25.11.2017Hamburg Towers unterliegen Crailsheim

Den Hamburg Towers ist es nicht gelungen, die Crailsheim Merlins von der Tabellenspitze zu stürzen. In Ilshofen kassierten die Schützlinge von Headcoach Hamed Attarbashi eine 72:82 (54:62, 44:41, 22:15)-Niederlage, die dritte in dieser Saison. Dennoch verbleiben die von Hrvoje Kovacevic (18 Punkte) angeführten Gäste auf dem dritten Tabellenplatz.

In der stimmungsvollen Arena Hohenlohe, die zumeist als Rinderauktionshalle genutzt wird, begannen die Towers wie üblich mit Anthony Canty, Kovacevic, Jonathon Williams, Greg Logins und Justin Raffington. Shooting Guard Lars Kamp musste hingegen aufgrund einer Knochenhautentzündung im rechten Knie passen.

Vom Start weg entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem beide Mannschaften früh auf eine Zonen-Verteidigung zurückgriffen. Der Tabellenführer setzte offensiv vor allem auf seine Stars Frank Turner und Sherman Gay, die Towers punkteten homogener und erarbeiteten sich zum Viertelende eine 22:15-Führung.

Im zweiten Spielabschnitt zauberten dann die Merlins im Angriff, insbesondere aus der Distanz. Zunächst gelang Martin Bogdanov der Ausgleich (32:32/16. Minute), wenig später brachte Gay die Hausherren 34:32 in Front. Nach einer Attarbashi-Auszeit fanden die Wilhelmsburger aber wieder in die Spur. Kovacevic, der sechs Punkte in Folge markierte, sowie der zweimal von der Dreierlinie erfolgreiche René Kindzeka drehten den Spielstand auf 44:41 zur Halbzeit.

Das Intensitätslevel stieg nach Wiederbeginn nochmals. Crailsheim gelang es, in der Defensive zuzulegen, wohingegen den Hamburgern eine schwache Trefferquote zum Verhängnis wurde. Nur zehn Zähler in zehn Minuten glückten den Gästen. Auf der Gegenseite besorgte Gay mit einem Buzzer-Beater den 62:54-Viertelendstand.

Trotz einer Leistungssteigerung gen Spielende hin gelang den Towers kein Comeback. Wann immer das Attarbashi-Team einen kleinen Lauf startete und in Schlagdistanz angelangt war, konterte der Aufstiegsaspirant, dessen individuelle Qualität sich speziell in der Verteidigung bemerkbar machte. Gay (20 Punkte), neben Turner (14/10 Assists) der überragende Akteur, blockte beeindruckende sieben Würfe. Zu viel, um die Partie nochmal zu drehen.

„Crailsheim hat in der zweiten Halbzeit besser gespielt als wir, uns ist die Kraft ausgegangen. Die Merlins sind nicht umsonst Erster, sondern eindeutig das beste Team der Liga“, kommentierte Attarbashi.

Hamburg Towers: Canty (16 Punkte), Wolf (3) Kovacevic (18), Kindzeka (12), Darley, Schmidt (4), Gertz (4), Raffington, Williams (12), Logins (3).

Am nächsten Samstag, 2. Dezember, treten die Towers wieder in der heimischen edel-optics.de Arena an. Gegner um 19.30 Uhr ist erneut ein Team aus Süddeutschland: der VfL Kirchheim Knights. Karten für die Begegnung gibt es hier.