02.08.2018

Medical-Check bei Helge Beckmann

„Sieht prima aus, nichts Besorgniserregendes, klasse. Das Knie sollte uns bald keine Probleme mehr bereiten.“ Die Worte von Mannschaftsarzt Dr. Helge Beckmann bestätigen das Gefühl von Towers-Center Justin Raffington: „Das Vertrauen in meinen Körper ist zurück.“ 213 Tage dauerte die Leidenszeit des 27-Jährigen nach seinem Kreuzbandriss im linken Knie. Dass die Reha im LANS Medicum unter Aufsicht der leitenden Physiotherapeutin Birte Gehrmann angeschlagen hat, bestätigte nun der Medical-Check in Beckmanns Praxis in Ottensen.

Alljährlich prüfen der Orthopäde und sein Praxisteam die Towers-Profis vor der Saison auf Herz und Nieren – wobei: den internistischen Part übernimmt Dr. Florentine Markworth im LANS Medicum. „Wir kümmern uns um den orthopädischen Check. Ich unterschreibe in Absprache mit dem gesamten medizinischen Stab, dass die Spieler sporttauglich sind und keine Gebrechen haben, die sie vom Profi-Basketball abhalten“, erklärt Beckmann. Besonders bei neuen Akteuren sei es wichtig, sich zu Beginn ein umfassendes Bild über Körper, Vorerkrankungen und etwaigen Verschleiß zu machen. So muss Regisseur Achmadschah Zazai erstmal einen amtlichen Fragenkatalog abarbeiten, wenngleich sich der Berliner sicher ist: „Ich habe gar nichts, bin kerngesund.“

Und natürlich: Wer wie Cha Cha seit 21 Jahren Basketball spielt, kennt seinen Körper. Beckmann schaut sich Rücken, Hüfte, Knie, Schultern und Füße des 1,75-Meter-Guards an und stellt fest: „Alles flexibel, so soll es sein.“ Anschließend folgt noch eine Sonographie zur Überprüfung der Gelenke. „Das ist für die Athleten sehr angenehm, da sie keiner Strahlenbelastung ausgesetzt sind“, sagt der Mediziner.

Die orientierende Untersuchung bildet die Grundlage einer erfolgreichen Saison. Die besten Spieler bringen nichts, wenn sie nicht auf dem Feld stehen können. Dementsprechend versucht Beckmann, auch präventiv tätig zu werden. „Sobald ich Hinweise auf Fehlstellungen und mögliche Problemzonen erhalte, gebe ich Tipps oder setze direkt mit einer gezielten Behandlung an. Es darf nicht unterschätzt werden, wie hoch die physischen und auch psychischen Belastungen einer acht- bis zehnmonatigen Saison unter Vollspannung sind.“ Entscheidend hierbei sei die gute Zusammenarbeit und Koordinierung innerhalb des Medical-Teams. Wesentliche Bestandteile davon sind Athletiktrainer Melvyn Wiredu und Ernährungsberater Miszek Damer. „Mello kann mir von Auffälligkeiten berichten und gleichzeitig bei bekannten Diagnosen unmittelbar am Athleten arbeiten. Miszek bietet zusätzliche Hilfen, um die Diät der Spieler zu verbessern und gegebenenfalls mit Nahrungsergänzungsmitteln zu unterstützen“, berichtet Beckmann.

Beim neuen Towers-Team hat der ehemalige Oberliga-Fußballer nichts zu beanstanden: „Alle, die ich bislang kontrolliert habe, erfreuen sich bester Gesundheit.“ Damit kann der neue Head Coach Mike Taylor zum Trainingsstart am 6. August auf sämtliche bislang verpflichteten Spieler zurückgreifen. Lediglich Raffington wird zu Beginn dosiert trainieren und intensiv mit Wiredu arbeiten, ehe er voraussichtlich im September viel ins Vollkontakttraining einsteigt.