19.10.2017

Hamburg Towers reisen nach Heidelberg

Zum Duell der beiden besten Defensiv-Mannschaften der ProA kommt es am kommenden Sonntag, wenn die Hamburg Towers bei den MLP Academics Heidelberg antreten. Sprungball in der Sporthalle des Olympiastützpunktes ist um 17 Uhr.

65 Punkte kassieren die Towers im Schnitt, die Academics lassen durchschnittlich 68,8 Zähler zu. Die starke Verteidigungsarbeit beider Teams schlägt sich in der Tabelle nieder, dort rangieren die Norddeutschen auf Platz vier, gefolgt von den Baden-Württembergern auf Rang fünf.

Der Saisonstart hat verdeutlicht, dass der Vorjahresfünfte vom Neckar eindeutig als Playoff-Aspirant gehandelt werden muss. Den Universitätsstädtern gelangen beachtliche Erfolge gegen die hoch gehandelten PS Karlsruhe LIONS, RheinStars Köln und HEBEISEN WHITE WINGS Hanau. Einzig beim noch ungeschlagenen Tabellenführer RASTA Vechta unterlag die von Frenkie Ignjatovic trainierte Mannschaft.

Allerdings musste der neunmalige Deutsche Meister bereits einen herben Rückschlag verkraften: Der erst im Sommer zum Team gestoßene Guard Jelani Hewitt zog sich gegen Köln einen Riss des vorderen Kreuzbands, Abriss des Meniskus und Teilriss des Innenbands zu, was gleichbedeutend mit dem Saisonaus ist. Als Ersatz wurde unter der Woche Carson Puriefoy unter Vertrag genommen. Der 23-jährige US-Amerikaner kommt vom lettischen Erstligisten Valmiera ORDO und besticht mit seinem schnellem Antritt sowie einem soliden Dreier.

Er wird sich die Minuten im Backcourt hauptsächlich mit dem jungen Point Guard Jaleen Smith (12,3 Punkte pro Spiel/2 Steals pro Spiel) und Routinier Shy Ely (11,5 PpS in fast 35 Minuten Spielzeit), der bereits zum dritten Mal in Heidelberg angeheuert hat, teilen. Zum Shooting-Star der ersten Saisonwochen ist indes Evan McGaughey emporgestiegen. Frisch von den Quincy University Hawks in seine Profi-Karriere gestartet, überzeugt der Power Forward als effizienter Scorer (14,3 PpS), Rebounder (7 Abpraller pro Begegnung) und herausragender Distanzwerfer (45,5% Dreierquote). Zahlen, die gut genug sind, um sich zum dritteffektivsten Akteur der Liga aufzuschwingen. Nennenswerte Spielzeit ergattern außerdem Aufbauspieler Niklas Würzner (9 PpS), Kapitän Albert Kuppe (7,5 PpS) auf dem Flügel und 2,08-Meter-Center Martin Seiferth (7,5 PpS/6 RpS/1,8 Blocks pro Spiel).

Bei den Towers ist abgesehen von Stefan Schmidt der Einsatz von René Kindzeka fraglich. Der 22-Jährige ist vergangene Woche vor dem Heimspiel gegen die NINERS Chemnitz umgeknickt. Ob er mit dem Team ins 574 Kilometer entfernte Heidelberg reisen wird, entscheidet sich erst kurzfristig.

„Heidelberg hatte ein schweres Auftaktprogramm und dieses mehr als überzeugend gemeistert.  Sie werden uns am Sonntag alles abverlangen“, so Towers-Headcoach Hamed Attarbashi.