25.10.2017

Hamburg Towers vor drittem Heimspiel

Die Hamburg Towers peilen im dritten Heimspiel den dritten Heimsieg an. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, müssen die Norddeutschen am Freitag, 27. Oktober, allerdings den Nürnberg Falcons BC besiegen. Das Duell in der edel-optics.de Arena beginnt um 19.30 Uhr.

Was tabellarisch eine eindeutige Angelegenheit vermuten lässt – der Vierte empfängt den Vorletzten –, dürfte in der Realität weitaus umkämpfter werden. Die Nürnberger haben sich zuletzt gut präsentiert. Bei den RÖMERSTROM Gladiators Trier führten die Franken bis fünf Minuten vor Schluss noch mit 69:59, ehe ein 0:15-Lauf die Hoffnung auf einen Auswärtssieg zunichtemachte.

Das 69:74 war bereits die vierte Niederlage im fünften Match und die dritte in Serie. Allerdings sah der Spielplan ein happiges Auftaktprogramm für die Falken vor, die ihren bislang einzigen Sieg gegen Schlusslicht Young Pikes Baunach feierten.

Problemzonen im Team von Trainer Ralph Junge sind vor allem in der Offensive zu finden. Keine Mannschaft der ProA trifft schlechter von der Freiwurflinie (62,5%) und hält seltener aus der Dreierdistanz drauf (16,8 Versuche pro Spiel bei 33,3%). Dazu kommen die zweitwenigsten Assists (14,6), was zu durchschnittlich 69,4 Zählern und Platz 15 im Offensiv-Ranking führt.

Einer der unumstrittenen Leistungsträger ist Power Forward Dan Oppland (11 Punkte pro Spiel/7,2 Rebounds pro Spiel). Unter den Körben kann der 2,11 Meter große und 120 Kilogramm schwere Jonathan Meier (11 PpS/5,2 RpS) Erstligaerfahrung vorweisen. Darüber hinaus macht Coach Junge seinem Ruf als Nachwuchsförderer alle Ehre, indem er jungen Deutschen wie dem 17-jährigen Flügel Matthew Meredith (6,4 PpS/54,5% Dreierquote) und dem 19 Jahre alten 2,10-Meter-Center Moritz Sanders (6,4 PpS/3,8 RpS) regelmäßig Spielzeit gibt.

Unter der Woche haben die Falcons auf die Tabellensituation reagiert und den erfahrenen Point Guard Virgil Matthews nachverpflichtet. Der 34-Jährige hat in den vergangenen drei Saisons im Trikot der NINERS Chemnitz überzeugt und lief bereits in Ehingen unter Junge auf. Ungeklärt ist, ob Aufbauspieler Lon Gibson in Zukunft weiter für Nürnberg auflaufen wird.

Hamed Attarbashi warnt vor den Gästen: “Nürnberg spielt unter den Körben sehr physisch und ist äußerst reboundstark. Wir wollen mit einem weiteren Heimsieg unseren Erfolg in Heidelberg vergolden“, so der 41-Jährige.