05.07.2017Hrvoje Kovacevic im Interview

Ab der kommenden Saison steht Hrvoje Kovacevic im Kader der Hamburg Towers. Im Interview spricht der 31-jährige über die Gründe für seinen Wechsel, über seine Eindrücke von Hamburg und über seine Vorbereitung auf die neue Saison.

Hrvoje, schön dass du dir die Zeit nimmst, uns ein paar Fragen zu beantworten. Die Kommentatoren unseres Livestreams üben schon die fehlerfreie Aussprache deines Vornamens, hast du einen Tipp?

Ja, alle nennen mich Kova. Die Kommentatoren werden es also ganz einfach haben. (lacht)

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, bei den Hamburg Towers zu unterschreiben?

Es gab viele Gründe, hier zu unterschreiben. Zum einen sind die Hamburg Towers aus meiner Sicht einer der professionellsten Vereine in der ProA und haben unheimliches Potenzial. Marvin Willoughby  hat mich in den gemeinsamen Gesprächen sofort überzeugt. Ich möchte gerne dabei mithelfen, die Towers weiter nach vorne zu bringen.

In den letzten beiden Spielzeiten bist du für die MLP Academics Heidelberg  aufgelaufen. Die Towers hast du also schon als Gegenspieler kennengelernt. Was waren deine Eindrücke, als du mit Heidelberg hier in der edel-optics.de Arena zu Gast warst?

Das alles hier war schon sehr beeindruckend für mich. Die Arena ist wirklich super. Es ist wirklich toll dort zu spielen, auch als Gast. Und auch der Zusammenhalt im Team ist mir direkt aufgefallen. Die Towers sind immer als Team aufgetreten und hatten jedes Mal einen wirklich guten Matchplan. Mit Sicherheit hat dem Team in der letzten Saison ein bisschen Erfahrung und Abgebrühtheit gefehlt, aber das ist auch ein Grund, warum ich jetzt hier sein werde. Ich hoffe, ich kann den Jungs mit meiner Erfahrung helfen.

Du wechselt ja nicht nur den Verein, sondern auch die Stadt. Ziehst von Heidelberg nach Hamburg um. Was kennst du schon von der Stadt Hamburg?

Bisher war ich erst zweimal in Hamburg. Das erste Mal als wir mit Heidelberg hier gespielt haben und das zweite Mal nach Ende der Saison mit meiner Freundin. Wir haben uns die Altstadt und die Innenstadt angesehen und ich muss sagen, dass mir die Stadt auf Anhieb gefallen hat. Hamburg ist ja weltweit bekannt als wunderschöne und offene Stadt und ich bin wirklich froh, hier demnächst leben zu dürfen.

Wenn man von deinem kurzen Abstecher nach Polen mal absieht, lebst du nun schon seit 4 Jahren in Deutschland. Kann man sagen, dass du dich schon langsam heimisch fühlst?

Zu aller erst muss ich sagen, dass ich tatsächlich deutsche Wurzeln habe. Das ist vermutlich auch einer der Gründe, warum ich Deutschland so sehr mag. Der deutsche Teil meiner Familie ist vor etwa 150 Jahren von Deutschland nach Ungarn ausgewandert  und lebt da bis heute in einem Dorf, in dem jede Familie zu Hause immer noch Deutsch spricht. Ich selber spreche auch schon recht gut Deutsch. Da ich kein einziges Wort Ungarisch spreche, habe ich dank meiner Deutschkenntnisse trotzdem die Möglichkeit, mich mit ihnen zu unterhalten. Das hilft mir wirklich sehr. Von daher kann ich schon sagen, dass Deutschland ein Stück Heimat für mich ist. Aber nicht erst seit vier Jahren.

Neben dem Basketball hast du doch bestimmt auch noch andere Hobbys. Was machst du, wenn du nicht gerade Basketball spielst?

Angeln ist meine große Leidenschaft. Im Sommer, wenn ich nicht trainieren muss, nicht in der Halle bin und auch nicht im Kraftraum, dann angle ich sehr gerne. Ich habe mich auch schon vorbereitet: In Hamburg ist das Streetfishing sehr verbreitet und ich freue mich schon, auch diese Seite von Hamburg kennenzulernen. Wenn es unser Terminkalender zulässt, werde ich mit Sicherheit auch mal in Hamburg angeln.

Jetzt sind es nur noch knapp vier Wochen bis zum Trainingsauftakt, wie hast du den Sommer bisher verbracht und was ist noch geplant?

Vor ein paar Wochen war ich für zehn Tage im Urlaub und seitdem bin ich wieder im Training. Momentan bereite ich mich zusammen mit meinem Freund Damjan Rudez (kroatischer Nationalspieler und NBA Spieler bei den Orlando Magic, Anmerkung der Redaktion), in Zagreb auf die Saison vor. Ich freue mich schon wahnsinnig auf Hamburg.