03.11.2017

Hamburg Towers empfangen Hagen zum Spitzenspiel

Die nächste Herausforderung wartet auf die Hamburg Towers. Erneut treffen die Wilhelmsburger auf einen offensivstarken Rivalen. Am Sonntag, 5. November, gastiert Phoenix Hagen in der edel-optics.de Arena. Das Spitzenspiel Vierter gegen Dritter beginnt um 17 Uhr.

Für die Gäste ist es die erste Begegnung nach dem Tod ihres Cheftrainers Matthias Grothe. Die Hagener Basketball-Legende war am Dienstagmorgen nach schwerer Krankheit im Alter von 39 Jahren verstorben, weswegen das für den Abend geplante Heimspiel gegen Tabellenführer RASTA Vechta abgesagt wurde.

Interimsmäßig wird der Traditionsklub bereits seit Beginn dieser Serie von Dietmar Günther gecoacht. Der Vater von Nationalspieler Per und Phoenix-Talent Jasper hat die Westfalen zu einer hervorragenden 4:1-Bilanz geführt. Unter anderem wurden die hoch einzuschätzenden RheinStars Köln und RÖMERSTROM Gladiators Trier bezwungen. Die einzige Pleite setzte es gegen die PS Karlsruhe LIONS, die am Mittwoch auch den Towers das Nachsehen ließen.

Hagen, das sich vergangene Saison aus Insolvenzgründen aus der 1. Bundesliga zurückziehen musste, besticht als drittbeste Offensiv-Mannschaft der ProA (79,2 Punkte pro Spiel) mit eindrucksvollen Quoten von der Freiwurf- (76,6%/2.) und Dreierlinie (37,3%/2.). Dies ist vor allem auf die Scharfschützen James Reid (15,2 PpS) und Dominik Spohr (13,3 PpS) zurückzuführen. Shooting Guard Reid feuert durchschnittlich 7,7 Dreier bei guten 39,1% Richtung Korb, mehr als jeder andere Akteur in der ProA. Rückkehrer und Kapitän Spohr, der über langjährige BBL-Erfahrung verfügt, verwandelt gar herausragende 44,1% seiner Dreier.

Point Guard Jonas Grof (10 PpS/7,2 Rebounds pro Spiel/4,3 Assists pro Spiel), dem beim 90:68-Sieg gegen das TEAM EHINGEN URSPRING ein Triple Double gelang, und Flügel Derreck Brooks (11,3 PpS/2 Steals pro Spiel) besetzen ebenfalls tragende Rollen. Herz der Feuervögel ist allerdings Center Alex Herrera (11,3 PpS/8,3 RpS/2 Blocks pro Spiel). Der 2,06 Meter große US-Amerikaner ist als Top-Rebounder und zweitbester Shotblocker der Liga maßgeblich dafür verantwortlich, dass Phoenix die Liga in diesen Kategorien mit großem Abstand anführt. Mit 43,8 Abprallern sammelt Hagen 5,2 „Boards“ mehr ein als das zweitbeste Rebounding-Team.

Die Towers wollen die herbe 58:91-Klatsche in Karlsruhe vergessen machen. Ob dabei Justin Raffington und René Kindzeka helfen können, entscheidet sich erst am Spieltag. Raffington setzt seit dem Auswärtsspiel gegen Heidelberg mit einer Entzündung im Fuß aus. Sein Teamkollege Kindzeka leidet seit der Partie in Karlsruhe unter einer Blessur.

„Hagen hat bislang eine überragende Saison gespielt und steht zu Recht auf dem dritten Platz. Mit Jonas Grof und Dominik Spohr haben sie zwei der besten deutschen Spieler in ihren Reihen“, sagt Towers-Headcoach Hamed Attarbashi.