sonntag, 11. März, um 15 Uhr in Wedel auf den direkten Konkurrenten von der BG Göttingen und hoffen dabei auf schlafkräftige Unterstützung aus dem Publikum.